Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 36 - Junge oder Mädchen?

Bella PoV
Nervös wartete ich auf dem Parkplatz vor der Frauenarztpraxis auf Edward. Heute war der nächste Termin fällig.
Aufgeregt lief ich hin und her, nichts hatte mich im Wagen halten können.
Würden wir heute das Geschlecht  des Kindes sehen können? Naja, eigentlich würden wir es nur genau wissen, wenn ein ganz bestimmtes männliches Attribut sichtbar werden würde. Bei allem anderen konnte man sich nie sicher sein.
Es war mittlerweile ein Monat vergangen, seit Joes furchtbarem Unfall. Noch immer hatte ich ein schlechtes Gewissen. Hätte ich ihm den Wagen nicht geliehen, wäre ihm wahrscheinlich nichts passiert. Aber sicher war ich mir da nicht.
Konnte es wirklich im Auftrag von Tanya gewesen sein?
War sie wirklich so verrückt? Das mochte ich gar nicht glauben, aber es war schon sehr eigenartig, dass ich fast zweimal Opfer eines Verkehrsunfalls geworden wäre.
Joe konnte mit seinen langen, dunklen Haaren leicht mit einer Frau verwechselt werden. Wer immer ihn gerammt hatte, hielt ihn wahrscheinlich für mich.
Ich war sehr vorsichtig geworden, hatte sogar schon wieder überlegt zu Edward ins Haus zu ziehen. Aber das hatte ich schnell wieder verworfen. Ich wollte mein Leben nicht von meiner Angst bestimmen lassen.
Es wäre nicht richtig gewesen zu Edward zu flüchten. Wenn ich zurückging dann aus Liebe und nicht aus Angst.
Außerdem genoss ich die neue Spannung zwischen uns regelrecht.
Er hatte nicht mehr bei mir übernachtet, aber wir verbrachten viel Zeit miteinander. Es war wie eine unausgesprochene Vereinbarung zwischen uns, dass wir uns noch zurückhalten wollten. Die Blicke die wir uns allerdings zuwarfen, waren mehr als heiß. Diese Gefühle die er in mir auslöste waren erregend, die Spannung fast unerträglich. Das Kribbeln war mein ständiger Begleuter geworden und es hatte nichts mit der Schwangerschaft zu tun. ER war es, er ganz allein.
Die Küsse die wir tauschten, waren nichts, als ein vorgezogenes Vorspiel.
Quietschende Autoreifen ließen mich zusammenzucken.
Es war Edward in seinem Aston Martin.
Hektisch stieg er aus und lief auf mich zu. Ich mußte lachen.
Seine Krawatte hing schief, seine Haare waren völlig verwuschelt und sein Anzug hätte ein Bügeleisen dringend nötig gehabt. Trotzdem sah er unglaublich sexy aus.
"Was ist denn mit dir passiert?" fragte ich ihn, als er vor mir stand.
Er grinste nur und küßte mich auf die Wange.
"Ich bin in mein neues Büro gezogen. Deswegen seh ich ein bißchen abgekämpft aus," gab er zu und tätschelte mir den Bauch.
"Und wie geht es Junior?"
Abschätzend sah ich ihn an.
"Du sprichst ständig von einem Jungen. Woher willst du das denn so genau wissen?"
"Männliche Intuition! " antwortete er prompt und lächelte noch breiter.
"Männer haben sowas gar nicht, das ist eine rein weibliche Eigenschaft," erwiderte ich gespielt arrogant.
"Wenn du es sagtst, Liebes!" sagte er übertrieben.
Ich streckte ihm die Zunge raus und zog ihn dann Richtung Eingangstüre.
Im Warteraum war er natürlich wieder die Hauptattraktion. Unbehaglich rutschte er auf dem Stuhl rum und schoß, wie von der Tarantel gestochen, hoch als mein Name aufgerufen wurde.
Belustigt folgte ich ihm in den Behandlungsraum.
Dr. Webber begrüßte ihn schon wie eiinen alten Freund. Der gute Doktor schien sich ehrlich zu freuen, dass ich die Schwangerschaft nicht allein durchstehen mußte. Mir waren, die mitleideigen Blicke, bei meinen ersten Besuchen ohne Edward durchaus aufgefallen.
Nach den üblichen Abstrichen und der Untersuchung des Unterleibs, wurde Edward wieder reingebeten.
Gespannt beobachteten wir, wie er das Gel auf meinem Bauch verteilte.
Dann fuhr er mit dem Gerät über meine untere Bauchdecke und suchte die richtige Position.
"So, Miss Swan, sieht alles toll aus. Der Herzschlag ist kräftig und normal. Ich werde das KInd jetzt vermessen und das Gewicht schätzen."
Edward nahm meine Hand und drückte sie. Glücklich beobachteten wir die Kindsbewegungen und lachten, wenn wir einen Arm oder ein strampelndes Bein erkennen konnten. Edward konnte jetzt auch ganz deutlich spüren, wenn sich unser Kind regte, das waren für uns Beide so kostbare Momente, die wir nie vergessen würden.
"So! Das Kind ist jetzt ca. 32 cm groß und wiegt grob geschätzt 900 Gramm. Es ist alles im normalen Bereich. Möchten sie wissen was es ist?"
"Sagen sie bloß sie können das erkennen?" fragte ich aufgeregt.
"Ich bin nicht ganz sicher, aber das Kind bewegt sich grad recht viel. Wenn wir ein bißchen Geduld haben, bekommt es vielleicht die richtige Stelllung und wir können das Geschlecht erkennen."
"Natürlich wollen wir es wissen, nicht wahr Schatz.?"
Edward sah mich merkwürdig an, ein wildes Funkeln in den Augen.
Erst jetzt wurde mir klar, was mir da rausgerutscht war.
Verlegen senkte ich den Blick.
"Ja , wir möchten es gerne wissen," sagte Edward dann ruhig.
Immer noch betrachtete er mich versonnen.
Ich konnte das Gesagte nicht mehr rückgänig machen. Ungewollt hatte ich Edward mehr von meinen Gefühlen preisgegeben, als ich eigentlich wollte. Jetzt hoffte ich nur, dass er mich nicht mit Fragen löchern würde, oder mich bedrängen würde, ihm meine Liebe zu gestehen.
Wir sahen beide auf den Monitor.
Das Kind drehte sich und jetzt war eindeutig ein kleiner Zipfel zu erkennen. Das war ganz sicher nicht die Nabelschnur.
"Ein Junge," schrie Edward begeistert und drückte mir einen kräftigen Schmatzer auf den Mund.
Ich lachte.
"Ist das sicher, Dr. Webber?"
Dieser sagte amüsiert.
"Wenn das Ding nicht bis zur Geburt abfällt, werden sie beide einen hoffentlich gesunden Jungen bekommen."
Überglücklich sah ich Edward an.
"Wir bekommen einen Sohn, Edward. Einen wunderbaren kleinen Jungen, " flüsterte ich.
Jetzt kamen mir doch die Tränen. Es schien als wäre das Kind noch faßbarer für mich geworden, realer.
Er wischte mir die Tränen von der Wange.
"Wein nicht, mein Engel. Es ist doch alles wunderbar."
"Ich....ich ...weiß,aber...aber ich bin...nur so....glücklich," schluchzte ich überwältigt,
Ein kleiner Junge!
Ich konnte meine Gefühle nicht mal annährend beschreiben, die ich im Augenblick empfand.
Vorsichtig wischte ich das Gel von meinem Bauch und richtete meine Kleidung.
Er nahm mich sanft am Arm und wir verließen gemeinsam die Praxis.
Draußen sah er mich an und fragte.
"Möchtest du noch ein paar Schritte laufen?"
Ich nickte und gemählich liefen wir die Straße entlang.
"Edward, wegen vorhin...," setzte ich an.
"Psst, ist schon gut," erwiderte er und legte mir einen Finger auf die Lippen.
"Du brauchst nichts zu sagen. Es hat mich glücklich gemacht, aber ich erwarte nichts von dir. Laß uns einfach genießen, dass wir jetzt wissen, dass wir einen Sohn bekommen werden."
Beruhigt lehnte ich mich an ihn.
Für die Passanten die uns entgegenkamen und uns anlächelten, sahen wir aus, wie ein ganz normales Paar, dass sich über seinen Nachwuchs freut. In gewisser Weise stimmte es ja auch.

Zwei Tage später, machte ich mich am Abend, für die Verlobungsfeier von Alice fertig. Das Ganze hatte sich jetzt um einen Monat verschoben, da Alice partout nicht ohne Joe feiern wollte. Keiner hatte wirklich etwas dagegen, da es nach dem schlimmen Unfall etwas unpassend gewesen wäre. Die Angestellten des Verlags waren wie eine kleine Familie und ohne Joe hätte ein wichtiger Teil gefehlt.
Jetzt zog ich ein dunkelblaues Schwangerschaftskleid an und betrachtet mich im Spiegel.
Etwas mißmutig sah ich mich an.
"Baby, deine Mama sieht aus wie eine Seekuh!"
Ich hatte in letzter Zeit ein paar launische Anfälle und die Menschen um mich rum, taten gut daran, in solchen Minuten abzuhauen. Allein Edward ertrug meine Launen mannhaft.
Ist auch gut so, dachte ich, schließlich war er schuld daran, dass ich aussah wie ein Medizinball.
Schon spürte ich einen kräftigen Stoß und meine schlechte Laune verschwand, so schnell, wie sie gekommen war.
"Entschuldige Baby," sagte ich mit schlechtem Gewissen," für dich seh ich gerne so aus."
Ich strich beruhigend über die Wölbung.
Es klingelte.
Das mußte Shelley sein.
Etwas besser gelaunt ließ ich sie rein.
Sie sah wirklich atemberaubend gut aus. Ihre blonden Haare hatte sie locker hochgesteckt, das Kleid war vorne hochgeschlossen, ließ aber den ganzen Rücken frei. In ihren blauen Augen lag der Schalk, als sie mich ansah.
"Na, wie geht es der werdenden Mutter. Alice hat mir erzählt du bist grad etwas frustriert und stopfst Unmengen an Schokolade in dich rein."
Konnte Alice nicht mal die Klappe halten!
"Tja, " meinte ich gespielt traurig, " die Schokoladeneinsatzkräfte haben ganze Arbeit geleistet, aber Stolz und Selbstbewußtsein konnten nur noch tot geborgen werden."
Shelley bekam sich nicht mehr ein vor Lachen, als ein weiteres Klingeln uns unterbrach.
Na warte, dachte ich schadenfroh, dir wird das Lachen gleich vergehen.
Ich hatte gaaaanz zufällig Peter darum gebeten uns abzuholen. Da Edward mich später heimbringen würde, mußte Peter wohl oder übel Shelley heimfahren, es sei denn sie nahm ein Taxi.
Es ging mir eindeutig zu langsam mit den Beiden. Eigentlich ging da grad gar nichts. Wenn sie sich trafen, stritten sie sich ununterbrochen, dabei konnte ein Blinder sehen, dass sie verrückt nacheinander waren.
Peter kam mit mir ins Wohnzimmer. Auch er war völlig ahnungslos was ihre Anwesenheit betraf.
"Was macht die denn hier? " sagte er unhöflich.
Shelley sah ihn wütend an.
"Oh bitte, es ist ja nicht so, dass ich bei deinem Anblick in Begeisterungsstürme ausbreche. Aber ein gewisses Maß an Höflichkeit, wäre schon angebracht. Findest du nicht?" äußerte sie ehrlich verletzt.
Sie drehte ihm den Rücken zu und Peter sog scharf den Atem ein. Sein Blick glitt gierig über die nackte Haut ihres makelosen Rückens.
Innerlich rieb ich mir die Hände.
Jetzt mußte ich die Zwei nur noch dazu bringen ihre Streitereien einzustellen. Alles andere würde sich finden.
Peter schluckte hörbar.
"Es tut mir leid. Ich wollte nicht unhöflich sein. Es freut mich natürlich dich zu sehen."
Shelley drehte sich zu ihm um. Sie sah ihn aus großen, babyblauen Augen an, ihre Unterlippe zitterte bedenklich uns sie schniefte erbärmlich.
"Ich weiß gar nicht was ich dir getan hab," sagte sie mit furchtbar traurigem Tonfall," immer bist du so gemein zu mir. Bin ich denn so ein furchtbarer Mensch?"
Eine winzige Träne lief aus ihrem Augenwinkel und sie drehte ihm wieder den Rücken zu. Interessiert beobachtete ich diese Szene. Irgendwie kaufte ich Shelley diese Nummer nicht ab. Sie war kein hilfloses Weibchen und hätte nie in seiner Gegenwart geweint.
Peter jedoch, fiel voll darauf rein!
Er sah aus, als würde er selbst jeden Moment anfangen zu weinen.
Er legte von hinten seine Hände auf ihre zitternden Schultern.
"Shelley, es tut mir leid, okay. Bitte nicht weinen, ich hab es doch nicht so gemeint."
Ihre Schultern zuckten immer unkontrollierter und er drehte sie zu sich um.
"Shelley.....!"
Abrupt ließ er sie los , als er ihr Gesicht sah. Sie lachte.
"Oh, du kleines Luder, das zahl ich dir heim," schrie er, während sie sich vor Lachen den Bauch hielt.
Ihr Lachen war aber so herzlich, dass es fast schon ansteckend war. Selbst er mußte sich ein Grinsen verkneifen.
"Es.... es ...tut mir...leid," japste sie," aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Du... du ...hättest mal dein Gesicht sehen sollen. Das war echt göttlich."
Wieder brach sie in Lachen aus, konnte sich kaum beruhigen. Jetzt mußte auch Peter grinsen.
"Okay, du hast mich reingelegt. Aber das kriegst du wieder, das versprech ich dir."
Shelley beruhigte sich langsam wieder.
"Wenn ihr endlich soweit seid, dann können wir vielleicht los. Alice bringt uns sonst um, wenn wir zu spät kommen."
"Zu Befehl, Madam," sagte Peter und streckte die Ellbogen raus.
Lachend hakten wir uns bei ihm ein und verließen die Wohnung.

Die Party fand im selben Restaurant statt, das ich zuerst angemietet hatte. Als wir eintrafen, waren wir die ersten Gäste, da wir Alice, die ein nervliches Wrack war, noch etwas aufmuntern wollten.
Jaspers und Shelleys Mutter hatte sich angemeldet. Sie war ihr noch nie begegnet und hatte eine Höllenangst vor dem Zusammentreffen.
Hibbelig begrüßte sie mich. NIcht mal Jasper hatte es geschafft sie zu beruhigen.
"Hi Bells, schön das du endlich da bist. Ich habe ja solche Panik," sagte sie völlig aufgelöst.
Die Arme, wenn das so weiterging, würde sie ihre eigene Verlobungsparty nicht genießen können. Seine Mutter sollte eigentlich schon längst da sein, aber der Flug hatte Verspätung und sie würde erst in einer Stunde eintreffen. So wurde Alice die Möglichkeit genommen, ihre Schwiegermutter in spe, schon vorher zu treffen und sich an sie zu gewöhnen.
Natürlich waren ihre Bedenken absurd, niemand konnte Alice hassen, aber sie hatte sich in die fixe Idee verrannt, dass seine Mutter sie nicht mögen würde.
"Alice, beruhige dich. Es wird alles gut werden. Sie wird dich lieben."
"Meinst du?"
Zweifelnd sah sie mich an.
"Aber sicher. Schau mal, du hast ihren Sohn gezähmt. Das bedeutet sie hat ernsthafte Chancen auf Enkelkinder."
So hatte sie das wohl noch nicht betrachtet. Urplötzlich entspannte sie sich und lächelte strahlend.
"Du hast Recht, daran hab ich gar nicht gedacht. Oh, da drüben kommt ja auch schon Edward. Er scheint dich zu suchen."
Ich blickte zur Tür und sah ihn auf mich zukommen.
Mir stockte der Atem.
Er sah sensationell aus. Der Smoking betonte seine perfekte Statur und ließ ihn geschmeidig und elegant aussehen.
Er stand jetzt vor mir und hauchte mir einen Kuß auf die Wange.
"Hallo Schönheit!" sagte er mit verführerischem Tonfall.
Er sah mich bewundernd an, es war nicht gespielt, er fand mich wirklich schön.
"Hallo Edward," erwiderte ich atemlos.
Er schlang einen Arm um meine Hüfte und begrüßte Alice und Jasper, der mittlerweile auch zu uns gestoßen war.
Ich spürte überdeutlich seine Hand durch den dünnen Stoff des Kleides. Die Wärme durchbrach sogar die Stoffschicht und brachte mich zum Zittern. Wie gern hätte ich diese Hand direkt auf meiner nackten Haut gespürt. Ich sah mit halboffenem Mund, auf genau diese Hand und bewunderte den starken und doch zartgliedrigen Knochenbau. Genau diese Hände waren so zärtlich und hatten mich schon so manches Mal um den Verstand gebracht.
Ich war erregt. Nur durch seinen Anblick und die Berührung seiner Hand.
Wie in aller Welt sollte ich den Abend überleben?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen