Sollte es wirklich hier enden. Nach fünf Jahren Ehe, würde ich in wenigen Minuten, wieder Bella Swan sein.
Ich sah in Edwards grüne Augen.
Er wirkte so kühl und unnahbar.
Machte es ihm denn gar nichts aus?
Sicher, er war derjenige der die Scheidung eingereicht hatte, um frei zu sein für Tanya.
Und dennoch, wir waren solange zusammen gewesen. Seit der Highschool! Wie konnte er nur so gleichmütig dasitzen, als wären wir nur Kaffee trinken.
Doch ich musste jetzt stark sein! Für für das Baby, dass in mir wuchs und von dem Edward nie erfahren durfte.
Ich wollte keinen Mann, der sich verpflichtet fühlte, bei mir zu bleiben. Ein Kind, würde den Riss, der entstanden war, auch nicht kitten.
Mit zitternder Hand nahm ich den Kugelschreiber in die Hand, uns setzte meine Unterschrift unter die Scheidungspapiere.
Nie hast du Zeit für mich
Inhalt:
Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.
© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)
© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)
Montag, 29. November 2010
Kapitel 2 - Entäuschung
Das Klingeln des Telefons riss mich aus meinen Gedanken.Ich sah auf das Display. Es war Edward. Ich wußte, was das zu bedeuten hatte. Wieder einmal würde es später werden im Büro. Edward war ein erfolgreicher Anwalt, einer der besten Strafverteidiger im ganzen Land, gleichzeitig hieß das aber auch, dass er sehr selten zu Hause war.Seufzend nahm ich den Hörer ab.
"Hallo Liebling. Was gibt es?"
"Bella Darling. Ich wollte dir nur sagen, dass du nicht mit dem Essen auf mich warten mußt. Es wird wohl sehr spät werden. Die Gegenseite hat, urplötzlich, noch einen Zeugen aus dem Ärmel geschüttelt.Jetzt müssen Tanya und ich unsere ganze Strategie umschmeißen. Wir können uns in diesem Fall keine Patzer erlauben."
"Ich verstehe.Die Arbeit geht natürlich vor."
Ich konnte die Bitterkeit in meiner Stimme nicht unterdrücken.Seit Wochen ging das nun schon so. Er kam kaum einen Abend vor 23 Uhr nach Hause, und dann war er meistens so müde, dass er mir nur noch einen kurzen Kuss gab und einschlief . Wann hatten wir das letzte Mal Sex gehabt?
Ich konnte mich nicht daran erinnern. Früher war das anders gewesen. Der Ort und die Zeit hatten keine Rolle gespielt, wenn er mich begehrte.
Ich wußte, er war schwer beschäftigt, seit er in der Kanzlei seines Onkels Partner geworden war. Partner bei Cullen&Cullen und das mit gerademal 28 Jahren. Es war ein riesiger Karriereschritt für Ihn. Nur ich blieb dabei auf der Strecke.
Ein weiterer Wermutstropfen war Tanya. Die unglaublich attraktive Rotblonde war ihm damals als Co-Anwältin persönlich von seinem Onkel zugeteilt worden.
Seitdem arbeiteten die beiden Tag für Tag eng zusammen. Edwards Stimme riss mich wieder aus meinen Gedanken.
"Bella, bist du noch dran?" Er klang ungeduldig.
"Ja, ich bin noch dran," antwortete ich stockend.
"Soll ich dir das Essen warm halten?"
Gott, ich klang wie meine eigene Mutter.
"Nein,das ist nicht nötig. Wir lassen uns etwas vom Chinesen kommen. Ich muss jetzt los.Tanya wird schon ungeduldig. Diese Frau steht einfach immer unter Strom."
Unverhohlene Bewunderung klang aus seiner Stimme. Und schon hatte er aufgelegt, bevor ich auch nur einen Ton erwidern konnte.
Ich spürte, wie eine einzelne Träne aus meinem Augenwinkel floss.
Seit fünf Jahren waren wir nun verheiratet, direkt nach dem College hatten wir diesen Schritt gewagt. Wie jung und idealistisch wir damals doch waren.
Edward wollte als Anwalt die Bösen hinter Gitter bringen und ich träumte von einer Karriere als Schriftstellerin. Die Realität hatte uns längst eingeholt. Sobald Edward in die Kanzlei seines Onkels eintrat, blieb nichts mehr übrig von seinen Idealen.Ob schuldig oder unschuldig spielte keine Rolle mehr. Es ging nur noch ums Geld.
Geld und Macht. Die Dinge, welche Edward immer verabscheut hatte, waren nun zu seinem Lebensinhalt geworden. Er hatte sich so verändert , während ich auf der Stelle trat, seiner Meinung nach.
Aber ich fühlte mich wohl in meiner Haut. Ich arbeitete in einem kleinen Verlag als Kinderbuchautorin. Es war nichts weltbewegendes, aber ich hatte Freude daran.
Trotzdem fiel mir immer mehr auf, dass es Edward peinlich war, wenn sich seine Kollegen und Freunde nach meinen Beruf erkundigten. Ich konnte nun mal keine Superkarriere vorweisen, wie Tanya. Eine kleine Kinderbuchautorin passte wohl nicht zu seinem Image als Staranwalt.Vielleicht verbrachte er deshalb soviel Zeit im Büro, weil er dort die Gesellschaft einer Gleichgesinnten genoss. Er und Tanya hatten viel gemeinsam. Beide waren clever, ungemein attraktiv und enorm ehrgeizig.
Langsam hatte ich wirklich Panik, ihn an diese Frau zu verlieren. Sie teilte alles im Moment mit ihm, außer das Bett.
Wie ein Schlafwandler ging ich in die Küche, um mein einsames Mahl zu verzehren. Danach bevorzugte ich eine Dusche, cremte mich sorgfältig ein und schlüpfte in meinen seidenen Pyjama. Schließlich stand ich unschlüssig mitten im Schlafzimmer.
Es war erst nach 21 Uhr, viel zu früh, um zu Bett zu gehen. Leicht drehte ich mich zur Seite und erblickte mein Spiegelbild.
Äußerlich betrachtet war ich hübsch. Lange dunkelbraune Haare mit einem rötlichen Stich; schokoladenfarbige, dunkle Augen und eine zarte, fast schon fragile Figur.
Doch war das wirklich ich? Die Person, die mir entgegenblickte, sah unglaublich traurig aus. Traurig und einsam. Vorsichtig setzte ich mich auf die Bettkante und wartete auf meinen Mann.
"Hallo Liebling. Was gibt es?"
"Bella Darling. Ich wollte dir nur sagen, dass du nicht mit dem Essen auf mich warten mußt. Es wird wohl sehr spät werden. Die Gegenseite hat, urplötzlich, noch einen Zeugen aus dem Ärmel geschüttelt.Jetzt müssen Tanya und ich unsere ganze Strategie umschmeißen. Wir können uns in diesem Fall keine Patzer erlauben."
"Ich verstehe.Die Arbeit geht natürlich vor."
Ich konnte die Bitterkeit in meiner Stimme nicht unterdrücken.Seit Wochen ging das nun schon so. Er kam kaum einen Abend vor 23 Uhr nach Hause, und dann war er meistens so müde, dass er mir nur noch einen kurzen Kuss gab und einschlief . Wann hatten wir das letzte Mal Sex gehabt?
Ich konnte mich nicht daran erinnern. Früher war das anders gewesen. Der Ort und die Zeit hatten keine Rolle gespielt, wenn er mich begehrte.
Ich wußte, er war schwer beschäftigt, seit er in der Kanzlei seines Onkels Partner geworden war. Partner bei Cullen&Cullen und das mit gerademal 28 Jahren. Es war ein riesiger Karriereschritt für Ihn. Nur ich blieb dabei auf der Strecke.
Ein weiterer Wermutstropfen war Tanya. Die unglaublich attraktive Rotblonde war ihm damals als Co-Anwältin persönlich von seinem Onkel zugeteilt worden.
Seitdem arbeiteten die beiden Tag für Tag eng zusammen. Edwards Stimme riss mich wieder aus meinen Gedanken.
"Bella, bist du noch dran?" Er klang ungeduldig.
"Ja, ich bin noch dran," antwortete ich stockend.
"Soll ich dir das Essen warm halten?"
Gott, ich klang wie meine eigene Mutter.
"Nein,das ist nicht nötig. Wir lassen uns etwas vom Chinesen kommen. Ich muss jetzt los.Tanya wird schon ungeduldig. Diese Frau steht einfach immer unter Strom."
Unverhohlene Bewunderung klang aus seiner Stimme. Und schon hatte er aufgelegt, bevor ich auch nur einen Ton erwidern konnte.
Ich spürte, wie eine einzelne Träne aus meinem Augenwinkel floss.
Seit fünf Jahren waren wir nun verheiratet, direkt nach dem College hatten wir diesen Schritt gewagt. Wie jung und idealistisch wir damals doch waren.
Edward wollte als Anwalt die Bösen hinter Gitter bringen und ich träumte von einer Karriere als Schriftstellerin. Die Realität hatte uns längst eingeholt. Sobald Edward in die Kanzlei seines Onkels eintrat, blieb nichts mehr übrig von seinen Idealen.Ob schuldig oder unschuldig spielte keine Rolle mehr. Es ging nur noch ums Geld.
Geld und Macht. Die Dinge, welche Edward immer verabscheut hatte, waren nun zu seinem Lebensinhalt geworden. Er hatte sich so verändert , während ich auf der Stelle trat, seiner Meinung nach.
Aber ich fühlte mich wohl in meiner Haut. Ich arbeitete in einem kleinen Verlag als Kinderbuchautorin. Es war nichts weltbewegendes, aber ich hatte Freude daran.
Trotzdem fiel mir immer mehr auf, dass es Edward peinlich war, wenn sich seine Kollegen und Freunde nach meinen Beruf erkundigten. Ich konnte nun mal keine Superkarriere vorweisen, wie Tanya. Eine kleine Kinderbuchautorin passte wohl nicht zu seinem Image als Staranwalt.Vielleicht verbrachte er deshalb soviel Zeit im Büro, weil er dort die Gesellschaft einer Gleichgesinnten genoss. Er und Tanya hatten viel gemeinsam. Beide waren clever, ungemein attraktiv und enorm ehrgeizig.
Langsam hatte ich wirklich Panik, ihn an diese Frau zu verlieren. Sie teilte alles im Moment mit ihm, außer das Bett.
Wie ein Schlafwandler ging ich in die Küche, um mein einsames Mahl zu verzehren. Danach bevorzugte ich eine Dusche, cremte mich sorgfältig ein und schlüpfte in meinen seidenen Pyjama. Schließlich stand ich unschlüssig mitten im Schlafzimmer.
Es war erst nach 21 Uhr, viel zu früh, um zu Bett zu gehen. Leicht drehte ich mich zur Seite und erblickte mein Spiegelbild.
Äußerlich betrachtet war ich hübsch. Lange dunkelbraune Haare mit einem rötlichen Stich; schokoladenfarbige, dunkle Augen und eine zarte, fast schon fragile Figur.
Doch war das wirklich ich? Die Person, die mir entgegenblickte, sah unglaublich traurig aus. Traurig und einsam. Vorsichtig setzte ich mich auf die Bettkante und wartete auf meinen Mann.
Kapite 3 - Warten
Ich lag in meinem Bett und starrte auf das Display der Uhr.
Es war schon kurz nach eins! Wo blieb er nur?
Konnte es wirklich sein, dass die Umplanung so lange dauerte?
Ich versuchte wirklich nicht unfair zu sein. Natürlich war sein Job wichtig, nur hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass ich auf seiner Prioritätenliste immer weiter nach unten rutschte.
Oh Mann, ich fing langsam an paranoid zu werden. Vielleicht steigerte ich mich zu sehr in etwas hinein. Meine Eifersucht auf Tanya machte es auch nicht besser. Edward liebte mich, auch wenn er es im Moment nicht so zeigte wie sonst.
Er nahm seine Arbeit sehr ernst und gab immer hundert Prozent. Dieser Fall schien auch eine besondere Bedeutung zu haben.
Ein Bauunternehmer wurde verdächtigt, seine Ehefrau ermordet zu haben. Malloy, so sein Name, war eine bekannte Persönlichkeit in Seattle und da der ganze Fall auf reinen Indizien beruhte, war es ein gefundenes Fressen für Fernsehen und Presse. Ein neuer Zeuge würde die Verteidigung erschweren und sie mußten natürlich auf die neue Beweislage eingehen. Das plötzlich aus dem Nichts jemand auftauchte und behauptete neue Informationen zu haben, war gelinde ausgedrückt eine Katastrophe. Vor allem da er nicht wußte, was er aussagen würde.
Kein Wunder, dass Edward angespannt war. Dieser neue Belastungszeuge bedeutete einen herben Rückschlag.
Einen solchen Prozess zu verlieren, wäre eine Blamage für Edward und die Kanzlei. Ich beschloß, ihm mehr Verständnis entgegenzubringen, schließlich würde die Verhandlung nicht ewig dauern und es wäre bald wieder wie früher.
Plötzlich hörte ich Schritte im Flur. Die Tür des Schlafzimmers öffnete sich leise und er trat ein.
Der Mond schien ins Zimmer und beleuchtete seine hochgewachsene Gestalt. Wie immer, wenn ich Ihn sah, raubte es mir den Atem. Er war so wunderschön.
Seine bronzenen Haare, die tiefgrünnen Augen, sein perfekter Körper und sein sinnlicher Mund, der so herrlich küssen konnte.
Ich würde niemals müde werden, ihn anzuschauen.
Er merkte nicht, dass ich noch nicht schlief. So leise wie möglich, entkleidete er sich, bis auf die Boxershorts und stieg zu mir ins Bett. Ich spürte einen sanften Kuss auf meinem Haar und drehte mich leicht, um in seine Augen schauen zu können.
"Hey," sagte ich zart.
"Du bist ja noch wach," antwortete er weich.
"Ich wollte nicht einschlafen, ohne Dich nochmal zu sehen. Ich hab dich vermisst."
Er antwortete nicht, sondern küsste mich lächelnd auf die Stirn. Seine Lippen glitten langsam über meine Wangen zu meinem Mund.
Sanft presste er sie auf meine und ich öffnete ihn augenblicklich. Er quittierte das mit einem sanften Stöhnen. Seine weiche Zunge glitt an meiner entlang, zog sich zurück und kam wieder.
Leidenschaftlich küssten wir uns und ich war im siebten Himmel. Endlich.
"Das hat mir so sehr gefehlt. Du hast mir gefehlt," keuchte ich, als sich sein Mund an meinem Hals festsog.
"Bella , du machst mich wahnsinnig," brachte er atemlos hervor.
Mit zitternden Händen versuchte er mein Oberteil aufzuknöpfen, aber er war bereits so erregt, dass ihm die winzigen Knöpfe immer wieder entglitten.
Ungeduldig riss er das Oberteil einfach auf und ich lag entblöst vor ihm. Er heftete seinen Mund sofort auf meine Brust, küsste, leckte und saugte, bis ich mich wild unter Ihm wand.
Meine Pyjamahose stellte für Ihn kein großes Hindernis dar, ebensowenig wie mein Höschen, das irgendwo im Zimmer landete. Sein Mund setzte die Erkundungsreise auf meinem Körper fort, und schon bald lag ich, völlig willenlos, unter ihm und genoss es, ihn wieder zu spüren.
Doch ich wollte nicht nur nehmen. Erregt dreht ich Ihn auf den Rücken, tauchte meine Zunge in seinen Bauchnabel, und liebkoste bald schon seine Männlichkeit. Bebend lag er da, die Augen halb geschlossen.
"Wenn du so weitermachst, ist es schneller vorbei, als Dir lieb ist," wisperte er heiser. Ich grinste frech und schon lag ich wieder auf dem Rücken. Lächelnd sah ich ihn an und während er mir tief in die Augen sah, drang er quälend langsam in mich ein.
Er liebte mich erst zärtlich und sanft, doch mit jedem Eindringen steigerte sich die Lust. Immer heftiger wurden wurden seine Bewegungen, immer eindringlicher sein Rhythmus. Ich passte mich ihm an und schon bald kamen wir beide gleichzeitig zum Höhepunkt.
Glücklich kuschelte ich mich an Edward, während er gedankenverloren meinen Rücken streichelte.
Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, das spürte ich. Doch die Stimmung zwischen uns war so friedlich, dass ich mich nicht traute, ihn zu fragen. Nichts sollte diesen perfekten Moment stören. Mit einem Seufzen schlief ich in seinen Armen ein.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, lag ich allein im Bett. Ob er schon lange weg war? Den Bademantel überstreifend, machte ich mich auf den Weg nach unten in die Küche. Er war noch da und telefonierte. Leise, um Ihn nicht zu stören, betrat ich die Küche und sah, dass er mit dem Rücken zu mir an der Theke lehnte.
Er lachte leise und seine folgenden Worte ließen mir das Blut in den Adern gefrieren.
"Nein, Tanya . Sie war nicht böse. Ich hab mein Zuspätkommen auch wieder gut gemacht. Ja... Ja, ich beeil mich schon, um zu Dir ins Büro zu kommen," wieder ein leises lachen von ihm, "du kannst es wohl kaum abwarten. Keine Sorge, in einer Stunde, kannst du meinen Anblick den ganzen Tag genießen."
Seine Stimme klang flirtend.
Er drehte sich in meine Richtung und seine Augen weiteten sich kurz.
"Ich muss Schluss machen. Wir sehen uns."
Bebend vor Wut stand ich da und versuchte, meine Fassung zu bewahren. Vergebens.
Es war schon kurz nach eins! Wo blieb er nur?
Konnte es wirklich sein, dass die Umplanung so lange dauerte?
Ich versuchte wirklich nicht unfair zu sein. Natürlich war sein Job wichtig, nur hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass ich auf seiner Prioritätenliste immer weiter nach unten rutschte.
Oh Mann, ich fing langsam an paranoid zu werden. Vielleicht steigerte ich mich zu sehr in etwas hinein. Meine Eifersucht auf Tanya machte es auch nicht besser. Edward liebte mich, auch wenn er es im Moment nicht so zeigte wie sonst.
Er nahm seine Arbeit sehr ernst und gab immer hundert Prozent. Dieser Fall schien auch eine besondere Bedeutung zu haben.
Ein Bauunternehmer wurde verdächtigt, seine Ehefrau ermordet zu haben. Malloy, so sein Name, war eine bekannte Persönlichkeit in Seattle und da der ganze Fall auf reinen Indizien beruhte, war es ein gefundenes Fressen für Fernsehen und Presse. Ein neuer Zeuge würde die Verteidigung erschweren und sie mußten natürlich auf die neue Beweislage eingehen. Das plötzlich aus dem Nichts jemand auftauchte und behauptete neue Informationen zu haben, war gelinde ausgedrückt eine Katastrophe. Vor allem da er nicht wußte, was er aussagen würde.
Kein Wunder, dass Edward angespannt war. Dieser neue Belastungszeuge bedeutete einen herben Rückschlag.
Einen solchen Prozess zu verlieren, wäre eine Blamage für Edward und die Kanzlei. Ich beschloß, ihm mehr Verständnis entgegenzubringen, schließlich würde die Verhandlung nicht ewig dauern und es wäre bald wieder wie früher.
Plötzlich hörte ich Schritte im Flur. Die Tür des Schlafzimmers öffnete sich leise und er trat ein.
Der Mond schien ins Zimmer und beleuchtete seine hochgewachsene Gestalt. Wie immer, wenn ich Ihn sah, raubte es mir den Atem. Er war so wunderschön.
Seine bronzenen Haare, die tiefgrünnen Augen, sein perfekter Körper und sein sinnlicher Mund, der so herrlich küssen konnte.
Ich würde niemals müde werden, ihn anzuschauen.
Er merkte nicht, dass ich noch nicht schlief. So leise wie möglich, entkleidete er sich, bis auf die Boxershorts und stieg zu mir ins Bett. Ich spürte einen sanften Kuss auf meinem Haar und drehte mich leicht, um in seine Augen schauen zu können.
"Hey," sagte ich zart.
"Du bist ja noch wach," antwortete er weich.
"Ich wollte nicht einschlafen, ohne Dich nochmal zu sehen. Ich hab dich vermisst."
Er antwortete nicht, sondern küsste mich lächelnd auf die Stirn. Seine Lippen glitten langsam über meine Wangen zu meinem Mund.
Sanft presste er sie auf meine und ich öffnete ihn augenblicklich. Er quittierte das mit einem sanften Stöhnen. Seine weiche Zunge glitt an meiner entlang, zog sich zurück und kam wieder.
Leidenschaftlich küssten wir uns und ich war im siebten Himmel. Endlich.
"Das hat mir so sehr gefehlt. Du hast mir gefehlt," keuchte ich, als sich sein Mund an meinem Hals festsog.
"Bella , du machst mich wahnsinnig," brachte er atemlos hervor.
Mit zitternden Händen versuchte er mein Oberteil aufzuknöpfen, aber er war bereits so erregt, dass ihm die winzigen Knöpfe immer wieder entglitten.
Ungeduldig riss er das Oberteil einfach auf und ich lag entblöst vor ihm. Er heftete seinen Mund sofort auf meine Brust, küsste, leckte und saugte, bis ich mich wild unter Ihm wand.
Meine Pyjamahose stellte für Ihn kein großes Hindernis dar, ebensowenig wie mein Höschen, das irgendwo im Zimmer landete. Sein Mund setzte die Erkundungsreise auf meinem Körper fort, und schon bald lag ich, völlig willenlos, unter ihm und genoss es, ihn wieder zu spüren.
Doch ich wollte nicht nur nehmen. Erregt dreht ich Ihn auf den Rücken, tauchte meine Zunge in seinen Bauchnabel, und liebkoste bald schon seine Männlichkeit. Bebend lag er da, die Augen halb geschlossen.
"Wenn du so weitermachst, ist es schneller vorbei, als Dir lieb ist," wisperte er heiser. Ich grinste frech und schon lag ich wieder auf dem Rücken. Lächelnd sah ich ihn an und während er mir tief in die Augen sah, drang er quälend langsam in mich ein.
Er liebte mich erst zärtlich und sanft, doch mit jedem Eindringen steigerte sich die Lust. Immer heftiger wurden wurden seine Bewegungen, immer eindringlicher sein Rhythmus. Ich passte mich ihm an und schon bald kamen wir beide gleichzeitig zum Höhepunkt.
Glücklich kuschelte ich mich an Edward, während er gedankenverloren meinen Rücken streichelte.
Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, das spürte ich. Doch die Stimmung zwischen uns war so friedlich, dass ich mich nicht traute, ihn zu fragen. Nichts sollte diesen perfekten Moment stören. Mit einem Seufzen schlief ich in seinen Armen ein.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, lag ich allein im Bett. Ob er schon lange weg war? Den Bademantel überstreifend, machte ich mich auf den Weg nach unten in die Küche. Er war noch da und telefonierte. Leise, um Ihn nicht zu stören, betrat ich die Küche und sah, dass er mit dem Rücken zu mir an der Theke lehnte.
Er lachte leise und seine folgenden Worte ließen mir das Blut in den Adern gefrieren.
"Nein, Tanya . Sie war nicht böse. Ich hab mein Zuspätkommen auch wieder gut gemacht. Ja... Ja, ich beeil mich schon, um zu Dir ins Büro zu kommen," wieder ein leises lachen von ihm, "du kannst es wohl kaum abwarten. Keine Sorge, in einer Stunde, kannst du meinen Anblick den ganzen Tag genießen."
Seine Stimme klang flirtend.
Er drehte sich in meine Richtung und seine Augen weiteten sich kurz.
"Ich muss Schluss machen. Wir sehen uns."
Bebend vor Wut stand ich da und versuchte, meine Fassung zu bewahren. Vergebens.
Kapitel 4 - Wut
http://www.youtube.com/watch?v=j4ubmBw6C6I
Wutentbrannt starrte ich meinen Mann an.
"Edward Cullen! Kannst du mir vielleicht verraten, was das eben sollt?"
Er hatte doch tatsächlich die Nerven und lächelte.
"Ich weiß nicht was du meinst."
"Ich hab es wieder gutgemacht! Dann kannst du meinen Anblick den ganzen Tag genießen," äffte ich ihn gekonnt nach.
Jetzt grinste er. Er war nicht im Geringsten verlegen darüber, dass ich seine Worte gehört hatte.
"Darling ich hab doch nur ein bißchen geflirtet," äußerte er lapidar.
Okay, das wars.
Meine ganze Unsicherheit, Traurigkeit und Wut der letzten Wochen, sammelte sich in mir an, um sich dann mit voller Wucht, auf meinen noch immer grinsenden Mann zu entladen.
Ich packte mit meiner linken Hand, den nächstbesten Gegenstand, in diesem Fall eine äußerst häßliche Vase und warf sie dann mit ganzer Kraft gegen Edward.
Der sah mit großen Augen zu und duckte sich gerade noch rechtzeitig, als die Vase nur wenige Zentimeter über seinem Kopf vorbeischoss. Sie zerschellte mit einem lauten Knall an der Küchentheke und die Scherben fielen klirrend zu Boden.
"Sag mal spinnst du," schrie er aufgebracht.
"Ich spinne.... Ich soll spinnen, du arroganter Schnösel. Du bist doch derjenige, der sich mit seiner Kollegin, über mich lustig macht."
Noch nie war ich so wütend gewesen. Seine Worte waren so verletzend und ich fühlte mich vorgeführt. Wenn ich nur an sein Lachen dachte, als er sagte, er hätte es ja wieder gut gemacht bei mir. Tanya war nicht dumm. Sie wußte, was das hieß, nämlich, dass der große Edward Cullen, sein kleines Frauchen mit Sex besänftigte. Als wär ich eine Nymphomanin. Das war so demütigend und er lachte auch noch darüber.
Bei dem Gedanken, wurde ich schon wieder sauer. Mächtig sauer.
Mittlerweile stand ich neben dem Küchentisch und griff nach dem daraufliegenden Teller.
" Wenn du sowieso glaubst, dass ich spinne, dann macht es dir doch sicher nichts aus, wenn ich dich als Zielscheibe benutze?" wütete ich und warf auch den Teller nach ihm.
Edward duckte sich wieder rechtzeitig und sah zu, wie auch der Teller zu Bruch ging.
Gerade wollte ich nach der Tasse greifen, als er urplötzlich vor mir stand, meine Arme packte und sie hinter meinem Rücken festhielt.
" Das reicht jetzt. Das Geschirr kann nichts dafür, dass ich mich daneben benommen habe," wisperte er in mein Ohr und blies seinen heißen Atem hinein.
Ich erschauerte wohlig.
Nein, Bella, sagte ich mir, du darfst jetzt nicht nachgeben.
"Du hast recht. Es ist nur schade, dass es zu Bruch gegangen ist, ohne, dass es sein Ziel getroffen hat," erwiderte ich bockig.
Sein Grinsen wurde noch breiter.
"Ich wußte gar nicht, dass du so temperamentvoll bist," flüsterte er mir ins Ohr und biß mir ins Ohrläppchen.
Tief durchatmen,, Bella, nicht einwickeln lassen.
"Wenn du mehr Zeit zu Hause verbringen würdest müßtest du dich nicht darüber wundern," sagte ich plötzlich ernst geworden. Meine Wut war verraucht, zurück blieb nur eine gewisse Traurigkeit, die sich in meinem Blick wiederspiegelte. Edward erwiderte den Augenkontakt, seufzte schwer und ließ mich los. Frustriert fuhr er sich durchs Haar.
"Bella, hör zu. Es tut mir leid, okay? Ich habe nicht nachgedacht, als ich das sagte. Glaub mir, ich wollte dich nicht verletzten. Nichts liegt mir Ferner. Schau, ab und zu flirte ich mit Tanya, aber das ist mehr spielerisch, da ist absolut kein Ernst dahinter. Ich versteh mich halt gut mit ihr. Im Moment ist alles so angespannt. Die Verhandlung läuft nicht und die Presse sitzt uns ständig im Nacken. Da tut es manchmal einfach gut, ein paar lockere Worte zu wechseln."
"Aber auf meine Kosten, Edward," rief ich, nun wieder etwas lauter. Ich hielt inne und sammelte mich.
"Hör zu, ich will mich nicht streiten. Ich glaube dir, wenn du sagst, da wäre nichts weiter. Aber versetz dich mal in meine Lage. Es war demütigend für mich. Außerdem bin ich dadurch einfach verunsichert. Wie würdest du dich fühlen, wenn ich so, mit einem anderen Mann reden würde. Hinzu kommt, dass wir uns fast nur noch streiten, wenn wir uns sehen. Edward, wir entfernen uns immer mehr voneinnander. Ich habe Angst, dich zu verlieren!"
"Das wirst du nicht," flüsterte er sanft und nahm mich in den Arm. Fest drückte er mich an sich und begann mich liebevoll zu küssen. Als wir immer leidenschaftlicher unsere Lippen und Zungen verschmelzen ließen, klingelte sein Handy.
Irgendwann würde ich dieses Ding in irgendeinem See versenken! Er löste sich von mir und nahm das Gespräch an.
"Schatz, es tut mir leid, aber ich muss jetzt wirklich los. Hör zu, reservier für heute Abend einen Tisch im Angellini. Da können wir in Ruhe miteinnander reden und alles klären. Wir sprechen uns richtig aus. Wie findest du das?"
"Das wäre schön," antwortete ich, wieder weich geworden. Ich konnte ihm einfach nicht widerstehen.
"Bis heute Abend," flüsterte er und küsste mich zart auf den Mund.
Als er weg war, machte ich mich, summend fertig für die Arbeit. Ich schöpfte neue Hoffnung, dass wir die Differenzen der letzten Wochen aus der Welt schaffen konnten.
Nach einer erfrischenden Dusche, ging ich erst mal in die Küche, um die Spuren meines Wutanfalls zu beseitigen. Jetzt schämte ich mich für mein Verhalten. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie so die Kontrolle über mich verloren. Aber es war auch unheimlich befreiend gewesen. Die ganzen Wochen fraß ich alles in mich rein. Der Druck war jetzt weg und ich musste zugeben, ich fühlte mich gut.
Die Küche war nach wenigen Minuten wieder blitzeblank und ich schmiss die Scherben in den Mülleimer.
Ich musste kichern. Diese Vase hatte ich schon immer gehaßt. Dieses häßliche Ungetüm, war ein Geschenk von Edwards Onkel Peter gewesen.
Ich kicherte wieder. Die Betonung lag auf "gewesen".
Später stand ich vor meinem Kleiderschrank und zog eine einfache dunkelblaue Jeans und eine dunkelgrüne tallierte Bluse hervor. Gott sei Dank, musste ich mich für den Verlag nicht so aufbrezeln. Fertig angezogen und dezent geschminkt, schnappte ich mir meine Handtsche und ging beschwingt zu meinem Wagen.
Als ich beim Verlag ankam, sah ich schon meine Kollegin und gleichzeitig beste Freundin Alice, vor der Eingangstür stehen.
Mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen, ging ich auf sie zu und hakte mich bei ihr unter.
"Guten Morgen, Bella. Woher denn plötzlich die gute Laune?" fragte sie mich erstaunt.
Sie wußte von meinen Problemen mit Edward und meine Laune war in den letzten Wochen wirklich mies gewesen.
Ich war also nicht überrascht über ihr Erstaunen.
Ich erzählte ihr die Kurzversion der Ereignisse und sie musste herzlich lachen.
"Entschuldige,aber ich stelle mir gerade vor, wie du die Vase nach Edward wirfst. So kenn ich dich ja gar nicht."
Doch dann wurde sie wieder ernst.
"Trotzdem war es gemein von ihm, solche Dinge zu sagen," fügte sie noch hinzu.
Ich stimmte ihr zu. Nach wenigen Minuten hatten wir unser Büro erreicht, das wir uns teilten. Ich hätte auch von zu Hause aus arbeiten können. Aber hier war ich deutlich produktiver.
Wir setzten uns an unsere Schreibtische und machten uns an die Arbeit. Wir waren beide ganz vertieft, in unsere Texte, als eine melodische Stimme erklang.
"Guten Morgen, Ladies. Wie sieht es mit den Abgabeterminen aus? Schafft ihr die?"
Es war Jasper Whitlock, unser Chef. Ich verdrehte lächelnd die Augen, als ich den verklärten Blick, meiner Freundin bemerkte. Seit Jasper, vor einem Jahr, den Verlag von seinem Vater übernommen hatte, war sie in ihn verliebt.
Er sah auch wirklich gut aus mit seinem blonden Haar, den blauen Augen und dem hochgewachsenen, muskulösen Körper. Er überragte Alice um mindestens dreißig Zentimeter. Leider war es einen einseitige Liebe, denn Jasper Whitlock, war ein Casanova, wie er im Buche stand. Er hatte eine gewaltige Schwäche für große, langbeinige und kühle Blondinen. Da passte die kleine,
schwarzhaarige und so warmherzige Alice, so gar nicht, in sein Beuteschema. Und doch, lag manchmal, so ein liebevolles Funkeln in den Augen, wenn die kleine Fee in den Raum schwebte.
"Wir werden pünktlich abgeben, wie immer," antwortete ich für uns beide.
Alice brachte keinen Ton raus und saß mit brennenden Wangen vor ihrem Bildschirm. Er grinste in ihre Richtung und wieder trat ein warmer Ausdruck in seinen Blick. Interessiert sah ich zu, wie er zu Alice ging und sich über ihre Schulter beugte, um auf ihre Bildschirm zu schauen. Alice zuckte zusammen und versteifte sich. Bella seufzte. So würde das nie was werden! Sonst war sie doch auch nicht schüchtern.
"Wie ich sehe, haben sie ihre Schreibblockade überwunden, Miss Brandon," sagte Jasper und lächelte sie an.
"Mmhm,...ja... also...ja ich ich denke schon," stotterte sie und wurde noch röter. Ein leises Lachen entfuhr ihm und er zwinkerte ihr unverschämt zu.
Was war denn das? Alice sah auf jeden Fall so aus, als würde sie, jeden Moment in Ohnmacht fallen.
"Also dann, Ladies. Ich brauche die Geschichten, bis spätestens morgen Abend."
Mit einem letzten tiefen Blick in Alice` grüne Augen, verschwand er aus dem Raum. Sie legte ihre Stirn auf die Tischplatte.
"Oh Bella, ich bin ja so dämlich," jammerte sie," da ist er mal nett zu mir und ich stotter nur rum."
Schmunzelnd betrachtete ich meine beste Freundin.
"Mach dir nichts draus. Ich glaube, er fand es niedlich."
"Meinst du," fragte sie zweifelnd.
"Ich weiß es," erwiderte ich überzeugt, " ich hab gesehen, wie er dich anschaut. Glaub mir, der Kerl empfindet was für dich."
"Ja, wahrscheinlich grenzenloses Mitleid, weil ich mich in ihn verliebt habe," sagte sie ungewohnt sarkastisch.
Ich erwiderte nichts darauf. Sie war im Moment, nicht vom Gegenteil zu überzeugen. Der Rest des Tages verlief ereignislos.
Zuhause, machte ich mich hübsch, für Edward. Ich trug ein dunkelblaues Kleid, da er die Farbe an mir mochte und schminkte mich auch aufwendiger als sonst. Da ich rechtzeitig losfuhr, saß ich pünktlich im Restarant und wartete auf die Liebe meines Lebens.
Als er um halb zehn, immer noch nicht da war, fragte mich der Kellner, ob ich schon bestellen wolle. Fest überzeugt davon, dass er sich nur verspäten würde, lehnte ich ab. Ich versuchte ihn auf seinem Handy zu erreichen. Fehlanzeige! Sein Büro sagte, er hätte mit Tanya Denali, vor einer Stunde die Kanzlei verlassen. Nach einer weiteren halben Stunde, wurde selbst mir klar.
Er würde nicht kommen!
Wutentbrannt starrte ich meinen Mann an.
"Edward Cullen! Kannst du mir vielleicht verraten, was das eben sollt?"
Er hatte doch tatsächlich die Nerven und lächelte.
"Ich weiß nicht was du meinst."
"Ich hab es wieder gutgemacht! Dann kannst du meinen Anblick den ganzen Tag genießen," äffte ich ihn gekonnt nach.
Jetzt grinste er. Er war nicht im Geringsten verlegen darüber, dass ich seine Worte gehört hatte.
"Darling ich hab doch nur ein bißchen geflirtet," äußerte er lapidar.
Okay, das wars.
Meine ganze Unsicherheit, Traurigkeit und Wut der letzten Wochen, sammelte sich in mir an, um sich dann mit voller Wucht, auf meinen noch immer grinsenden Mann zu entladen.
Ich packte mit meiner linken Hand, den nächstbesten Gegenstand, in diesem Fall eine äußerst häßliche Vase und warf sie dann mit ganzer Kraft gegen Edward.
Der sah mit großen Augen zu und duckte sich gerade noch rechtzeitig, als die Vase nur wenige Zentimeter über seinem Kopf vorbeischoss. Sie zerschellte mit einem lauten Knall an der Küchentheke und die Scherben fielen klirrend zu Boden.
"Sag mal spinnst du," schrie er aufgebracht.
"Ich spinne.... Ich soll spinnen, du arroganter Schnösel. Du bist doch derjenige, der sich mit seiner Kollegin, über mich lustig macht."
Noch nie war ich so wütend gewesen. Seine Worte waren so verletzend und ich fühlte mich vorgeführt. Wenn ich nur an sein Lachen dachte, als er sagte, er hätte es ja wieder gut gemacht bei mir. Tanya war nicht dumm. Sie wußte, was das hieß, nämlich, dass der große Edward Cullen, sein kleines Frauchen mit Sex besänftigte. Als wär ich eine Nymphomanin. Das war so demütigend und er lachte auch noch darüber.
Bei dem Gedanken, wurde ich schon wieder sauer. Mächtig sauer.
Mittlerweile stand ich neben dem Küchentisch und griff nach dem daraufliegenden Teller.
" Wenn du sowieso glaubst, dass ich spinne, dann macht es dir doch sicher nichts aus, wenn ich dich als Zielscheibe benutze?" wütete ich und warf auch den Teller nach ihm.
Edward duckte sich wieder rechtzeitig und sah zu, wie auch der Teller zu Bruch ging.
Gerade wollte ich nach der Tasse greifen, als er urplötzlich vor mir stand, meine Arme packte und sie hinter meinem Rücken festhielt.
" Das reicht jetzt. Das Geschirr kann nichts dafür, dass ich mich daneben benommen habe," wisperte er in mein Ohr und blies seinen heißen Atem hinein.
Ich erschauerte wohlig.
Nein, Bella, sagte ich mir, du darfst jetzt nicht nachgeben.
"Du hast recht. Es ist nur schade, dass es zu Bruch gegangen ist, ohne, dass es sein Ziel getroffen hat," erwiderte ich bockig.
Sein Grinsen wurde noch breiter.
"Ich wußte gar nicht, dass du so temperamentvoll bist," flüsterte er mir ins Ohr und biß mir ins Ohrläppchen.
Tief durchatmen,, Bella, nicht einwickeln lassen.
"Wenn du mehr Zeit zu Hause verbringen würdest müßtest du dich nicht darüber wundern," sagte ich plötzlich ernst geworden. Meine Wut war verraucht, zurück blieb nur eine gewisse Traurigkeit, die sich in meinem Blick wiederspiegelte. Edward erwiderte den Augenkontakt, seufzte schwer und ließ mich los. Frustriert fuhr er sich durchs Haar.
"Bella, hör zu. Es tut mir leid, okay? Ich habe nicht nachgedacht, als ich das sagte. Glaub mir, ich wollte dich nicht verletzten. Nichts liegt mir Ferner. Schau, ab und zu flirte ich mit Tanya, aber das ist mehr spielerisch, da ist absolut kein Ernst dahinter. Ich versteh mich halt gut mit ihr. Im Moment ist alles so angespannt. Die Verhandlung läuft nicht und die Presse sitzt uns ständig im Nacken. Da tut es manchmal einfach gut, ein paar lockere Worte zu wechseln."
"Aber auf meine Kosten, Edward," rief ich, nun wieder etwas lauter. Ich hielt inne und sammelte mich.
"Hör zu, ich will mich nicht streiten. Ich glaube dir, wenn du sagst, da wäre nichts weiter. Aber versetz dich mal in meine Lage. Es war demütigend für mich. Außerdem bin ich dadurch einfach verunsichert. Wie würdest du dich fühlen, wenn ich so, mit einem anderen Mann reden würde. Hinzu kommt, dass wir uns fast nur noch streiten, wenn wir uns sehen. Edward, wir entfernen uns immer mehr voneinnander. Ich habe Angst, dich zu verlieren!"
"Das wirst du nicht," flüsterte er sanft und nahm mich in den Arm. Fest drückte er mich an sich und begann mich liebevoll zu küssen. Als wir immer leidenschaftlicher unsere Lippen und Zungen verschmelzen ließen, klingelte sein Handy.
Irgendwann würde ich dieses Ding in irgendeinem See versenken! Er löste sich von mir und nahm das Gespräch an.
"Schatz, es tut mir leid, aber ich muss jetzt wirklich los. Hör zu, reservier für heute Abend einen Tisch im Angellini. Da können wir in Ruhe miteinnander reden und alles klären. Wir sprechen uns richtig aus. Wie findest du das?"
"Das wäre schön," antwortete ich, wieder weich geworden. Ich konnte ihm einfach nicht widerstehen.
"Bis heute Abend," flüsterte er und küsste mich zart auf den Mund.
Als er weg war, machte ich mich, summend fertig für die Arbeit. Ich schöpfte neue Hoffnung, dass wir die Differenzen der letzten Wochen aus der Welt schaffen konnten.
Nach einer erfrischenden Dusche, ging ich erst mal in die Küche, um die Spuren meines Wutanfalls zu beseitigen. Jetzt schämte ich mich für mein Verhalten. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie so die Kontrolle über mich verloren. Aber es war auch unheimlich befreiend gewesen. Die ganzen Wochen fraß ich alles in mich rein. Der Druck war jetzt weg und ich musste zugeben, ich fühlte mich gut.
Die Küche war nach wenigen Minuten wieder blitzeblank und ich schmiss die Scherben in den Mülleimer.
Ich musste kichern. Diese Vase hatte ich schon immer gehaßt. Dieses häßliche Ungetüm, war ein Geschenk von Edwards Onkel Peter gewesen.
Ich kicherte wieder. Die Betonung lag auf "gewesen".
Später stand ich vor meinem Kleiderschrank und zog eine einfache dunkelblaue Jeans und eine dunkelgrüne tallierte Bluse hervor. Gott sei Dank, musste ich mich für den Verlag nicht so aufbrezeln. Fertig angezogen und dezent geschminkt, schnappte ich mir meine Handtsche und ging beschwingt zu meinem Wagen.
Als ich beim Verlag ankam, sah ich schon meine Kollegin und gleichzeitig beste Freundin Alice, vor der Eingangstür stehen.
Mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen, ging ich auf sie zu und hakte mich bei ihr unter.
"Guten Morgen, Bella. Woher denn plötzlich die gute Laune?" fragte sie mich erstaunt.
Sie wußte von meinen Problemen mit Edward und meine Laune war in den letzten Wochen wirklich mies gewesen.
Ich war also nicht überrascht über ihr Erstaunen.
Ich erzählte ihr die Kurzversion der Ereignisse und sie musste herzlich lachen.
"Entschuldige,aber ich stelle mir gerade vor, wie du die Vase nach Edward wirfst. So kenn ich dich ja gar nicht."
Doch dann wurde sie wieder ernst.
"Trotzdem war es gemein von ihm, solche Dinge zu sagen," fügte sie noch hinzu.
Ich stimmte ihr zu. Nach wenigen Minuten hatten wir unser Büro erreicht, das wir uns teilten. Ich hätte auch von zu Hause aus arbeiten können. Aber hier war ich deutlich produktiver.
Wir setzten uns an unsere Schreibtische und machten uns an die Arbeit. Wir waren beide ganz vertieft, in unsere Texte, als eine melodische Stimme erklang.
"Guten Morgen, Ladies. Wie sieht es mit den Abgabeterminen aus? Schafft ihr die?"
Es war Jasper Whitlock, unser Chef. Ich verdrehte lächelnd die Augen, als ich den verklärten Blick, meiner Freundin bemerkte. Seit Jasper, vor einem Jahr, den Verlag von seinem Vater übernommen hatte, war sie in ihn verliebt.
Er sah auch wirklich gut aus mit seinem blonden Haar, den blauen Augen und dem hochgewachsenen, muskulösen Körper. Er überragte Alice um mindestens dreißig Zentimeter. Leider war es einen einseitige Liebe, denn Jasper Whitlock, war ein Casanova, wie er im Buche stand. Er hatte eine gewaltige Schwäche für große, langbeinige und kühle Blondinen. Da passte die kleine,
schwarzhaarige und so warmherzige Alice, so gar nicht, in sein Beuteschema. Und doch, lag manchmal, so ein liebevolles Funkeln in den Augen, wenn die kleine Fee in den Raum schwebte.
"Wir werden pünktlich abgeben, wie immer," antwortete ich für uns beide.
Alice brachte keinen Ton raus und saß mit brennenden Wangen vor ihrem Bildschirm. Er grinste in ihre Richtung und wieder trat ein warmer Ausdruck in seinen Blick. Interessiert sah ich zu, wie er zu Alice ging und sich über ihre Schulter beugte, um auf ihre Bildschirm zu schauen. Alice zuckte zusammen und versteifte sich. Bella seufzte. So würde das nie was werden! Sonst war sie doch auch nicht schüchtern.
"Wie ich sehe, haben sie ihre Schreibblockade überwunden, Miss Brandon," sagte Jasper und lächelte sie an.
"Mmhm,...ja... also...ja ich ich denke schon," stotterte sie und wurde noch röter. Ein leises Lachen entfuhr ihm und er zwinkerte ihr unverschämt zu.
Was war denn das? Alice sah auf jeden Fall so aus, als würde sie, jeden Moment in Ohnmacht fallen.
"Also dann, Ladies. Ich brauche die Geschichten, bis spätestens morgen Abend."
Mit einem letzten tiefen Blick in Alice` grüne Augen, verschwand er aus dem Raum. Sie legte ihre Stirn auf die Tischplatte.
"Oh Bella, ich bin ja so dämlich," jammerte sie," da ist er mal nett zu mir und ich stotter nur rum."
Schmunzelnd betrachtete ich meine beste Freundin.
"Mach dir nichts draus. Ich glaube, er fand es niedlich."
"Meinst du," fragte sie zweifelnd.
"Ich weiß es," erwiderte ich überzeugt, " ich hab gesehen, wie er dich anschaut. Glaub mir, der Kerl empfindet was für dich."
"Ja, wahrscheinlich grenzenloses Mitleid, weil ich mich in ihn verliebt habe," sagte sie ungewohnt sarkastisch.
Ich erwiderte nichts darauf. Sie war im Moment, nicht vom Gegenteil zu überzeugen. Der Rest des Tages verlief ereignislos.
Zuhause, machte ich mich hübsch, für Edward. Ich trug ein dunkelblaues Kleid, da er die Farbe an mir mochte und schminkte mich auch aufwendiger als sonst. Da ich rechtzeitig losfuhr, saß ich pünktlich im Restarant und wartete auf die Liebe meines Lebens.
Als er um halb zehn, immer noch nicht da war, fragte mich der Kellner, ob ich schon bestellen wolle. Fest überzeugt davon, dass er sich nur verspäten würde, lehnte ich ab. Ich versuchte ihn auf seinem Handy zu erreichen. Fehlanzeige! Sein Büro sagte, er hätte mit Tanya Denali, vor einer Stunde die Kanzlei verlassen. Nach einer weiteren halben Stunde, wurde selbst mir klar.
Er würde nicht kommen!
Kapitel 5 - Liebe tut weh
http://www.youtube.com/watch?v=P_3pq0XpUsc
Unglücklich saß ich nun im Restaurant und konnte nicht fassen, dass er mich schon wieder hängen ließ.
Was mich besonders wurmte, war die Tatsache, dass er das Büro zusammen mit Tanya vor über einer Stunde verlassen hatte. Er müsste also schon längst hier sein. Das "Angellinis" befand sich in der Nähe der Kanzlei, selbst zu Fuß konnte man es bequem in einer halben Stunde erreichen.
Ich folgte einer plötzlichen Eingebung und rief bei uns Zuhause an. Vielleicht hatte er unsere Verabredung einfach vergessen und war schon längst in unserem Haus. Nervös wählte ich unsere Festnetznummer und der letzte Funke Hoffnung erstarb, als nach minutenlangem Klingeln, keiner abhob. Trotzdem ließ ich es weiterläuten, bis ich aus der Leitung geschmissen wurde.
Wo zum Teufel steckte er?
Er war nicht Zuhause, sein Handy war offenbar ausgeschaltet und im Büro wusste niemand von einem plötzlichen Termin.
Er würde doch nicht mit Tanya....?!
Nein, diesen Gedanken ertrug ich nicht und verdrängte die Bilder, die mir meine Fantasie vorgaukelte.
Edward in den Armen dieser Frau!
Ich musste wohl etwas blass geworden sein, da der Kellner plötzlich neben mir stand.
"Miss!...Miss, geht es ihnen nicht gut? Sie sehen auf einmal so bleich aus", erkundigte er sich besorgt
.
Bei meiner von Natur aus schon sehr hellen Haut war es schon bemerkenswert, dass ihm das auffiel.
"Nein...nein, es ist alles in Ordnung", antwortete ich gezwungen
.
Innerlich musste ich lachen. Nichts war in Ordnung! Rein gar nichts!
"Leider ist meinem Mann etwas dazwischengekommen. Es tut mir unendlich leid, dass ich den ganzen Abend den Tisch blockiert habe."
"Das macht nichts. Kann ich ihnen vielleicht noch etwas bringen?", fragte er freundlich.
"Nein Danke, ich werde jetzt gehen."
Ich drückte dem Kellner ein großzügiges Trinkgeld in die Hand und verließ den Raum in Richtung Garderoben. Wieder angetan mit meiner Jacke, trat ich in die kalte Nachtluft hinaus und zog fröstelnd die Schultern zusammen.
Die dünne Strickjacke war wahrlich nicht das richtige Kleidungsstück, für die nun mehr kühlen, nächtlichen Temperaturen. Aber ich hatte ja auch damit gerechnet, dass Edward bei mir wäre, um mich zu wärmen.
Nicht nachdenken, Bella. Einfach nicht darüber nachdenken. Ich durfte hier nicht in aller Öffentlichkeit zusammenbrechen.
Meine Augen brannten vor Anstrengung, Da ich krampfhaft die Tränen zurückhielt.
Ich versuchte mich abzulenken, indem ich mich auf das klackernde Geräusch meiner Absätze konzentrierte, bis ich endlich am Wagen war. Fast eine halbe Ewigkeit verging, bis ich die Autoschlüssel aus meiner Handtasche fischte und zitternd die Wagentür aufschloss.
Völlig fertig ließ ich mich in die weichen Ledersitze sinken. Meine Stirn legte ich auf das Lenkrad und atmete tief ein und aus. Es dauerte Minuten, bis ich mich soweit im Griff hatte, um loszufahren.
Einigermaßen gefasst startete ich den BMW und fuhr vorsichtig aus der Parklücke.
Ich merkte erst nach einigen Minuten, dass ich nicht den Weg nach Hause eingeschlagen hatte. Ich fuhr geradewegs zu Tanyas Wohnung. Da wir bei ihrer letzten Geburtstagsparty eingeladen waren, wusste ich genau, wo sie wohnte.
Sollte ich das wirklich tun?
Es würde das Ende meines Vertrauens zu Edward bedeuten!
Kurz kam mir der Gedanke einfach umzudrehen, doch ich verspürte den übermächtigen Drang, herauszufinden, ob er bei ihr war.
Schon bog ich die letzte Querstrasse ein und fuhr an ihrem Appartementblock vorbei.
Edwards Wagen war nicht zu übersehen, stand er doch direkt vor dem Eingang des Gebäudes, indem sie wohnte.
Übelkeit stieg in mir hoch und hinterließ ein bitteres Gefühl in meiner Kehle.Mit quietschenden Reifen wendete ich mitten auf der Straße und fuhr, sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierend, nach Hause.
Als ich das Haus betrat, war es stockduster, daher nahm ich das Blinken des Anrufbeantworters besonders deutlich wahr. Die Hand ausstreckend, betätigte ich die Wiedergabetaste, und schon hörte ich Edwards Stimme.
"Bella Schatz, es tut mir unendlich leid, aber ich muß das Abendessen absagen. Tanya hatte im Büro einen Schwächeanfall und ich muss sie erst zum Arzt bringen und anschließend nach Hause. Solltest du versuchen, mich auf dem Handy zu erreichen, wirst du keinen Erfolg haben. Ich hab das blöde Ding irgendwo verloren. Es tut mir unendlich leid, dass es wieder nicht geklappt hat, aber ich werde es wieder gutmachen, das verspreche ich dir. Hoch und heilig. Sobald ich Tanya ordentlich versorgt habe, komme ich nach Hause. Ich liebe dich!"
Mit dem Rücken an der Wand, ließ ich mich langsam zu Boden sinken. Tanya, Tanya und immer wieder Tanya. Hatte sie denn niemanden, der sich um sie kümmern konnte? Edward schien sich wirklich um jeden zu Sorgen, nur nicht um mich.
Ein Schluchzen schüttelte meinen Körper. Stimmte das mit dem Schwächeanfall überhaupt? Oder war das nur ein Ablenkungsmanöver?
Eine wahre Sintflut an Tränen strömte aus meinen Augen, mein Körper krampfte, weil ich so zitterte. Endlich ließ ich den Tränen freien Lauf, bis sie versiegten und nur noch von Zeit zu Zeit ein trockenes Schluchzen aus meinem Mund herausbrach.
Teilnahmslos saß ich auf dem Boden, bis ich mich mühsam aufrappelte, in unser Schlafzimmer ging und meinen Koffer aus dem Ankleideschrank zog.
Ich hatte einen Entschluss gefaßt!
Alice POV
Ein lautes Klingeln weckte mich aus meinem tiefem Schlaf. Ich tapste durchs Wohnzimmer zu meiner Haustür und schielte durch den Türspion.
Es war Bella.
Augenblicklich riss ich die Tür auf und stand meiner völlig verheulten Freundin gegenüber. Sie sah furchtbar aus und wirkte völlig fertig. Den Blick nach unten senkend, bemerkte ich den Koffer zu ihren Füßen.
"Kann...kann ich für...für ein paar Tage bei dir bleiben" ,fragte sie mich leise, ihre Stimme rau vom vielen Weinen.
Der Abend mit Edward war wohl nicht so gelaufen wie geplant. In mir machte sich Wut breit über ihn. Was hatte er jetzt schon wieder angestellt? Da hatte er einen solchen Schatz zur Frau und was machte er? Er tat ihr immer wieder weh. Bella hatte ein solches Verhalten einfach nicht verdient.
Sie war so ein lieber Mensch und sorgte sich immer um ihre Freunde. Wie oft hatte ich mich schon bei ihr ausgeheult, wegen Jasper?
Schweigend breitete ich meine Arme aus und sie ließ sich hineinfallen.
"Oh Alice" ,sagte sie bekümmert," er ist nicht gekommen! Er ist einfach nicht gekommen!"
Langsam wurde mir das ganze Ausmaß der Situation klar. Wenn er so einen Abend platzen ließ, dann war die Kluft zwischen den beiden tiefer, als ich angenommen hatte.
"Komm erst mal rein. Und dann erzählst du mir, was passiert ist. Okay?"
Ich zog sie ins Wohnzimmer und parkte sie auf dem Sofa.
"Du wartest hier. Schlüpf in was Bequemes und ich mach dir eine heiße Schokolade."
Ich versuchte autoritär zu klingen, da Mitleid das Letzte war, was sie jetzt brauchen konnte. Schnell bereitete ich die Schokolade in meiner winzigen Küche zu, und als ich zurückkam, hatte sie einen bequemen Jogginganzug an und sah mir kläglich entgegen.
" So, und jetzt erzählst du Tante Alice erstmal was los ist ", meinte ich mütterlich.
Bella seufzte und begann zu sprechen.
Edwards POV
Ich fuhr so schnell ich konnte nach Hause, nachdem ich Tanya versorgt hatte. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es schon nach eins war.
Oh Mann, Bella würde ausflippen! Das konnte ich nicht mit einem simplen Abendessen aus der Welt schaffen.
Leider war heute einer dieser Tage, an denen alles schief ging. Erst verschwand mein Handy spurlos, die Gerichtsverhandlung lief in eine völlig falsche Richtung und ich bekam immer mehr Zwiefel an seiner Unschuld.
Der neue Zeuge belastete meinen Mandanten schwer und die Blicke der Geschworenen wurden immer missbilligender. Malloy wurde heute erstmals in den Zeugenstand gerufen und verwickelte sich mehrfach in Widersprüche.
Das Ganze war eine absolute Katastrophe und ich würde all mein Geschick einsetzen müssen, um ihn da wieder rauszupauken.
Der Tag war laut und hektisch, da die Presse sich mit Wonne auf die neuesten Entwicklungen stürzte und als der Abend heranbrach, freute ich mich ehrlich auf den gemeinsamen Abend mit Bella.
Ich wußte, es war gerade nicht leicht für sie, trotzdem war ich verstimmt darüber, dass sie mir solche Vorwürfe machte.
Das Einzige, was ich mir vorzuwerfen hatte, war, dass ich tatsächlich wenig Zeit zu Hause verbrachte. Bellas Vermutung, ich hätte was mit Tanya war völlig absurd. Sie war eine Kollegin und eine enge Freundin. Da ich manche Dinge, aufgrund der Schweigepflicht, nicht mit Bella besprechen durfte, und Tanya als meine Co-Anwältin in alles eingeweiht war, konnte ich mich nunmal nur mit ihr darüber austauschen.
Tanya war mir sehr ähnlich. Sie liebte ihre Beruf ebenso leidenschaftlich wie ich, trotzdem hatte ich keine Affäre mit ihr. Sicher, Tanya war verflucht attraktiv und wenn Bella nicht wäre...
Aber es gab Bella und ich würde meine Ehe nicht für eine Liebelei aufs Spiel setzen. Egal, wie groß die Versuchung auch manchmal war.
Der Gedanke, an meine liebenswerte Frau, trieb mir sämtliche Flausen aus dem Kopf.
Auch nach neun Jahren Beziehung fand ich sie noch unglaublich sexy. Ihr seidiges, braunes Haar, die großen, dunklen Augen und dieser zierliche, wohlpropotionierte Körper. Die Vorstellung von Bellas süßen Brüsten ließ das Blut in südlichere Regionen strömen und ich trat das Gaspedal voll durch.
Es dauerte nicht lange, bis ich endlich am Ziiel war. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, lief ich über die Treppe nach oben, in unser gemeinsames Schlafzimmer, um kurz vor der Türe zu stoppen. Schließlich wollte ich sie nicht zu Tode erschrecken, indem ich wie ein Sondereinsatzkommando des FBI in unser Schlafzimmer stürmte. Vorsichtig öffnete ich die Tür und trat ein.
Das Bett war leer!
Ungläubig sah ich, dass ihr Kleiderschrank offen war und merkte natürlich sofort, dass einige Kleidungsstücke daraus fehlten.
Fassungslos schaltete ich das Licht an und sah sofort den Brief der an meiner Nachtischlampe lehnte.
Mein liebster Edward,
ich glaube, es wäre besser, wenn wir uns ein paar Tage nicht sehen, da ich mir über einige Dinge klar werden muss. Ich hätte dir meine Gedanken und Gefühle gerne persönlich mitgeteilt, aber du warst wie üblich nicht für mich da.
Vielleicht solltest du die Zeit selber nutzen und darüber nachdenken, ob ich noch die Frau bin, mit der du dein Leben teilen willst.
Im Moment glaube ich nicht daran.
Ich werde dich trotzdem immer lieben.
Deine Bella
Erschüttert ließ ich den Brief sinken.
Wie konnte ich es nur soweit kommen lassen?
Seit Monaten stimmte es nicht mehr zwischen uns beiden, doch ich hatte die Vorzeichen erfolgreich ignoriert, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie mich tatsächlich verlassen würde.
Ich war im Begriff, meine Fau für immer zu verlieren, doch das würde ich nicht zulassen.
Ich war ein Cullen und würde niemals aufgeben.
Ich würde mir meine Frau zurückholen!
Unglücklich saß ich nun im Restaurant und konnte nicht fassen, dass er mich schon wieder hängen ließ.
Was mich besonders wurmte, war die Tatsache, dass er das Büro zusammen mit Tanya vor über einer Stunde verlassen hatte. Er müsste also schon längst hier sein. Das "Angellinis" befand sich in der Nähe der Kanzlei, selbst zu Fuß konnte man es bequem in einer halben Stunde erreichen.
Ich folgte einer plötzlichen Eingebung und rief bei uns Zuhause an. Vielleicht hatte er unsere Verabredung einfach vergessen und war schon längst in unserem Haus. Nervös wählte ich unsere Festnetznummer und der letzte Funke Hoffnung erstarb, als nach minutenlangem Klingeln, keiner abhob. Trotzdem ließ ich es weiterläuten, bis ich aus der Leitung geschmissen wurde.
Wo zum Teufel steckte er?
Er war nicht Zuhause, sein Handy war offenbar ausgeschaltet und im Büro wusste niemand von einem plötzlichen Termin.
Er würde doch nicht mit Tanya....?!
Nein, diesen Gedanken ertrug ich nicht und verdrängte die Bilder, die mir meine Fantasie vorgaukelte.
Edward in den Armen dieser Frau!
Ich musste wohl etwas blass geworden sein, da der Kellner plötzlich neben mir stand.
"Miss!...Miss, geht es ihnen nicht gut? Sie sehen auf einmal so bleich aus", erkundigte er sich besorgt
.
Bei meiner von Natur aus schon sehr hellen Haut war es schon bemerkenswert, dass ihm das auffiel.
"Nein...nein, es ist alles in Ordnung", antwortete ich gezwungen
.
Innerlich musste ich lachen. Nichts war in Ordnung! Rein gar nichts!
"Leider ist meinem Mann etwas dazwischengekommen. Es tut mir unendlich leid, dass ich den ganzen Abend den Tisch blockiert habe."
"Das macht nichts. Kann ich ihnen vielleicht noch etwas bringen?", fragte er freundlich.
"Nein Danke, ich werde jetzt gehen."
Ich drückte dem Kellner ein großzügiges Trinkgeld in die Hand und verließ den Raum in Richtung Garderoben. Wieder angetan mit meiner Jacke, trat ich in die kalte Nachtluft hinaus und zog fröstelnd die Schultern zusammen.
Die dünne Strickjacke war wahrlich nicht das richtige Kleidungsstück, für die nun mehr kühlen, nächtlichen Temperaturen. Aber ich hatte ja auch damit gerechnet, dass Edward bei mir wäre, um mich zu wärmen.
Nicht nachdenken, Bella. Einfach nicht darüber nachdenken. Ich durfte hier nicht in aller Öffentlichkeit zusammenbrechen.
Meine Augen brannten vor Anstrengung, Da ich krampfhaft die Tränen zurückhielt.
Ich versuchte mich abzulenken, indem ich mich auf das klackernde Geräusch meiner Absätze konzentrierte, bis ich endlich am Wagen war. Fast eine halbe Ewigkeit verging, bis ich die Autoschlüssel aus meiner Handtasche fischte und zitternd die Wagentür aufschloss.
Völlig fertig ließ ich mich in die weichen Ledersitze sinken. Meine Stirn legte ich auf das Lenkrad und atmete tief ein und aus. Es dauerte Minuten, bis ich mich soweit im Griff hatte, um loszufahren.
Einigermaßen gefasst startete ich den BMW und fuhr vorsichtig aus der Parklücke.
Ich merkte erst nach einigen Minuten, dass ich nicht den Weg nach Hause eingeschlagen hatte. Ich fuhr geradewegs zu Tanyas Wohnung. Da wir bei ihrer letzten Geburtstagsparty eingeladen waren, wusste ich genau, wo sie wohnte.
Sollte ich das wirklich tun?
Es würde das Ende meines Vertrauens zu Edward bedeuten!
Kurz kam mir der Gedanke einfach umzudrehen, doch ich verspürte den übermächtigen Drang, herauszufinden, ob er bei ihr war.
Schon bog ich die letzte Querstrasse ein und fuhr an ihrem Appartementblock vorbei.
Edwards Wagen war nicht zu übersehen, stand er doch direkt vor dem Eingang des Gebäudes, indem sie wohnte.
Übelkeit stieg in mir hoch und hinterließ ein bitteres Gefühl in meiner Kehle.Mit quietschenden Reifen wendete ich mitten auf der Straße und fuhr, sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierend, nach Hause.
Als ich das Haus betrat, war es stockduster, daher nahm ich das Blinken des Anrufbeantworters besonders deutlich wahr. Die Hand ausstreckend, betätigte ich die Wiedergabetaste, und schon hörte ich Edwards Stimme.
"Bella Schatz, es tut mir unendlich leid, aber ich muß das Abendessen absagen. Tanya hatte im Büro einen Schwächeanfall und ich muss sie erst zum Arzt bringen und anschließend nach Hause. Solltest du versuchen, mich auf dem Handy zu erreichen, wirst du keinen Erfolg haben. Ich hab das blöde Ding irgendwo verloren. Es tut mir unendlich leid, dass es wieder nicht geklappt hat, aber ich werde es wieder gutmachen, das verspreche ich dir. Hoch und heilig. Sobald ich Tanya ordentlich versorgt habe, komme ich nach Hause. Ich liebe dich!"
Mit dem Rücken an der Wand, ließ ich mich langsam zu Boden sinken. Tanya, Tanya und immer wieder Tanya. Hatte sie denn niemanden, der sich um sie kümmern konnte? Edward schien sich wirklich um jeden zu Sorgen, nur nicht um mich.
Ein Schluchzen schüttelte meinen Körper. Stimmte das mit dem Schwächeanfall überhaupt? Oder war das nur ein Ablenkungsmanöver?
Eine wahre Sintflut an Tränen strömte aus meinen Augen, mein Körper krampfte, weil ich so zitterte. Endlich ließ ich den Tränen freien Lauf, bis sie versiegten und nur noch von Zeit zu Zeit ein trockenes Schluchzen aus meinem Mund herausbrach.
Teilnahmslos saß ich auf dem Boden, bis ich mich mühsam aufrappelte, in unser Schlafzimmer ging und meinen Koffer aus dem Ankleideschrank zog.
Ich hatte einen Entschluss gefaßt!
Alice POV
Ein lautes Klingeln weckte mich aus meinem tiefem Schlaf. Ich tapste durchs Wohnzimmer zu meiner Haustür und schielte durch den Türspion.
Es war Bella.
Augenblicklich riss ich die Tür auf und stand meiner völlig verheulten Freundin gegenüber. Sie sah furchtbar aus und wirkte völlig fertig. Den Blick nach unten senkend, bemerkte ich den Koffer zu ihren Füßen.
"Kann...kann ich für...für ein paar Tage bei dir bleiben" ,fragte sie mich leise, ihre Stimme rau vom vielen Weinen.
Der Abend mit Edward war wohl nicht so gelaufen wie geplant. In mir machte sich Wut breit über ihn. Was hatte er jetzt schon wieder angestellt? Da hatte er einen solchen Schatz zur Frau und was machte er? Er tat ihr immer wieder weh. Bella hatte ein solches Verhalten einfach nicht verdient.
Sie war so ein lieber Mensch und sorgte sich immer um ihre Freunde. Wie oft hatte ich mich schon bei ihr ausgeheult, wegen Jasper?
Schweigend breitete ich meine Arme aus und sie ließ sich hineinfallen.
"Oh Alice" ,sagte sie bekümmert," er ist nicht gekommen! Er ist einfach nicht gekommen!"
Langsam wurde mir das ganze Ausmaß der Situation klar. Wenn er so einen Abend platzen ließ, dann war die Kluft zwischen den beiden tiefer, als ich angenommen hatte.
"Komm erst mal rein. Und dann erzählst du mir, was passiert ist. Okay?"
Ich zog sie ins Wohnzimmer und parkte sie auf dem Sofa.
"Du wartest hier. Schlüpf in was Bequemes und ich mach dir eine heiße Schokolade."
Ich versuchte autoritär zu klingen, da Mitleid das Letzte war, was sie jetzt brauchen konnte. Schnell bereitete ich die Schokolade in meiner winzigen Küche zu, und als ich zurückkam, hatte sie einen bequemen Jogginganzug an und sah mir kläglich entgegen.
" So, und jetzt erzählst du Tante Alice erstmal was los ist ", meinte ich mütterlich.
Bella seufzte und begann zu sprechen.
Edwards POV
Ich fuhr so schnell ich konnte nach Hause, nachdem ich Tanya versorgt hatte. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es schon nach eins war.
Oh Mann, Bella würde ausflippen! Das konnte ich nicht mit einem simplen Abendessen aus der Welt schaffen.
Leider war heute einer dieser Tage, an denen alles schief ging. Erst verschwand mein Handy spurlos, die Gerichtsverhandlung lief in eine völlig falsche Richtung und ich bekam immer mehr Zwiefel an seiner Unschuld.
Der neue Zeuge belastete meinen Mandanten schwer und die Blicke der Geschworenen wurden immer missbilligender. Malloy wurde heute erstmals in den Zeugenstand gerufen und verwickelte sich mehrfach in Widersprüche.
Das Ganze war eine absolute Katastrophe und ich würde all mein Geschick einsetzen müssen, um ihn da wieder rauszupauken.
Der Tag war laut und hektisch, da die Presse sich mit Wonne auf die neuesten Entwicklungen stürzte und als der Abend heranbrach, freute ich mich ehrlich auf den gemeinsamen Abend mit Bella.
Ich wußte, es war gerade nicht leicht für sie, trotzdem war ich verstimmt darüber, dass sie mir solche Vorwürfe machte.
Das Einzige, was ich mir vorzuwerfen hatte, war, dass ich tatsächlich wenig Zeit zu Hause verbrachte. Bellas Vermutung, ich hätte was mit Tanya war völlig absurd. Sie war eine Kollegin und eine enge Freundin. Da ich manche Dinge, aufgrund der Schweigepflicht, nicht mit Bella besprechen durfte, und Tanya als meine Co-Anwältin in alles eingeweiht war, konnte ich mich nunmal nur mit ihr darüber austauschen.
Tanya war mir sehr ähnlich. Sie liebte ihre Beruf ebenso leidenschaftlich wie ich, trotzdem hatte ich keine Affäre mit ihr. Sicher, Tanya war verflucht attraktiv und wenn Bella nicht wäre...
Aber es gab Bella und ich würde meine Ehe nicht für eine Liebelei aufs Spiel setzen. Egal, wie groß die Versuchung auch manchmal war.
Der Gedanke, an meine liebenswerte Frau, trieb mir sämtliche Flausen aus dem Kopf.
Auch nach neun Jahren Beziehung fand ich sie noch unglaublich sexy. Ihr seidiges, braunes Haar, die großen, dunklen Augen und dieser zierliche, wohlpropotionierte Körper. Die Vorstellung von Bellas süßen Brüsten ließ das Blut in südlichere Regionen strömen und ich trat das Gaspedal voll durch.
Es dauerte nicht lange, bis ich endlich am Ziiel war. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, lief ich über die Treppe nach oben, in unser gemeinsames Schlafzimmer, um kurz vor der Türe zu stoppen. Schließlich wollte ich sie nicht zu Tode erschrecken, indem ich wie ein Sondereinsatzkommando des FBI in unser Schlafzimmer stürmte. Vorsichtig öffnete ich die Tür und trat ein.
Das Bett war leer!
Ungläubig sah ich, dass ihr Kleiderschrank offen war und merkte natürlich sofort, dass einige Kleidungsstücke daraus fehlten.
Fassungslos schaltete ich das Licht an und sah sofort den Brief der an meiner Nachtischlampe lehnte.
Mein liebster Edward,
ich glaube, es wäre besser, wenn wir uns ein paar Tage nicht sehen, da ich mir über einige Dinge klar werden muss. Ich hätte dir meine Gedanken und Gefühle gerne persönlich mitgeteilt, aber du warst wie üblich nicht für mich da.
Vielleicht solltest du die Zeit selber nutzen und darüber nachdenken, ob ich noch die Frau bin, mit der du dein Leben teilen willst.
Im Moment glaube ich nicht daran.
Ich werde dich trotzdem immer lieben.
Deine Bella
Erschüttert ließ ich den Brief sinken.
Wie konnte ich es nur soweit kommen lassen?
Seit Monaten stimmte es nicht mehr zwischen uns beiden, doch ich hatte die Vorzeichen erfolgreich ignoriert, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie mich tatsächlich verlassen würde.
Ich war im Begriff, meine Fau für immer zu verlieren, doch das würde ich nicht zulassen.
Ich war ein Cullen und würde niemals aufgeben.
Ich würde mir meine Frau zurückholen!
Kapitel 6 - Reue
Bellas PoV
"Guten Morgen ", zwitscherte mir eine fröhliche Stimme ins Ohr, " die Sonne lacht, das Frühstück ist fertig und die Arbeit ruft."
Alice war morgens immer so ekelhaft gut gelaunt, während ich selbst, immer ein paar Minuten brauchte, bis ich ansprechbar war. Verschlafen setzte ich mich auf und schielte zum Wecker.
"Alice es ist noch mitten in der Nacht!"
Ich ließ mich stöhnend in die Kissen sinken. Es war erst halb sieben, was für mich hieß, dass die Nacht noch lange nicht vorbei war.
"Ach was, stell dich nicht so an. Ich hab ein tolles Frühstück für uns vorbereitet. Nach der ganzen Heulerei gestern Nacht, brauchst du was Anständiges im Magen. Der Nährwert der Schokolade, die du gestern vertilgt hast, war doch gleich Null. Also, husch, husch, raus aus den Federn."
Geschlagen erhob ich mich und tapste ins Bad.
Die Wohnung war wie Alice selbst. Winzig.
Ein Blick in den Spiegel ließ mich zurückschrecken, und ganz getreu dem Motto, "Ich kenn dich zwar nicht, aber ich wasch dich trotzdem", begann ich mich einigermaßen präsentabel zu machen. Eine viertel Stunde später, gesellte ich mich frisch geduscht und in bequemen Klamotten, zu Alice in die Küche. Ich betrachtete skeptisch den kleinen Eßtisch.
"Alice, wer soll das alles essen?"
Massen an Rührei mit Speck, Pfannkuchen mit Sirup und Croissants bedeckten die Oberfläche des Tisches. Ein Wunder, dass sie das Geschirr noch untergebracht hatte.
"Na du und ich, Baby", trällerte Alicce singend und fing an zu grinsen, als mein Magen lautstark knurrte.
Ich musste lachen.
"Okay du hast gewonnen. Ich glaube, ich habe meinen Hunger doch unterschätzt."
"Das wußte ich", äußerte Alice zufrieden und fing an unsere Teller vollzuladen.
Schweigend widmeten wir uns den Köstlichkeiten und hingen jeder für sich den Gedanken nach.
Mir ging es heute Morgen bedeutend besser, da Alice der beste Seelendoktor war, den man sich wünschen konnte. Sich auszusprechen, hatte richtig gutgetan und ich fühlte mich, wie von einer großen Last befreit.
"Alice, ich wollte dir nochmals danken. Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte."
Meine Freundin betrachtete mich ernst.
"Das ist doch selbstverständlich. Freunde sollten in Zeiten der Not da sein und du kannst immer mit meiner Unterstützung rechnen. Bleib hier, solange du willst! Wenn ich daran denke, wie oft du mich wegen Jasper getröstet hast,wenn er mal wieder mit einer neuen Blondine aufgekreuzt ist, dann ist es doch klar, dass ich auch dir zuhöre, wenn du Kummer hast."
Gerührt blickte ich sie an. Eine solche Freundin zu haben, erwärmte mir mein Herz und ich fühlte mich nicht mehr so einsam und allein.
Natürlich war ich todunglücklich, ohne Edward, doch ich bereute meinen Weggang nicht. Er konnte und durfte nicht so mit mir umspringen, da ich immer noch seine Frau war. Ich hatte an erster Stelle zu stehen! Nicht etwa seine Arbeit, oder seine supertolle Tanya.
Mit weniger würde ich mich nicht zufriedengeben. Das Leben war zu kurz, um ständig die zweite Geige zu spielen.
Kurz vor acht, waren wir dabei den Tisch abzuräumen, als ein lautes Hämmern uns unterbrach.
"Alice mach die Tür auf! Ich weiß das sie bei dir ist " ,hörte ich Edwards Stimme rufen.
Hatte er vergessen wie man eine Klingel benutzt?
"Soll ich ihn für dich verhauen ", fragte Alice mich ganz lieb.
Ich legte den Kopf schräg.
"Das würdest du für mich tun."
"Klar doch", rief sie heroisch.
Seufzend schüttelte ich den Kopf.
"Lass ihn rein, Alice. Irgendwann muss ich dieses Gespräch hinter mich bringen."
Verständnisvoll sah sie mich an und ging mit ihrer Handtasche bewaffnet zur Tür. Diese schwang auf und ich erblickte Edward.
Ich hätte fast gelacht, wenn ich nicht so traurig gewesen wäre, den
er sah grauenhaft aus. Das Haar stand in allen Richtungen ab, er war nicht rasiert und unter seinen Augen lagen tiefe Schatten. Eine gewisse Genugtung erfüllte mich bei diesem Anblick. Sollte er ruhig auch ein bißchen leiden!
Meine kleine Freundin unterbrach die Stille.
"Ich werde jetzt gehen, aber ich sag dir eins, Edward Cullen. Wenn du ihr wieder weh tust, komme ich höchstpersönlich und trete dir in den Hintern. Verstanden?"
Nach dieser ernstgemeinten Ansage schwebte sie dramatisch aus der Wohnung, aber nicht ohne ihm noch einen bitterbösen Blick zu schenken.
Er trat endgültig über die Schwelle und schloss vorsichtig die Tür, um dann nach ein paar Schritten, groß und breit vor mir zu stehen. Er sah mich nur eindringlich an und sagte keinen Ton. Langsam wurde ich unruhig.
Sein Blick war voller Schmerz und als er seine Hand hob, um sie mir auf die glühende Wange zu legen, wehrte ich mich nicht.
"Bella, es tut mir alles so leid. Mir war nicht klar, dass ich dich mit meinem Verhalten so verletzt habe."
"Ein bißchen spät für Reue, findest du nicht?", erwiderte ich kalt und entzog mich seiner Berührung.
"Geh doch zu deiner Tanya und lass dich von ihr trösten. Gestern war sie dir ja auch wichtiger. Und erzähl mir nicht, da wäre niemand gewesen der sie hätte abholen können. Wenn dir der Abend mit mir wirklich wichtig gewesen wäre, hättest du einen Weg gefunden, um sie nicht selbst versorgen zu müssen. Gerade, weil du weißt, wie empfindlich ich auf sie reagiere."
"Ich weiß, dass du sauer bist, aber gib mir eine Chance, dir zu beweisen, wie wichtig du mir bist", rief er verzweifelt.
"Ich weiß nicht", sagte ich ," du hast mir wirklich weh getan und kannst nicht einfach kommen, und meinen, mit einer Entschuldigung wäre alles aus der Welt geschafft. Es geht hier um grundsätzliche Dinge, die in unserer Ehe schieflaufen. Für dich bin ich doch selbstverständlich geworden und genauso hast du mich auch behandelt."
Schuldbewußt sah er mich an.
"Du hast recht. Ich habe mich benommen wie ein Vollidiot.Doch wenn du mir eine Chance gibst, werde ich dir beweisen, was du mir bedeutest. Ich will mich ehrlich ändern, Bella."
"Ich weiß nicht recht", erwiderte ich.
"Bitte, Bella", bettelte er.
"Und wie stellst du dir das vor?"
Nervös fuhr er sich durchs Haar. Er wirkte auf einmal unsicher.
" Also...also ich ...ich möchte. Also ich möchte dich um...um ein Date bitten", stieß er dann hervor.
"Ein Date! Du bittest mich um ein Date?"
Plötzlich lächelte er strahlend, und dieses Lächeln traf mich mit der Wucht einer Abrißbirne. Ich konnte ihm einfach nicht widerstehen, wenn er den Verführer rauskehrte. Das wußte er aber auch!
Trotzdem konnte ich mich seinem Charme nicht entziehen.
"Na gut. Ein Date. Aber wenn du es wieder versaust, siehst du mich nie wieder", drohte ich ihm.
Er lächelte siegessicher und trotzdem zärtlich.
"Glaub mir du wirst es nicht bereuen."
Alice PoV
Langsam schlenderte ich die ruhige Seitenstraße entlang und war in Gedanken bei Bella. Hoffentlich konnten die beiden sich aussprechen!
Im Grunde waren die zwei ein wundervolles Paar. Edward war nur ein wenig vom Weg abgekommen.
Melancholisch dachte ich an mein eigenes nicht vorhandenes Liebesleben. Seit ich Jasper kannte, waren andere Männer bedeutungslos geworden. Ich wußte, aus uns beiden würde nie etwas werden, dazu war ich nicht glamourös genug, trotzdem machte ein einziges Lächeln von ihm mich glücklicher, als jede Beziehung vorher. Aber langsam fing es an wehzutun. Gab es etwas schlimmeres als unerwiderte Liebe?
Ein schnurrendes und brummendes Geräusch neben mir störte meine Gedankengänge. Gleichgültig sah ich zur Seite, nur um entsetzt zu quieken.
Jasper Whitlock fuhr langsam in seinem Porsche Cabrio neben mir her.
"Guten Morgen, Alice! So früh schon unterwegs?", fragte er mich grinsend und schob sich die Sonnenbrille nach oben.
Oh mein Gott sah er sexy aus. Das war so unfair.
"Guten Morgen! Naja, ich bin auf dem Weg zur Arbeit."
Klasse Alice, endlich ein Satz ohne zu stottern.
"Soll ich sie mitnehmen?", fragte er mich verführerisch.
Verführerisch! Was war denn in den gefahren? Sonst hatte er mich auch nicht näher beachtet. Waren ihm seine Blondinen zu langweilig geworden und er suchte Abwechslung. Dazu war ich mir dann doch zu Schade.
"Das ist sehr nett von Ihnen, aber ich glaube ich werde laufen", sagte ich freundlich aber bestimmt.
Für einen Moment entgleisten ihm die Gesichtzüge. Damit hatte er wohl nicht gerechnet.
"Nun, wie sie wollen", antwortete er gezwungen.
Er war sauer.
Jasper gab Gas und brauste mit einem Höllenlärm davon.
Traurig blickte ich ihm nach. Wie gern wäre ich mitgefahren, doch ich mußte vernünftig sein und mein kleines Herz beschützen, bevor es endgültig zerbrach.
"Guten Morgen ", zwitscherte mir eine fröhliche Stimme ins Ohr, " die Sonne lacht, das Frühstück ist fertig und die Arbeit ruft."
Alice war morgens immer so ekelhaft gut gelaunt, während ich selbst, immer ein paar Minuten brauchte, bis ich ansprechbar war. Verschlafen setzte ich mich auf und schielte zum Wecker.
"Alice es ist noch mitten in der Nacht!"
Ich ließ mich stöhnend in die Kissen sinken. Es war erst halb sieben, was für mich hieß, dass die Nacht noch lange nicht vorbei war.
"Ach was, stell dich nicht so an. Ich hab ein tolles Frühstück für uns vorbereitet. Nach der ganzen Heulerei gestern Nacht, brauchst du was Anständiges im Magen. Der Nährwert der Schokolade, die du gestern vertilgt hast, war doch gleich Null. Also, husch, husch, raus aus den Federn."
Geschlagen erhob ich mich und tapste ins Bad.
Die Wohnung war wie Alice selbst. Winzig.
Ein Blick in den Spiegel ließ mich zurückschrecken, und ganz getreu dem Motto, "Ich kenn dich zwar nicht, aber ich wasch dich trotzdem", begann ich mich einigermaßen präsentabel zu machen. Eine viertel Stunde später, gesellte ich mich frisch geduscht und in bequemen Klamotten, zu Alice in die Küche. Ich betrachtete skeptisch den kleinen Eßtisch.
"Alice, wer soll das alles essen?"
Massen an Rührei mit Speck, Pfannkuchen mit Sirup und Croissants bedeckten die Oberfläche des Tisches. Ein Wunder, dass sie das Geschirr noch untergebracht hatte.
"Na du und ich, Baby", trällerte Alicce singend und fing an zu grinsen, als mein Magen lautstark knurrte.
Ich musste lachen.
"Okay du hast gewonnen. Ich glaube, ich habe meinen Hunger doch unterschätzt."
"Das wußte ich", äußerte Alice zufrieden und fing an unsere Teller vollzuladen.
Schweigend widmeten wir uns den Köstlichkeiten und hingen jeder für sich den Gedanken nach.
Mir ging es heute Morgen bedeutend besser, da Alice der beste Seelendoktor war, den man sich wünschen konnte. Sich auszusprechen, hatte richtig gutgetan und ich fühlte mich, wie von einer großen Last befreit.
"Alice, ich wollte dir nochmals danken. Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte."
Meine Freundin betrachtete mich ernst.
"Das ist doch selbstverständlich. Freunde sollten in Zeiten der Not da sein und du kannst immer mit meiner Unterstützung rechnen. Bleib hier, solange du willst! Wenn ich daran denke, wie oft du mich wegen Jasper getröstet hast,wenn er mal wieder mit einer neuen Blondine aufgekreuzt ist, dann ist es doch klar, dass ich auch dir zuhöre, wenn du Kummer hast."
Gerührt blickte ich sie an. Eine solche Freundin zu haben, erwärmte mir mein Herz und ich fühlte mich nicht mehr so einsam und allein.
Natürlich war ich todunglücklich, ohne Edward, doch ich bereute meinen Weggang nicht. Er konnte und durfte nicht so mit mir umspringen, da ich immer noch seine Frau war. Ich hatte an erster Stelle zu stehen! Nicht etwa seine Arbeit, oder seine supertolle Tanya.
Mit weniger würde ich mich nicht zufriedengeben. Das Leben war zu kurz, um ständig die zweite Geige zu spielen.
Kurz vor acht, waren wir dabei den Tisch abzuräumen, als ein lautes Hämmern uns unterbrach.
"Alice mach die Tür auf! Ich weiß das sie bei dir ist " ,hörte ich Edwards Stimme rufen.
Hatte er vergessen wie man eine Klingel benutzt?
"Soll ich ihn für dich verhauen ", fragte Alice mich ganz lieb.
Ich legte den Kopf schräg.
"Das würdest du für mich tun."
"Klar doch", rief sie heroisch.
Seufzend schüttelte ich den Kopf.
"Lass ihn rein, Alice. Irgendwann muss ich dieses Gespräch hinter mich bringen."
Verständnisvoll sah sie mich an und ging mit ihrer Handtasche bewaffnet zur Tür. Diese schwang auf und ich erblickte Edward.
Ich hätte fast gelacht, wenn ich nicht so traurig gewesen wäre, den
er sah grauenhaft aus. Das Haar stand in allen Richtungen ab, er war nicht rasiert und unter seinen Augen lagen tiefe Schatten. Eine gewisse Genugtung erfüllte mich bei diesem Anblick. Sollte er ruhig auch ein bißchen leiden!
Meine kleine Freundin unterbrach die Stille.
"Ich werde jetzt gehen, aber ich sag dir eins, Edward Cullen. Wenn du ihr wieder weh tust, komme ich höchstpersönlich und trete dir in den Hintern. Verstanden?"
Nach dieser ernstgemeinten Ansage schwebte sie dramatisch aus der Wohnung, aber nicht ohne ihm noch einen bitterbösen Blick zu schenken.
Er trat endgültig über die Schwelle und schloss vorsichtig die Tür, um dann nach ein paar Schritten, groß und breit vor mir zu stehen. Er sah mich nur eindringlich an und sagte keinen Ton. Langsam wurde ich unruhig.
Sein Blick war voller Schmerz und als er seine Hand hob, um sie mir auf die glühende Wange zu legen, wehrte ich mich nicht.
"Bella, es tut mir alles so leid. Mir war nicht klar, dass ich dich mit meinem Verhalten so verletzt habe."
"Ein bißchen spät für Reue, findest du nicht?", erwiderte ich kalt und entzog mich seiner Berührung.
"Geh doch zu deiner Tanya und lass dich von ihr trösten. Gestern war sie dir ja auch wichtiger. Und erzähl mir nicht, da wäre niemand gewesen der sie hätte abholen können. Wenn dir der Abend mit mir wirklich wichtig gewesen wäre, hättest du einen Weg gefunden, um sie nicht selbst versorgen zu müssen. Gerade, weil du weißt, wie empfindlich ich auf sie reagiere."
"Ich weiß, dass du sauer bist, aber gib mir eine Chance, dir zu beweisen, wie wichtig du mir bist", rief er verzweifelt.
"Ich weiß nicht", sagte ich ," du hast mir wirklich weh getan und kannst nicht einfach kommen, und meinen, mit einer Entschuldigung wäre alles aus der Welt geschafft. Es geht hier um grundsätzliche Dinge, die in unserer Ehe schieflaufen. Für dich bin ich doch selbstverständlich geworden und genauso hast du mich auch behandelt."
Schuldbewußt sah er mich an.
"Du hast recht. Ich habe mich benommen wie ein Vollidiot.Doch wenn du mir eine Chance gibst, werde ich dir beweisen, was du mir bedeutest. Ich will mich ehrlich ändern, Bella."
"Ich weiß nicht recht", erwiderte ich.
"Bitte, Bella", bettelte er.
"Und wie stellst du dir das vor?"
Nervös fuhr er sich durchs Haar. Er wirkte auf einmal unsicher.
" Also...also ich ...ich möchte. Also ich möchte dich um...um ein Date bitten", stieß er dann hervor.
"Ein Date! Du bittest mich um ein Date?"
Plötzlich lächelte er strahlend, und dieses Lächeln traf mich mit der Wucht einer Abrißbirne. Ich konnte ihm einfach nicht widerstehen, wenn er den Verführer rauskehrte. Das wußte er aber auch!
Trotzdem konnte ich mich seinem Charme nicht entziehen.
"Na gut. Ein Date. Aber wenn du es wieder versaust, siehst du mich nie wieder", drohte ich ihm.
Er lächelte siegessicher und trotzdem zärtlich.
"Glaub mir du wirst es nicht bereuen."
Alice PoV
Langsam schlenderte ich die ruhige Seitenstraße entlang und war in Gedanken bei Bella. Hoffentlich konnten die beiden sich aussprechen!
Im Grunde waren die zwei ein wundervolles Paar. Edward war nur ein wenig vom Weg abgekommen.
Melancholisch dachte ich an mein eigenes nicht vorhandenes Liebesleben. Seit ich Jasper kannte, waren andere Männer bedeutungslos geworden. Ich wußte, aus uns beiden würde nie etwas werden, dazu war ich nicht glamourös genug, trotzdem machte ein einziges Lächeln von ihm mich glücklicher, als jede Beziehung vorher. Aber langsam fing es an wehzutun. Gab es etwas schlimmeres als unerwiderte Liebe?
Ein schnurrendes und brummendes Geräusch neben mir störte meine Gedankengänge. Gleichgültig sah ich zur Seite, nur um entsetzt zu quieken.
Jasper Whitlock fuhr langsam in seinem Porsche Cabrio neben mir her.
"Guten Morgen, Alice! So früh schon unterwegs?", fragte er mich grinsend und schob sich die Sonnenbrille nach oben.
Oh mein Gott sah er sexy aus. Das war so unfair.
"Guten Morgen! Naja, ich bin auf dem Weg zur Arbeit."
Klasse Alice, endlich ein Satz ohne zu stottern.
"Soll ich sie mitnehmen?", fragte er mich verführerisch.
Verführerisch! Was war denn in den gefahren? Sonst hatte er mich auch nicht näher beachtet. Waren ihm seine Blondinen zu langweilig geworden und er suchte Abwechslung. Dazu war ich mir dann doch zu Schade.
"Das ist sehr nett von Ihnen, aber ich glaube ich werde laufen", sagte ich freundlich aber bestimmt.
Für einen Moment entgleisten ihm die Gesichtzüge. Damit hatte er wohl nicht gerechnet.
"Nun, wie sie wollen", antwortete er gezwungen.
Er war sauer.
Jasper gab Gas und brauste mit einem Höllenlärm davon.
Traurig blickte ich ihm nach. Wie gern wäre ich mitgefahren, doch ich mußte vernünftig sein und mein kleines Herz beschützen, bevor es endgültig zerbrach.
Kapitel 7 - Flugzeuge im Bauch
http://www.youtube.com/watch?v=vxsP_MiVUUo&feature=related
BITTE SCHLIEß DEINE AUGEN
ÖFFNE NICHT DEINEN MUND ZUM REDEN
VERZIEH IHN NICHT ZU EINEM LÄCHELN
DENN ICH WILL DIR NICHT SCHON WIEDER VERFALLEN
Bella PoV
Edward hatte vor ein paar Minuten die Wohnung verlassen. Ich dachte über seine Worte nach.
Sollte ich ihm wirklich glauben?
Er wollte einen Neubeginn, und es erschien mir, als würde er es wirklich ernst meinen. Sollte ich ihm noch eine Chance geben?
Natürlich würde ich das tun!
Auch wenn er sich in den letzten Jahren sehr veränderte, war er immer noch der Mann den ich über alles liebte. Wir waren noch halbe Kinder, als wir ein Paar wurden und in der Zwischenzeit wurden wir erwachsen und entwickelten uns weiter. Bis eben, hatte ich noch die Befürchtung, dass wir zwei in ganz unterschiedliche Richtungen steuerten, doch ich war bereit an unserer Ehe festzuhalten und an ihr zu arbeiten.
Ein Date!
Er wollte mich ganz neu kennenlernen. Ich fand seinen Vorschlag gut, da wir in gewisser Weise nicht mehr viel voneinander wussten. Die letzten Monate lebten wir nur nebeneinander her, jeder für sich und entfremdeten uns dadurch immer mehr.
Ich sah auf die Uhr.
"Verdammt," entfuhr es mir.
Ich würde zu spät kommen. Eilig machte ich mich auf den Weg zur Arbeit und betrat völlig aus der Puste unser kleines Büro, wo iAlice mich schon ungeduldig erwartete.
Sie sah mich abwartend an und zog eine Augenbraue hoch.
Ich fing an zu grinsen und schon war sie nicht mehr zu halten.
" Oh mein Gott! Ihr habt euch versöhnt. Was ist passiert? Habt ihr euch geküßt. Ich will alles haarklein wissen."
Sie war ganz aufgeregt.
"Miss Brandon", ertönte Jaspers Stimme, " glauben Sie nicht, dass sie sich lieber um ihre Arbeit kümmern sollten, als sich über Mrs.Cullens Liebesleben auszulassen. Ich bezahle sie nicht fürs tratschen."
Seine Stimme klang kalt wie Eis.
Ich merkte, dass es in Alice brodelte. Oh, oh! Wenn sie so drauf war stand sie kurz vor einer Explosion, und sagte Dinge, die sie besser für sich behielt.
"Sie sind ja nur sauer, weil ich heute Morgen nicht mit ihnen mitgefahren bin", rief sie aufgebracht.
Hatte ich was verpasst?
"Ich und Bella leisten hier gute Arbeit. Wenn wir uns kurz privat unterhalten, ist das kein Weltuntergang. Schmeißen sie mich doch raus, wenn sie mich so wenig leiden können."
Okay, das war nicht gut.
Alice redete sich gerade um Kopf und Kragen und ihre Gesichtsfarbe nahm vor Wut die Tönung einer Ketchupflasche an.
"Miss Brandon", donnerte Jasper," in mein Büro. Sofort!"
Er drehte sich auf dem Absatz um und stampfte aus dem Büro.
Das schien Alice wieder zur Vernunft zu bringen.
"Schätzchen da hast du dir aber was eingebrockt", meinte ich trocken.
"Oh Gott," erwiderte sie und schloß die Augen, "jetzt wird er mich garantiert feuern."
"So schlimm wird es schon nicht werden. Laß ihn aber lieber nicht warten! Und wenn du wieder zurück bist, dann will ich genau wissen, was passiert ist."
Den letzten Satz betonte ich besonders, während Alice kläglich nickend den Raum verließ.
Sie tat mir jetzt schon leid, da mit einem wütenden Jasper nicht zu Spaßen war. Er war zwar ein Gentleman durch und durch, aber er duldete keinerlei Respektlosigkeit.
Alice PoV
Was war nur in mich gefahren?
Ich war ja so dämlich. Er würde mich achtkantig rauswerfen.
Ängstlich setzte ich einen Schritt vor den anderen, ganz langsam, doch sein Büro kam unaufhaltsam näher. Schließlich stand ich bebend vor Furcht an seiner Tür und klopfte zaghaft.
"Herein."
Ich drückte die Türklinke herunter und betrat den Raum. Er stand mit dem Rücken zu mir vor seinem Fenster, sein blondes Haar leuchtete golden im Sonnenlicht und er wirkte angespannt.
Was sollte ich nur tun? Mich entschuldigen?
Ich hätte das alles nicht sagen dürfen. Als Vorgesetzter behielt er sich jedes Recht vor, mich wegen einem Privatgespräch während der Arbeitszeit zu rügen.
"Mr Whitlock, mein Verhalten von vorhin tut mir sehr leid.Ich hätte das nicht sagen dürfen. Es war unverzeihlich und ich rede oft ohne nachzudenken."
Er drehte sich zu mir und schritt um den Schreibtisch herum direkt auf mich zu. Als er immer näher kam ,wich ich Stück für Stück zurück, bis ich die kalte Wand an meinem Rücken spürte.
Eindringlich sah er mir in die Augen und sagte immer noch kein Wort. Meine Atmung beschleunigte sich akut und mein Herz raste. Er würde doch nicht.....
Weiter kam ich nicht, da seine Lippen ungestüm Besitz von mir ergriffen. Er teilte meinen Mund mit seiner Zunge und erforschte leidenschaftlich meine Mundhöhle. Hitze ergriff meinen Körper und vor Wonne sackten mir die Knie weg.
Ich war überwältigt von der Tatsache, dass mein Traumann mich gerade wild küsste. Es übertraf all meine Erwartungen, kein Traum könnte schöner sein als dieser Augenblick.
Seine Zunge spielte mit meiner und heftig drängten wir unsere Körper zusammen. Er war definitiv erregt und vor unbändigem Entzücken stöhnte ich auf.
Wie lange hatte ich darauf gewartet? Wochen, Monate!
Abrupt ließ er mich los und atmete schwer. Sein Blick hatte sich verdunkelt.
"Soviel dazu, dass ich dich nicht leiden könnte", sagte er rau, "du solltest jetzt wieder an die Arbeit gehen."
Ich schluckte und verließ völlig verwirrt das Büro.
Bella PoV
Nach einigen Minuten kam Alice zurück.
Sie wirkte völlig durcheinnander und obwohl meine Neugier groß war, ließ ich sie in Ruhe. Wir konnten später noch reden.
Als es dann Zeit für die Mittagspause wurde, zog ich Alice nach draußen und wir setzten uns auf eine Bank. Der Verlag grenzte an eine hübsche Parkanlage und wir verbrachten unsere Pausen oft an der frischen Luft. Bevor ich auch nur einen Ton sagen konnte fing sie schon an zu sprechen.
"Er hat mich geküßt!"
"Ist nicht wahr", rief ich begeistert.
"Doch er hat mich geküßt und dann sagte er, ich soll wieder an die Arbeit gehen."
"Sonst hat er nichts erwähnt? Will er dich privat sehen?"
Alice schüttelte bekümmert den Kopf.
"Nein nichts dergleichen. Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich verhalten soll."
"Lass ihn den ersten Schritt machen. Ich bin ja schon für Emanzipation, aber in diesem Fall solltest du abwarten, wie er sich verhält. Oh Mann, ich wußte er steht auf dich."
"Ach was", wehrte Alice ab, trotzdem schlich sich ein glückliches Grinsen auf ihr Gesicht.
"Jetzt aber genug von mir. Was ist mit dir und Edward?"
Ich lehnte mich zurück.
"Er hat sich natürlich entschuldigt."
"Das wars", rief Alice ungläubig
.
Ich lächelte.
"Nein natürlich nicht. Er möchte mich daten und die Chance kriegen, mich ganz neu kennenzulernen. Er erschien ehrlich bemüht und reuevoll. Also gab ich meinem Herzen einen Stoß und habe zugesagt."
"Was macht ihr denn?"
"Keine Ahnung. Er will mich überraschen! Um halb acht holt er mich bei dir ab. Er erwähnte mit keinem Wort was er vorhat.Wehe, er schleppt mich in so ein grauenhaftes Fünf Sterne Restaurant."
"Das denke ich nicht, er kennt dich genau und wird wissen, dass dich sowas nicht beeindruckt. Aber ich gebe dir einen gutgemeinten Rat. Lass dich nicht von süßen Worten einlullen und verzeih ihm nicht zu schnell. Er muss sich diesmal richtig anstrengen, sonst wird er dich nie ernst nehmen."
"Keine Sorge, ich habe nicht vor ihm wieder mit Haut und Haar zu verfallen. Und du versuch ein bisschen locker an das Thema Jasper ranzugehen. Der Kerl mag dich!"
Alice hakte sich bei mir unter und wir gingen befreit zurück an unseren Arbeitsplatz.
Es war inzwischen Abend geworden. Alice war bei ihrem Aerobic Kurs, um mir ein bißchen Privatsphäre zu gönnen und ich machte mich fertig für meine Verabredung mit Edward.
Ich schlüpfte in eine enge dunkelblaue Jeans und zog ein rotes Neckholderoberteil an, das den Rücken freiließ. Geschminkt war ich nur ganz dezent, er mochte es nicht, wenn ich zugekleistert war. Aber sowas paßte sowieso nicht zu mir. Ein Spritzer von meinem Lieblingsparfum und schon war ich fertig.
Jetzt mußte ich nur noch warten bis er kam.
Kurz dachte ich an unser allererstes Date. Wir waren damals ins Kino gegangen und er ertrug tapfer "American Beauty" für mich. Ich schmunzelte.
Viel bekamen wir vom Film nicht mit, da wir die meiste Zeit rumgeknutschten.
Es klingelte.
Meine Hände wurden ganz feucht vor Aufregung, als ich zur Tür ging.
Reiß dich zusammen Bella, sagte ich mir, es ist dein eigener Ehemann. Kein Grund auszuflippen!
Wie sehr ich mich da täuschte!
Er lehnte am Türrahmen und lächelte mich schief an. Bei seinem Anblick fing ich fast an zu sabbern, was sein Lächeln breiter werden ließ. Seiner Anziehungkraft konnte ich noch nie widerstehen.
Er trug eine schwarze Stoffhose und dazu einen engen schwarzen Rollkragenpullover. Darüber eine weiche Lederjacke. Er sah unglaublich aus.
"Hallo", hauchte er verführerisch," ich würde gern ein Versprechen einlösen."
Völlig benebelt sah ich ihn.
"Ich muß nur meine Jacke holen", brachte ich schließlich heraus.
Wir verließen das Gebäude und schlenderten zu seinem Auto.
Moment mal, wo war sein Aston Martin? Ich konnte ihn nirgends entdecken.
"Hast du deinen Wagen geschrottet", fragte ich ihn belustigt
.
Er lächelte nur hintergründig.
Plötzlich standen wir vor einem silbernen Volvo.
So einen hatte er gefahren als wir uns kennengelernt hatten.
"Wo hast du denn den her?"
"Hab ihn für heut Abend gemietet."
"Wird das eine Reise in die Vergangenheit?"
"Könnte man so sagen!", grinste er.
Lachend stieg ich ins Auto . Wir waren ungefähr eine viertel Stunde unterwegs, als er auf den Parkplatz des Kinos abbog.
"Oh ich verstehe. Du willst Erinnerungen an unser erstes Date wecken?"
Ich war begeistert. Er dachte sich wirklich etwas, bei diesem Abend. Nur war es bei einem Kinofilm nicht möglich, über uns zu reden. Großmütig beschloss ich, darüber hinwegzusehen. Reden konnte wir später auch noch.
"Du bist ein kluges Mädchen Bella."
Er stieg aus und öffnete mir die Beifahrertür.
Ich legte meine Hand in seine uns stieg ebenfalls aus.Seine Hand lag leicht an meinem Rücken und er führte mich sicher zum Haupteingang.
Drinnen begaben wir uns gleich zur Kasse.
"Die Reservierung für Cullen."
Die Kassiererin schaute auf ihren Bildschirm und fing an zu lächeln. Mit einem neidischen Seufzen drückte sie Edward die Karten in die Hand.
"Kino 10," sagte sie und blickte noch mal zwischen uns beiden hin und her.
Was war denn hier los?
Edward lächelte nur gleichmütig und umschloss abermals warm und fest meine Hand.
Wir betraten den Kinosaal und setzten uns auf unsere Plätze. Merkwürdig! Der Film musste schon bald beginnen und wir waren noch die einzigen Besucher. Als der Werbeblock losging, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.
"Edward in was für einen grauenhaften Film schleppst du mich?.Kein Mensch ist hier.Was soll das alles?"
"Es werden auch keine anderen Leute kommen, weil ich den ganzen Saal gemietet habe," sagte er und beobachtete genau meine Reaktion.
Genau in diesem Moment erklang die Anfangsmelodie von American Beauty. Überwältigt vor Staunen sah ich ihn an und er wirkte einen Moment unsicher.
"Gefällt es dir nicht", fragte er und schenkte mir sein schiefes Lächeln.
"Oh Edward", lachte ich zittig, " dass du das noch weißt. Ich nin sprachlos."
"Wie wärs mit : Ich verzeihe dir das du so ein Idiot warst."
Ich konnte ihm nicht mehr antworten, zu groß war meine Sehnsucht endlich seine Lippen wieder zu spüren. Zärtlich küßte ich seinen wundervollen Mund und flüsterte.
"Ich verzeihe Dir."
BITTE SCHLIEß DEINE AUGEN
ÖFFNE NICHT DEINEN MUND ZUM REDEN
VERZIEH IHN NICHT ZU EINEM LÄCHELN
DENN ICH WILL DIR NICHT SCHON WIEDER VERFALLEN
Bella PoV
Edward hatte vor ein paar Minuten die Wohnung verlassen. Ich dachte über seine Worte nach.
Sollte ich ihm wirklich glauben?
Er wollte einen Neubeginn, und es erschien mir, als würde er es wirklich ernst meinen. Sollte ich ihm noch eine Chance geben?
Natürlich würde ich das tun!
Auch wenn er sich in den letzten Jahren sehr veränderte, war er immer noch der Mann den ich über alles liebte. Wir waren noch halbe Kinder, als wir ein Paar wurden und in der Zwischenzeit wurden wir erwachsen und entwickelten uns weiter. Bis eben, hatte ich noch die Befürchtung, dass wir zwei in ganz unterschiedliche Richtungen steuerten, doch ich war bereit an unserer Ehe festzuhalten und an ihr zu arbeiten.
Ein Date!
Er wollte mich ganz neu kennenlernen. Ich fand seinen Vorschlag gut, da wir in gewisser Weise nicht mehr viel voneinander wussten. Die letzten Monate lebten wir nur nebeneinander her, jeder für sich und entfremdeten uns dadurch immer mehr.
Ich sah auf die Uhr.
"Verdammt," entfuhr es mir.
Ich würde zu spät kommen. Eilig machte ich mich auf den Weg zur Arbeit und betrat völlig aus der Puste unser kleines Büro, wo iAlice mich schon ungeduldig erwartete.
Sie sah mich abwartend an und zog eine Augenbraue hoch.
Ich fing an zu grinsen und schon war sie nicht mehr zu halten.
" Oh mein Gott! Ihr habt euch versöhnt. Was ist passiert? Habt ihr euch geküßt. Ich will alles haarklein wissen."
Sie war ganz aufgeregt.
"Miss Brandon", ertönte Jaspers Stimme, " glauben Sie nicht, dass sie sich lieber um ihre Arbeit kümmern sollten, als sich über Mrs.Cullens Liebesleben auszulassen. Ich bezahle sie nicht fürs tratschen."
Seine Stimme klang kalt wie Eis.
Ich merkte, dass es in Alice brodelte. Oh, oh! Wenn sie so drauf war stand sie kurz vor einer Explosion, und sagte Dinge, die sie besser für sich behielt.
"Sie sind ja nur sauer, weil ich heute Morgen nicht mit ihnen mitgefahren bin", rief sie aufgebracht.
Hatte ich was verpasst?
"Ich und Bella leisten hier gute Arbeit. Wenn wir uns kurz privat unterhalten, ist das kein Weltuntergang. Schmeißen sie mich doch raus, wenn sie mich so wenig leiden können."
Okay, das war nicht gut.
Alice redete sich gerade um Kopf und Kragen und ihre Gesichtsfarbe nahm vor Wut die Tönung einer Ketchupflasche an.
"Miss Brandon", donnerte Jasper," in mein Büro. Sofort!"
Er drehte sich auf dem Absatz um und stampfte aus dem Büro.
Das schien Alice wieder zur Vernunft zu bringen.
"Schätzchen da hast du dir aber was eingebrockt", meinte ich trocken.
"Oh Gott," erwiderte sie und schloß die Augen, "jetzt wird er mich garantiert feuern."
"So schlimm wird es schon nicht werden. Laß ihn aber lieber nicht warten! Und wenn du wieder zurück bist, dann will ich genau wissen, was passiert ist."
Den letzten Satz betonte ich besonders, während Alice kläglich nickend den Raum verließ.
Sie tat mir jetzt schon leid, da mit einem wütenden Jasper nicht zu Spaßen war. Er war zwar ein Gentleman durch und durch, aber er duldete keinerlei Respektlosigkeit.
Alice PoV
Was war nur in mich gefahren?
Ich war ja so dämlich. Er würde mich achtkantig rauswerfen.
Ängstlich setzte ich einen Schritt vor den anderen, ganz langsam, doch sein Büro kam unaufhaltsam näher. Schließlich stand ich bebend vor Furcht an seiner Tür und klopfte zaghaft.
"Herein."
Ich drückte die Türklinke herunter und betrat den Raum. Er stand mit dem Rücken zu mir vor seinem Fenster, sein blondes Haar leuchtete golden im Sonnenlicht und er wirkte angespannt.
Was sollte ich nur tun? Mich entschuldigen?
Ich hätte das alles nicht sagen dürfen. Als Vorgesetzter behielt er sich jedes Recht vor, mich wegen einem Privatgespräch während der Arbeitszeit zu rügen.
"Mr Whitlock, mein Verhalten von vorhin tut mir sehr leid.Ich hätte das nicht sagen dürfen. Es war unverzeihlich und ich rede oft ohne nachzudenken."
Er drehte sich zu mir und schritt um den Schreibtisch herum direkt auf mich zu. Als er immer näher kam ,wich ich Stück für Stück zurück, bis ich die kalte Wand an meinem Rücken spürte.
Eindringlich sah er mir in die Augen und sagte immer noch kein Wort. Meine Atmung beschleunigte sich akut und mein Herz raste. Er würde doch nicht.....
Weiter kam ich nicht, da seine Lippen ungestüm Besitz von mir ergriffen. Er teilte meinen Mund mit seiner Zunge und erforschte leidenschaftlich meine Mundhöhle. Hitze ergriff meinen Körper und vor Wonne sackten mir die Knie weg.
Ich war überwältigt von der Tatsache, dass mein Traumann mich gerade wild küsste. Es übertraf all meine Erwartungen, kein Traum könnte schöner sein als dieser Augenblick.
Seine Zunge spielte mit meiner und heftig drängten wir unsere Körper zusammen. Er war definitiv erregt und vor unbändigem Entzücken stöhnte ich auf.
Wie lange hatte ich darauf gewartet? Wochen, Monate!
Abrupt ließ er mich los und atmete schwer. Sein Blick hatte sich verdunkelt.
"Soviel dazu, dass ich dich nicht leiden könnte", sagte er rau, "du solltest jetzt wieder an die Arbeit gehen."
Ich schluckte und verließ völlig verwirrt das Büro.
Bella PoV
Nach einigen Minuten kam Alice zurück.
Sie wirkte völlig durcheinnander und obwohl meine Neugier groß war, ließ ich sie in Ruhe. Wir konnten später noch reden.
Als es dann Zeit für die Mittagspause wurde, zog ich Alice nach draußen und wir setzten uns auf eine Bank. Der Verlag grenzte an eine hübsche Parkanlage und wir verbrachten unsere Pausen oft an der frischen Luft. Bevor ich auch nur einen Ton sagen konnte fing sie schon an zu sprechen.
"Er hat mich geküßt!"
"Ist nicht wahr", rief ich begeistert.
"Doch er hat mich geküßt und dann sagte er, ich soll wieder an die Arbeit gehen."
"Sonst hat er nichts erwähnt? Will er dich privat sehen?"
Alice schüttelte bekümmert den Kopf.
"Nein nichts dergleichen. Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich verhalten soll."
"Lass ihn den ersten Schritt machen. Ich bin ja schon für Emanzipation, aber in diesem Fall solltest du abwarten, wie er sich verhält. Oh Mann, ich wußte er steht auf dich."
"Ach was", wehrte Alice ab, trotzdem schlich sich ein glückliches Grinsen auf ihr Gesicht.
"Jetzt aber genug von mir. Was ist mit dir und Edward?"
Ich lehnte mich zurück.
"Er hat sich natürlich entschuldigt."
"Das wars", rief Alice ungläubig
.
Ich lächelte.
"Nein natürlich nicht. Er möchte mich daten und die Chance kriegen, mich ganz neu kennenzulernen. Er erschien ehrlich bemüht und reuevoll. Also gab ich meinem Herzen einen Stoß und habe zugesagt."
"Was macht ihr denn?"
"Keine Ahnung. Er will mich überraschen! Um halb acht holt er mich bei dir ab. Er erwähnte mit keinem Wort was er vorhat.Wehe, er schleppt mich in so ein grauenhaftes Fünf Sterne Restaurant."
"Das denke ich nicht, er kennt dich genau und wird wissen, dass dich sowas nicht beeindruckt. Aber ich gebe dir einen gutgemeinten Rat. Lass dich nicht von süßen Worten einlullen und verzeih ihm nicht zu schnell. Er muss sich diesmal richtig anstrengen, sonst wird er dich nie ernst nehmen."
"Keine Sorge, ich habe nicht vor ihm wieder mit Haut und Haar zu verfallen. Und du versuch ein bisschen locker an das Thema Jasper ranzugehen. Der Kerl mag dich!"
Alice hakte sich bei mir unter und wir gingen befreit zurück an unseren Arbeitsplatz.
Es war inzwischen Abend geworden. Alice war bei ihrem Aerobic Kurs, um mir ein bißchen Privatsphäre zu gönnen und ich machte mich fertig für meine Verabredung mit Edward.
Ich schlüpfte in eine enge dunkelblaue Jeans und zog ein rotes Neckholderoberteil an, das den Rücken freiließ. Geschminkt war ich nur ganz dezent, er mochte es nicht, wenn ich zugekleistert war. Aber sowas paßte sowieso nicht zu mir. Ein Spritzer von meinem Lieblingsparfum und schon war ich fertig.
Jetzt mußte ich nur noch warten bis er kam.
Kurz dachte ich an unser allererstes Date. Wir waren damals ins Kino gegangen und er ertrug tapfer "American Beauty" für mich. Ich schmunzelte.
Viel bekamen wir vom Film nicht mit, da wir die meiste Zeit rumgeknutschten.
Es klingelte.
Meine Hände wurden ganz feucht vor Aufregung, als ich zur Tür ging.
Reiß dich zusammen Bella, sagte ich mir, es ist dein eigener Ehemann. Kein Grund auszuflippen!
Wie sehr ich mich da täuschte!
Er lehnte am Türrahmen und lächelte mich schief an. Bei seinem Anblick fing ich fast an zu sabbern, was sein Lächeln breiter werden ließ. Seiner Anziehungkraft konnte ich noch nie widerstehen.
Er trug eine schwarze Stoffhose und dazu einen engen schwarzen Rollkragenpullover. Darüber eine weiche Lederjacke. Er sah unglaublich aus.
"Hallo", hauchte er verführerisch," ich würde gern ein Versprechen einlösen."
Völlig benebelt sah ich ihn.
"Ich muß nur meine Jacke holen", brachte ich schließlich heraus.
Wir verließen das Gebäude und schlenderten zu seinem Auto.
Moment mal, wo war sein Aston Martin? Ich konnte ihn nirgends entdecken.
"Hast du deinen Wagen geschrottet", fragte ich ihn belustigt
.
Er lächelte nur hintergründig.
Plötzlich standen wir vor einem silbernen Volvo.
So einen hatte er gefahren als wir uns kennengelernt hatten.
"Wo hast du denn den her?"
"Hab ihn für heut Abend gemietet."
"Wird das eine Reise in die Vergangenheit?"
"Könnte man so sagen!", grinste er.
Lachend stieg ich ins Auto . Wir waren ungefähr eine viertel Stunde unterwegs, als er auf den Parkplatz des Kinos abbog.
"Oh ich verstehe. Du willst Erinnerungen an unser erstes Date wecken?"
Ich war begeistert. Er dachte sich wirklich etwas, bei diesem Abend. Nur war es bei einem Kinofilm nicht möglich, über uns zu reden. Großmütig beschloss ich, darüber hinwegzusehen. Reden konnte wir später auch noch.
"Du bist ein kluges Mädchen Bella."
Er stieg aus und öffnete mir die Beifahrertür.
Ich legte meine Hand in seine uns stieg ebenfalls aus.Seine Hand lag leicht an meinem Rücken und er führte mich sicher zum Haupteingang.
Drinnen begaben wir uns gleich zur Kasse.
"Die Reservierung für Cullen."
Die Kassiererin schaute auf ihren Bildschirm und fing an zu lächeln. Mit einem neidischen Seufzen drückte sie Edward die Karten in die Hand.
"Kino 10," sagte sie und blickte noch mal zwischen uns beiden hin und her.
Was war denn hier los?
Edward lächelte nur gleichmütig und umschloss abermals warm und fest meine Hand.
Wir betraten den Kinosaal und setzten uns auf unsere Plätze. Merkwürdig! Der Film musste schon bald beginnen und wir waren noch die einzigen Besucher. Als der Werbeblock losging, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.
"Edward in was für einen grauenhaften Film schleppst du mich?.Kein Mensch ist hier.Was soll das alles?"
"Es werden auch keine anderen Leute kommen, weil ich den ganzen Saal gemietet habe," sagte er und beobachtete genau meine Reaktion.
Genau in diesem Moment erklang die Anfangsmelodie von American Beauty. Überwältigt vor Staunen sah ich ihn an und er wirkte einen Moment unsicher.
"Gefällt es dir nicht", fragte er und schenkte mir sein schiefes Lächeln.
"Oh Edward", lachte ich zittig, " dass du das noch weißt. Ich nin sprachlos."
"Wie wärs mit : Ich verzeihe dir das du so ein Idiot warst."
Ich konnte ihm nicht mehr antworten, zu groß war meine Sehnsucht endlich seine Lippen wieder zu spüren. Zärtlich küßte ich seinen wundervollen Mund und flüsterte.
"Ich verzeihe Dir."
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