Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 26 - Gespräche

Bella PoV


Ich saß auf der Fensterbank und starrte auf die Regentropfen, die leise auf die Scheibe klopften. Seit einer Woche regnete es ununterbrochen in Forks. Ich ließ den Blick über das Zimmer schweifen und fühlte beim Anblick meines alten Mädchenzimmers die gewohnte Geborgenheit.

Vor zwei Wochen war ich nach dem Fiasko bei den McCarthys zu meinen Eltern geflüchtet. Ich brauchte einfach Abstand von allem, um wieder meinen Kopf freizukriegen.

Es war eine gute Entscheidung gewesen, denn ich war seit langem wieder ruhig und gelassen. Vielleicht hatte es auch mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft zu tun, denn zu beobachten, wie sich mein Bauch so langsam anfing zu runden, war ein unglaubliches Gefühl. Der vierte Schwangerschaftsmonat war jetzt zur Hälfte vorbei und jetzt konnte ich es nur noch verstecken, wenn ich weite Blusen trug. Meine Hand wanderte automatisch zu der kleinen Wölbung und streichelte zärtlich darüber. Zu wissen, dass sich mein Baby darin befand, nahm mir die Einsamkeit und erfüllte mich mit Zuversicht.

Ungern einnerte ich mich an das letzte Zusammentreffen mit Edward. Als er mir so "großmütig" verzieh, hatte er nochmal eine tiefe Wunde in mein Herz geschlagen. Das er mir nicht glaubte, wusste ich ja vorher schon, aber es nochmals so deutlich vor Augen geführt zu bekommen war wirklich ein Schlag gewesen.

Erst durch James Eingreifen hatte er die Wahrheit erkannt! Was für eine Enttäuschung für mich.
Selbst ihm hatte er sofort geglaubt. Edward hatte an diesem Abend das letzte Fünkchen Hoffnung auf Versöhnung in mir abgetötet.

Ein weiterer Grund dafür, dass ich nach Forks geflüchtet war, waren seine Anrufe, Briefe und Mails mit denen er mich seitdem bombadierte. Er bat mich um Verzeihung, bettelte um eine weitere Chance und versicherte mir, er würde alles tun um sich zu ändern. Ich hatte keinen seiner Anrufe angenommen, die Briefe wurden ungeöffnet an die Kanzlei zurückgeschickt und die Mails löschte ich ohne sie zu lesen. Ich konnte einfach nicht mehr.

Unglücklich dachte ich an unser gemeinsames Kind. Was sollte ich jetzt tun?

Durch Peter, mit dem ich telefonisch Kontakt hielt, hatte ich erfahren, dass er Tanya aus der Kanzlei geschmissen hatte. Wenigstens da war er einmal konsequent gewesen, aber damit war es wirklich nicht getan. Das war das Mindeste, was ich von ihm erwartet hatte.

Mit Tanya war auch meine Ausrede verschwunden ihm nichts von dem Baby zu erzählen. Es bestand keine Gefahr mehr, da sie keine Chancen mehr bei Edward hatte.

Innerlich wußte ich, dass ich kein Recht hatte es ihm zu verschweigen, aber ich hatte solche Angst ihn wieder in mein Leben zu lassen. Wie lange würde es dann dauern, bis ich wieder schwach wurde?
Instinktiv wusste ich, dass meine Sehnsucht nach ihm irgendwann die Oberhand gewinnen würde und dann ging der ganze Spaß wieder von vorne los.

Ein leises Klopfen an der Tür ließ mich aufschauen und nur einen Moment später steckte meine Mom Reneé ihren Kopf durch die Tür.

"Hallo Liebes, darf ich reinkommen?"

Ich nickte zaghaft und sie trat ein.

Ich musterte sie und mußte feststellen, dass die Jahre kaum Spuren hinterlassen hatten. Immer noch war sie schlank und zierlich, die ersten grauen Haare waren von einer Tönung überdeckt und ihr Gesicht war noch fast faltenlos.

Sie setzte sich neben mich auf die Fensterbank und lächelte mich liebevoll an. Seit sie wieder zu meinem Dad zurückgekehrt war, hatte sie sich sehr verändert. Früher war ich immer der erwachsenere Part gewesen, doch seit der Trennung von Phil Dwyer und ihrer Rückkehr nach Forks hatte sie sich verändert.

Die Ehe mit Phil hatte nicht gehalten und sie hatte Trost und Ruhe bei meinem Dad gesucht nach dem Scheitern ihrer Ehe. Es war eingetreten was niemand vorher gedacht hätte. Sie hattte sich das erste Mal in ihrem Leben wohlgefühlt in diesem "Kaff". Nach und nach waren sich Rene und Dad wieder näher gekommen und seit fünf Jahren wieder glücklich.

Sie wirkte heiter und zufrieden und nicht mehr so hibbelig und rastlos wie damals. Sie streckte die Hand aus und strich mir übers Haar.

"Wie geht es dir, mein Schatz?"

"Ich versuche nachzudenken und eine Entscheidung zu treffen. Aber egal wie ich es drehe und wende, es läuft immer darauf hinaus, dass ich Edward füchterlich vermisse", flüsterte ich unglücklich.

"Das ist doch ganz natürlich, Bella. Du hast ein Drittel deines Lebens mit ihm verbracht, es ist doch klar, dass du dich ohne ihn nicht komplett fühlst. Aber es wird besser werden."

"Ich bin schwanger", platzte es aus mir heraus.

Sie sah mich mit großen Augen an und ihr Blick scannte meinen Körper in den weiten Klamotten.

"Deswegen also diese Zelte, die du momentan trägst. Wie weit bist du denn?", fragte sie zu verblüfft um sich richtig zu freuen.

"Mitte des vierten Monats" ,erwiderte ich.

"Gehe ich recht in der Annahme, dass du Edward nichts von dem Kind erzählt hast" , fragte sie mich vorsichtig und ich bestätigte es mit einem verschämten Kopfnicken.

Sie seufzte und zog mich in die Arme.

"Oh mein ames Baby, wie furchtbar muss das alles für dich sein" , flüsterte sie leise und wiegte mich hin und her," aber ich freue mich sehr, dass ich Goßmutter werde, auch wenn ich noch viel zu jung dafür bin."

Ich musste unter Tränen lachen. So sehr hatte sie sich doch nicht verändert.

"Schätzchen, du musst es Edward sagen. Das weißt du doch, oder?"

Wieder nickte ich und sah ihr in die Augen.

"Es ist aber so schwer. Ich werde ihn ständig sehen. Dieses Kind ist wie ein unsichtbares Band, das uns immer verbinden wird. Wie soll ich ihn vegessen, wenn er ständig präsent sein wird?"

"Er wird auch so präsent sein. Dieses Kind wird dich täglich an ihn erinnern, dazu braucht er nicht mal persönlich anwesend sein. Er hat ein Recht auf dieses Kind, genausosehr wie du. Du bist stark und wirst auch diese Situation meistern. Vielleicht gibt es auch eine Chance für euch, eine Familie zu sein."

"Nein", sagte ich hart und entschlossen," der Zug ist abgefahren. Er hat alles kaputtgemacht und ich habe keine Lust mehr. Ich denke, ich werde ihn über das Kind in Kenntnis setzten, aber wenn er glaubt er kann einfach so da weitermachen, wo wir aufgehört haben, täuscht er sich."

"Du musst wissen was du tust, Liebes. Aber du solltest aufhören dich hier zu verkriechen. So gern ich dich hier hab, aber dein Leben ist jetzt in Seattle."


Nachdem meine Mom das Zimmer verlassen hatte, griff ich zum Telefonhörer um Jasper anzurufen.
Ich wählte die Nummer und kurz darauf hörte ich auch schon seine Stimme.

"Whitlock!"

"Hi, hier ist Bella."

"Hallo, was für eine Überraschung! Wie gehts dir? Alice macht mich noch wahnsinnig, weil sie schon drauf und dran ist ihre Koffer zu packen, um dir hinterherzureisen."

"Das kann sie sich sparen. Ich habe beschlossen zurückzukommen. Es tut mir leid, wenn gerade alles ein bisschen aus dem Ruder gerät.. Erst die Sache mit der Show und dann meine privaten Probleme."

"Das macht doch nichts. Es ist auch gut, dass du wiederkommst. Es gibt Probleme!"

"Was denn für Probleme?", fragte ich alamiert. Als hätte ich nicht schon genug davon.

"Nun, du weißt ja, dass wir in jeder Show einen Prominenten zu Gast haben."

"Ja, aber ich versteh nicht worauf du hinauswillst."

"Leider hagelt es eine Absage nach der anderen. Wir brauchen dringend 12 feste Zusagen, sonst kann das Ganze nicht an den Start gehen. Emmet ist schon ganz gefrustet. Es will anscheinend niemand in einer Kindershow auftreten, ist wohl nicht prestigeträchtig genug."

Hatte sich denn alles gegen mich verschworen?

"Ich komme übermorgen zurück. Ich muss mit Emmet darüber sprechen. Es wäre wirklich grausam, wenn das alles noch platzen würde", sagte ich traurig.

"Hör mal, das wird schon wieder. Mach dir keine Sorgen. Es sind nur die üblichen Startschwierigkeiten. Also bis dann."

"Ja, bis dann. Grüß mir Alice, ja!."

Ich legte auf und seufzte frustriert. Es war wirklich höchste Zeit für mich, in mein Leben zurückzukehren.



Jaspers Pov

Nachdem Bella aufgelegt hatte, widmete ich mich wieder meinen Unterlagen, jedoch ohne großen Erfolg. Ich beschloss meiner Alice einen Besuch abzustatten und ihr mitzuteilen, dass Bella wiederkommen wollte. Es war rührend wie sehr sie sich um ihre Freundin kümmerte und es erfüllte mich mit Stolz, so eine großartige Freundin zu haben.

Seit Wochen war ich geradezu ekstatisch glücklich. Nie hätte ich es für möglich gehalten, einmal so unwiderruflich in eine Frau veliebt zu sein. Doch Alice belehrte mich eines Besseren. Als ich ihr Büro betrat, beobachtete ich sie heimlich.

Sie hatte eine kleine Falte auf ihrer Stirn, während sie konzentriert auf den Bildschirm blickte. Leise schlich ich mich an sie heran und umarmte sie von hinten. Seufzend schloss sie die Augen und gab sich ganz meiner Berührung hin. Zärtlich küsste ich die Senke unter ihrem Ohr, was sie sichtlich erschauern ließ.

"Na, fleißig?"

"Das siehst du doch. Was verschafft mir denn die Ehre? Ich dachte eigentlich, du brauchst mal eine Pause von mir" , kicherte sie bezaubernd.

Ich grinste sie an und zog sie hoch, um sich gleich darauf auf ihrem Schreibtisch abzusetzten. Leidenschaftlich begann ich sie zu küssen, denn ich bekam einfach nicht genug von dieser Frau und nutzte jede Gelegenheit, um ihr Nahe zu sein.

"Eigentlich wollte ich dir nur mitteilen, dass Bella übemorgen zurückkommt", wisperte ich und löste mit diesen Worten ein freudiges Lächeln bei ihr aus," aber wenn ich schon mal hier bin ...."

Ich redete nicht weiter, sondern knöpfte ihr die Bluse auf, um meinen Mund auf ihre Brust zu heften.
Sie fuhr leidenschaftlich mit ihren Händen in meine Haare und ließ sich nach hinten sinken.....


Eine Stunde später saß ich wieder in meinem Büro mit einem dümmlichen Grinsen im Gesicht. Alice war die leidenschaftlichste Frau die ich je hatte, und sie schaffte es allein mit einem Blick mich willenlos zu machen.

Ein Klopfen weckte meine Aufmerksamkeit.

"Herein."

Die Tür öffnete sich und ein Mann mit bronzefarbenem Haar betrat den Raum.

Es war Edward Cullen.

Ich hatte ihn noch nie persönlich kennengelernt, aber ich kannte ihn aus der Berichterstattung des Fernsehens. Er war wohl eher prominent zu nennen, als berühmt.

Mißtrauisch musterte ich ihn. Was wollte er hier?

Ich war nicht gerade gut auf ihn zu sprechen, da Alice mir genau berichtet hatte, was er sich alles geleistet hatte. Wie blöd musste ein Mann sein, um Bella nicht zu vertrauen?

"Mr. Cullen, Bella ist nicht hier, falls sie aus diesem grund hier sein sollten."

Er sah mir fest in die Augen.

"Ich weiß, dass sie nicht hier ist. Das ist ja mein Problem! Ich hane niocht die geringste Ahnung wo sie sich aufhält und wollte wissen, ob sie oder Alice mir helfen würden. Ich weiß, dass ich unglaublichen Mist gebaut habe und es tut mir wirklich unendlich leid. Alles was ich will, ist noch mal die Möglichkeit mit Bella zu sprechen. Ich muss ihr persönlich sagen, wie leid es mir tut und das ich um sie kämpfen werde." Seufzend unterbrach er seinen Monolog und fuhr sich müde durch sein Haar.

"Sie müssen eine ganz schön schlechte Meinung von mir haben und sie ist auch berechtigt, aber glauben sie mir, dass ich mich ehrlich ändern will. Ohne Bella ist mein Leben einfach nichts mehr wert. Nichts macht mehr Spaß ohne sie und ich denke ununterbochen an meine Frau."

Er beendete seine Ansprache und ich sah ihn skeptisch an. Irgendwie tat mir der Kerl leid. Er litt wirklich Höllenqualen, dass sah ich ihm deutlich an. Er hatte tiefe Schatten unter den Augen und wirkte nicht mehr so dynamisch wie in dem Bericht, den ich unlängst über ihn sah. Aber Alice würde mich einen Kopf kürzer machen, wenn ich ihm verriet wo Bella sich befand. Wieso kam er eigentlich nicht selbst auf die Idee bei ihren Eltern nachzufragen. Wahrscheinlich dachte er, dies wäre der letzte Ort, an dem sie sich vor ihm verstecken würde.

"Sie ist nicht mehr ihre Frau, Cullen. Lassen sie Sie doch einfach in Ruhe. Sie hat jetzt schon genug Pobleme am Hals, da braucht sie nicht auch noch einen liebeskranken Ex-Mann der ihr hinterherwimmert."

Er zuckte bei meinen Worten zusammen und sah mich dann verwirrt an.

"Was denn für Probleme?" fragte er.

Kurz überlegte ich ob ich es ihm sagen sollte und beschloss, dass es ja nichts Schlimmes war.

"Wir haben Probleme die Show zu starten. Es wäre alles bereit, aber anscheinend finden es die Promis nicht sehr interesssant, Gast in einer Kindershow zu sein. Wir haben bisher nur drei Zusagen, brauchen aber mindestens zwölf Personen bevor es losgehen kann."

Cullen überlegte einen Moment und lächelte dann strahlend.

"Ein paar Promis brauchen sie? Wenn das alles ist kann ich sie beruhigen. Lassen sie mich nur machen", rief er enthusiastisch.

Er sprang auf und klopfte mir auf die Schulter.

"Danke Mann, ich schulde ihnen was", sprach er. "Ich muss jetzt los, ein paar Anrufe tätigen. Sagen sie Bella, sie braucht sich keine Sorgen zu machen. Ihre Show wird ein voller Erfolg werden."

Ohne mich noch eines weiteren Blickes zu würdigen, drehte er sich um und war weg.

Ich schüttelte den Kopf. Gott sei Dank hatte ich nicht solche Probleme.

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