Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 28 - Vaterschaft

Bella PoV


Es herrschte Totenstille im Raum, während ich Edwards Reaktion auf meinen Ausbruch beobachtete.
So hatte ich mein Outing ja nicht geplant, aber die Wut über sein unverschämtes Verhalten hatte die Oberhand gewonnen.

Irgendwie wirkte Edward leicht grün im Gesicht, sein Mund öffnete und schloss sich abwechselnd. Es schien als versuchten Worte aus seinem Mund zu kommen, aber sie schienen ihm auf halbem Weg im Hals steckenzubleiben.

"Hast du mich verstanden, Edward. Ich bin schwanger", wiederholte ich ungeduldig.

Warum sagte er nichts?

Sollte er auf die absurde Idee kommen die Vaterschaft anzuzweifeln, würde ich ihm eigenhändig alle Lichter auspusten! Ich musterte ihn still, und musste beinahe lachen. Vor mir stand ein vollkommen geschockter Mann.

"Schwanger....du bist schwanger.....ich..ich...oh Gott...wie..?", stotterte er ziemlich hilflos.

Belustigt sah ich ihn an.

"Das muss ich dir jetzt aber nicht wirklich erklären,oder?"

"Himmel.... ein Baby...oh Mann wir bekommen ein Baby", stammelte er etwas wirr.

Plötzlich erhellte ein stahlendes Lächeln sein Gesicht.

"Ich werde Vater!", jubelte er begeistert.

Er packte mich um die Taille und wirbelte mich im Kreis herum.

"Vorsicht,nicht so wild. Sonst landet mein Frühstück auf deinem Hemd."

Er hielt sofort inne und sah mich zärtlich an.

"Das ist großartig. Du musst sofort wieder zu mir ziehen. Ich kümmere mich um alles notwendige. Wir richten ein Kinderzimmer ein, besorgen dir einen qualifizierten Facharzt, einen Namen brauchen wir auch", sagte er aufgeregt. Ich musste ihn sofort bremsen, bevor ich mich von seiner Begeisterung anstecken ließ.

"Stop! Nicht so hastig mein Freund. Du wirst gar nichts tun. Ich habe mich schon um alles gekümmert. "

"Was meinst du damit?", fragte er verständnislos.

"Was ich damit eigentlich ausdrücken möchte, ist Folgendes. Wir beide sind geschieden, das heißt ich habe erstmal das alleinige Sorgerecht für das Kind. Ich werde keinesfalls zu dir zurückkommen, Kind hin oder her. Desweiteren möchte ich nicht, dass du dich in mein Leben oder den Schwangeschaftsverlauf einmischt."

"Das kannst du nicht machen. Es ist doch auch mein Kind. Willst du mir verbieten mein eigen Fleisch und Blut zu sehen?"

"Nein Edward, sowas Schreckliches würde ich niemals tun. Du bist der Vater und ich werde dir den Kontakt zum Baby so leicht wie möglich machen. Aber ich gebe offen zu, hättest du Tanya nicht rausgeschmissen, wüßtest du heute immer noch nichts von dem Kind."

Er schüttelte ungläubig den Kopf.

"Du hättest es mir verschwiegen, wegen dieser Hexe?"

"Tanya ist eine gefährliche Frau. Wer weiß, was ihr alles eingefallen wäre, wenn sie von dem Kind erfahren hätte. Sie hätte unser Baby als Bedrohung angesehen."

Er senkte den Kopf.

"Wie stellst du dir das jetzt in Zukunft vor?"

"Ich werde dich über den Verlauf informieren, vielleicht nehm ich dich auch zu dem einen oder anderen Ultraschalltermin mit. Wenn das Baby da ist, sehen wir weiter."

Er kam wieder auf mich zu und wollte mich in seine Arme ziehen, doch ich entwand mich ihm geschickt.

"Bella", sagte er bittend,"warum sträubst du dich so gegen mich. Ich liebe dich und will mit dir zusammen sein. Warum können wir diese Phase unseres Lebens nicht einfach vegessen und von vorn anfangen."

"Das geht nicht. Wie stellst du dir das vor? Soll ich dir einfach alles durchgehen lassen und dir bebend in die Arme sinken? Es ist schon viel zu spät dafür. Du hast soviel in mir kaputtgemacht, nichts kann das wieder reparieren."

"Aber du liebst und begehrst mich noch, das konnte ich deutlich spüren. Ich weiß, ich habe mich falsch verhalten, aber sollen deswegen neun Jahre den Bach runtergehen."

"Das hat dich doch auch nicht geschert, als du die Scheidung eingereicht hast", erwiderte ich bitter.

Die ganzen Gefühle kamen wieder hoch, wollten an die Oberfläche. Meine mühsam aufgebaute Selbstbeherrschung war kurz davor sich aufzulösen. Doch ich schaffte es die Tränen und die Trauer zurückzudrängen, schaffte es sie durch Wut zu ersezten.

"Du bist so eingebildet und arrogant. Immer noch glaubst du mich nach Belieben manipulieren zu können. Aber damit ist jetzt Schluß."

Ich lief im Raum hin und her, wähend ich mich immer mehr in Rage redete.

"Setz dich Edward, ich habe dir einige Dinge zu sagen",kommandierte ich," Zum Ersten möchte ich, dass du dich aus meinen beruflichen Problemen oder Erfolgen raushältst. Zum Zweiten, werde ich nicht mehr erlauben, dass du mich nochmal in irgendeiner Weise anfaßt. Habe ich mich da verständlich ausgedrückt? Solltest du gegen eine dieser Regeln verstoßen, packe ich meine Koffer und du siehst mich und das Kind nie wieder."

Er sah mich an wie einen Geist. Mit so einem Ausbruch meinerseits hatte er wohl nicht geechnet.
Traurig blickte er mich aus seinen grünen Augen an, jeglicher Glanz in ihnen war erloschen, als ihm klar wurde, dass es mir bitterernst war. Ich bekam beinahe Mitleid. Doch mit seinem Dackelblick konnte er nichts mehr bei mir ausrichten. Es fiel mir überraschend leicht, grausam zu ihm zu sein. Ich hatte ja beim Meister gelernt.

"Ich habe wohl keine Wahl, als es so hinzunehmen. Aber ich hoffe, du wirst mich eines Tages doch noch zurücknehmen. Wir könnten eine Familie sein und ich werde alles tun, damit es letztendlich dazu kommt."

"Für deine Treueschwüre ist es jetzt zu spät. Heb dir die für eine andere auf, mich kannst du damit nicht mehr berühren."

Kalt sah ich ihn an. Vielleicht würde ich meine Worte noch selbst irgendwann glauben. Ihn kühl zu behandeln, funktionierte zumindest überraschend gut. Ich empfand eine fast schon perverse Genugtuung dabei ihn leiden zu sehen.

"Selbst wenn du mich nicht mehr liebst, aber du begehrst mich doch noch", wiederholte er verzweifelt.

"Ja, ich begehre dich noch, sehr sogar. Aber nur weil du weißt , welche Knöpfe du bei mir drücken musst, heißt das nicht, dass ich dem auch nachgeben múss. Solltest du jemals wieder das Glück haben, dass ich dich in mein Leben lasse, dann bestimme ich wann, wo und wie. Und bis dahin wirst du schön die Füße stillhalten. Mehr habe ich dir jetzt nicht zu sagen."

"Ich verspreche, dass ich dich nicht mehr bedrängen werde", sagte er ernst," ich möchte jetzt einfach nur, dass du ein gesundes Kind zur Welt bringst. Ich werde alles tun, um dich zu unterstützen. Schließ mich nicht aus, Bella. Das ist auch mein erstes Kind und ich will nichts verpassen."

Mißtrauisch sah ich ihn an, doch in seinem Gesicht war nichts als Aufrichtigkeit zu lesen. Natürlich würde ich ihn nicht ausschließen, dazu war ich dann doch zu gutmütig. Hinzu kam noch, dass ich ihm nie lang böse sein konnte. Es war wirklich ermüdend immer zu kämpfen und warum sollte ich mir seine Unterstützung komplett versagen. Das Kind brauchte uns beide! Etwas besänftigter sah ich zu ihm auf.

"Wir lassen es auf einen Versuch ankommen. Soltest du dir jedoch einen Ausrutscher erlauben, mich körperlich oder auch seelisch bedrängen, dann bin ich weg. Versprichst du mir dich zu benehmen?"

Er streckte die Hand aus.

"Ich verspreche es. Du hast mein Ehrenwort darauf ", versprach er .

Zögernd ergriff ich die ausgestreckten Finger, ein Prickeln lief durch meinen gesamten Arm, und ich schüttelte sie bestimmt.

"Nun gut, auf dein Ehrenwort konnte ich mich bisher immer verlassen."

Wir besiegelten unser Abkommen mit einem kräftigen Händedruck. Hoffentlich würde ich es nicht noch bereuen, ihn wieder in mein Leben gelassen zu haben. Aber ich war bereit es zu versuchen, meinem Baby zuliebe.

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