Bella PoV
Der Duft von frischem Kaffee weckte mich auf. Ich schlug langsam die Augen auf und blickte in das lächelnde Gesicht von Edward.
"Weißt du eigentlich, wie süß du aussiehst, wenn du schläfst", fragte er mich.
"Nein, aber du wirst es mir bestimmt gleich sagen" , erwiderte ich schmunzelnd.
Grinsend schüttelte er den Kopf und setzte sich zu mir an die Bettkante. Das Tablett mit dem Frühstück platzierte er so, dass wir beide bequem an die Köstlichlichkeiten kamen. Ich setzte mich auf und streckte mich erst mal genüsslich, was von Edward mit einem hörbaren Schlucken quittiert wurde. Da merkte ich erst, dass ich ja völlig nackt war. Es war ein erhebendes Gefühl zu wissen, dass ich ihn immer noch so aus der Fassung bringen konnte.
"Mach ich dich irgendwie nervös ", fragte ich provokativ und lehnte mich lasziv zurück in die Kissen.
"Du bist ein ganz schönes Biest Mrs. Cullen!"
Mein Lächeln vertiefte sich und ich erbarmte mich seiner. Bedauernd zog ich das Bettlaken über die Brust und griff nach der Kaffeetasse.
"Ich denke, es ist besser, wenn wir was essen. Es wär schade um das schöne Frühstück. Wenn du schon mal freiwillig die Küche betrittst", sagte ich neckend und mit eindeutig liebevollem Unterton.
"Hey, ich hab schon gekocht", rief er protestierend.
Er vergaß zu erwähnen, dass er beim letzten Mal fast die Küche in Brand gesetzt hätte, als er das Backpapier im Ofen vergessen hatte. Das Huhn, das er darin machen wollte, bekam eine wirklich schöne dunkle Färbung. Ich biss mir die Zunge blutig, bei dem Versuch, mein Lachen zu unterdrücken. Vergeblich! Prustend hielt ich mir den Bauch, bis mein Heiterkeitsausbruch nachließ. Er beobachtete mich nur kopfschüttelnd, schien aber keinesfalls böse, da er wusste, dass er in der Küche eine totale Niete war.
"Liebling, ich habe vorhin Jasper angerufen und ihm gesagt, dass du heute freinimmst. Mach dir einen schönen Tag, ruh dich ein wenig aus und heute Mittag treffen wir uns zum Essen."
"Hmm, ist gar keine schlechte Idee! Ich denke, ich lasse es mir heute so richtig gutgehen. Soll ich dich in der Kanzlei abholen? Ich glaube es wäre besser, ich hole dich persönlich ab, sonst lässt dich die liebe Tanya nicht aus ihren Klauen."
Er schüttelte nachsichtig den Kopf.
"Denkst du immer noch, sie will sich zwischen uns drängen?," fragte er etwas ungläubig, „ sie hat doch gestern selbst gesagt, es würde sie freuen, wenn wir wieder mehr zusammen machen. Glaub mir, sie sieht mich nur als Freund."
Oh Mann , er war ja sowas von blauäugig was diese Frau anging.
"Ich bin mir sicher, was Tanya sagt und was sie wirklich denkt, sind zwei Paar Schuhe. Aber ich werde dich sowieso nicht vom Gegenteil überzeugen können, also lassen wir es doch erst mal auf sich beruhen."
Trotzdem ärgerte es mich, dass er sie so gar nicht durchschaute. Sie war wohl eine bessere Schauspielerin, als ich dachte.
"Du hast recht Schatz. Lassen wir das Thema. Wir können unsere Zeit mit angenehmeren Dingen verbringen", hauchte er und nahm mir mein Croissaint aus der Hand.
Erwartungsvoll schloss ich die Augen und wartete darauf seinen Mund auf meinem zu spüren.
Jaspers PoV
Pfeifend schlenderte ich durch den Flur, während ich auf dem Weg zu Alice war. Der Gedanke, dass ich sie gleich sehen würde, versetzte mich in Hochstimmung.
Bellas Mann hatte vorhin angerufen und um einen Tag Urlaub für sie gebeten. Da sie schon recht weit war mit ihrem neuen Buch, sprach nichts dagegen. Jetzt musste ich nur noch den kleinen Wirbelwind davon in Kenntniss setzten. Ohne anzuklopfen trat ich ein, aber ich konnte sie nirgends entdecken.
"Alice!" Plötzlich sah ich eine Bewegung unter ihrem Schreibtisch. Was zur Hölle machte sie da unten?
"Alice", rief ich nun etwas lauter.
Ein rumpeln und ein lautes "Au" waren meine Antwort. Sie hatte sich vor Schreck den Kopf gestoßen. Grinsend trat ich näher und sah, dass sie rückwärts unter dem Tisch herausgekrabbelt kam. Doch das Lachen verging mir schnell, als sie mir dabei ihren äußerst knackigen Hintern, in einer unanständig engen Jeans präsentierte.
"Oh, entschuldige", kicherte sie verschämt, „ mir ist mein Stift runtergefallen."
Leicht schmollend schob sie die Unterlippe vor und trieb mir mit dieser Geste das Blut in die Lenden.
"Hör auf damit,", sagte ich heiser.
Verwirrt und mit großen unschuldigen Augen sah sie mich an.
"Aufhören, womit soll ich denn aufhören?" Nachdenklich kaute sie an ihrer Unterlippe rum
.
Das gab mir vollends den Rest. Ich packte sie und meine Lippen stürzten sich auf die ihrem. Mit Leichtigkeit hob ich sie auf ihren Schreibtisch, trat zwischen ihre Schenkel und drängte heftig meine Zunge in ihren Mund, den sie widerstandslos öffnete. Ihre zarten Hände krallten sich in meine Haare, während ich mit einer Hand ihre hübsche Brust umfing. Wir verloren völlig die Kontrolle und wer weiß was noch passiert wäre, wenn nicht gerade jetzt das Telefon geklingelt hätte. Es reichte um mich gerade noch zur Vernunft zu bringen.
"Ich glaube, wir sollten uns jetzt ein wenig zusammenreißen und weiterarbeiten."
"Wenn du meinst", antwortete sie und ließ einen Finger langsam an meiner Brust entlangfahren" , aber wenn du deine Meinung änderst, dann weißt du, ja wo ich bin."
Sie lächelte lieb und hüpfte leichtfüßig vom Tisch. Als ob nichts passiert wäre, nahm sie den Hörer des Telefons und nahm das Gespräch an. Ohne ihr den Grund meines Kommens noch mitzuteilen, flüchtete ich zurück in mein eigenes Büro. Ich saß in meinem Stuhl und versuchte verzweifelt die erotischen Bilder aus dem Kopf zu kriegen, die mein Gehirn mir suggerierte.
Wenn das so weiterging, konnte ich das Haus nur noch mit Eiswürfeln in der Hose verlassen. Außerdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich im Moment die Beute war und Alice die Jägerin. Stöhnend vergrub ich den Kopf in meinen Händen. Ich war erledigt.
Edwards Pov
Ein leises Klopfen ließ mich von den Unterlagen hochblicken, die vor mir ausgebreitet waren.
"Herein", rief ich und ich sah Tanya die ihren Kopf zur Tür reinsteckte. Ich lächelte sie freudig an und winkte sie zu mir herein.
"Na, den Abend noch gut überstanden", fragte sie und kam mit schwingenden Hüften auf mich zu.
"Aber natürlich, zwischen Bella und mir läuft es gerade wieder prächtig. Und von ihrer Ohnmacht hat sie sich auch sehr gut erholt."
Ich grinste, als ich daran dachte "wie" gut sie sich erholt hatte. An dem Spruch "Liebe am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen", war schon was Wahres dran.
Zufrieden lehnte ich mich in meinem Sessel zurück.
"Was kann ich für dich tun Tanya?"
"Oh, ich wollte dir nur sagen, dass ich für uns einen Tisch beim Chinesen reserviert hab. Ein Mann wie du muss doch bei Kräften bleiben, " sagte sie und lächelte mich strahlend an. Sie war wirklich eine unglaublich schöne Frau und wenn ich nicht so verliebt in Bella wäre, dann hätte ich sie nicht von der Bettkante geschupst. Aber Treue war für sehr wichtig. Selbst in meinen wildesten Zeiten vor Bella, hatte ich immer nur eine Frau und nicht mehrere nebeneinander. Ein Seitensprung war in meinen Augen unverzeihlich.
Ich wusste, dass sich Tanya am Anfang ein wenig Hoffnung auf eine Affäre gemacht hatte, doch nachdem ich keine Anstalten machte, auf ihr Werben einzugehen, waren wir schließlich gute Freunde geworden. Natürlich hatte ich diesen Teil vor Bella verschwiegen. Ich wollte sie nicht unnötig aufregen, wegen nichts.
"Tanya, ich muss dich leider enttäuschen. Ich werde die Mittagspause mit meiner Frau verbringen. Wärst du mir böse, wenn ich stattdessen mit Bella zum Chinesen ginge? Immerhin ist der Tisch schon bestellt."
Sie lächelte strahlend.
"Aber nein, ich bin nicht böse. Ich freu mich, dass ihr euch so gut versteht!"
Sie war wirklich ein Schatz. Ich hoffte, dass sie und Bella sich irgendwann doch besser verstehen würden. Nach ein paar belanglosen Worten, verließ sie mein Büro wieder. Ich vertiefte mich wieder in die Prozessunterlagen und merkte gar nicht, dass Bella sich von hinten an mich heranschlich. Erst als ich ihre zarten Arme um mich fühlte, erwachte ich aus meiner Konzentration.
"Hallo Liebling",begrüßte sie mich und küsste mich zärtlich. Schnell zog ich sie auf meinen Schoß und erwiderte ihre sanften Zärtlichkeiten. Es war fast so, als wären wir wieder frisch verliebt! Ich zog sie schließlich mit mir hoch und lachend verließen wir das Büro. Tanya winkte uns noch fröhlich zum Abschied zu.
Ein paar Minuten später, saßen wir beim Chinesen und begutachteten die Speisekarte. Bella konnte sich wie immer nicht entscheiden und hätte am liebsten von allem was gehabt.
"Soll ich vielleicht für dich bestellen", fragte ich amüsiert, „ sonst stirbt der Kellner noch an Altersschwäche, bevor wir zu unserem Essen kommen."
Sie streckte mir die Zunge raus.
"Ha, ha sehr witzig", sagte sie beleidigt.
Nachdem wir uns doch entschieden hatten und die Bestellung aufgaben, sahen wir Tanya und James auf uns zukommen.
"Was macht die denn hier", murmelte Bella vor sich hin.
Strahlend lächelte Tanya uns an und zog James an der Hand hinter sich her.
„Es macht euch doch nichts aus, wenn wir zu euch stoßen?“
Ohne auch nur unsere Antwort abzuwarten, setzte sie sich auf einen freien Stuhl. James tat es ihr mit einem schmierigen Grinsen gleich. Ich konnte den Kerl nicht ausstehen, und seit er gestern Bella so angegraben hatte, verspürte ich nur noch Wut auf ihn. Er sollte gefälligst die Finger von ihr lassen.
"Bella", sagte er mit öliger Stimme und ich knirschte mit den Zähnen, „ wie schön, dass ich so schnell wieder in den Genuss ihrer Gesellschaft komme."
Er fixierte meine Frau mit seinen Blicken, was mir eindeutig zu weit ging.
„ James ist vielleicht ein alter Charmeur“, sagte Tanya kichernd, „ Bella, lass dich nicht von ihm einwickeln. Er kann unwiderstehlich sein, wenn er will."
Ich sah meine Freundin an. Warum sagte sie so etwas? War mir etwas entgangen?
Ich blickte von Tanya zurück zu Bella, die tatsächlich errötet war. Fand sie den Mistkerl doch nicht so schrecklich wie sie gesagt hatte? Ich wusste, dass manche Frauen diesen Bad-Boys nicht widerstehen konnten, auch wenn sie sich anfangs sträubten. Aber mein Engel gehörte doch nicht zu denen!
"Ach wissen sie James, bei mir werden sie ihren Charme vergeblich einsetzten, da ich äußerst glücklich verheiratet bin."
Ihre Worte beruhigten mich einigermaßen, als Tanyas Stimme meine Gedanken unterbrach.
"Uh, wenn das mal nicht eine Ansage war. Pass nur auf Bella, dass er das nicht als Herausforderung sieht."
Waren die Alle noch ganz dicht! Ich war schließlich auch an diesem Tisch und sie sprachen davon, dass James meine Frau verführen wollte. Tanya bemerkte meinen ungläubigen Blick und sagte schnell.
"Oh. jetzt haben wir Edward beunruhigt. James sag ihm schnell, dass das ein Scherz war."
"Es war nur ein Scherz", plapperte er brav nach.
Doch ein scharfer Blick in seine Augen, belehrte mich eines Besseren. Es war eine offene Kampfansage an mich und der Preis war meine Frau. Ich wollte mich schon auf ihn stürzen, als Bellas Hand sich beruhigend auf meine legte.
"Liebling lass dich nicht provozieren. Mr. Foster scheint einen seltsamen Sinn für Humor zu haben."
Ich sah ihr in die Augen und kam augenblicklich zur Vernunft. Der Kerl konnte sie angraben, soviel er wollte, aber zu einer Affäre gehörten immer noch zwei. Und Bella gehörte allein mir!
"Komm, wir gehen. Mir ist plötzlich nicht mehr nach chinesisch. Tanya, du entschuldigst uns."
James ignorierte ich komplett. Während ich mit Bella das Restaurant verließ, sah ich noch wie Tanya anfing ihn auszuschimpfen. Gutes Mädchen! Auf sie war eben Verlass. Sofort verzieh ich ihr, die etwas unpassenden Bemerkungen.
"Edward, du glaubst doch nicht etwa, ich könnte irgendein Interesse an diesem Widerling haben?"
"Nein, Schatz!", sagte ich beruhigend, „ Komm, lass uns an einen Hot-Dog Stand gehen. Nur weil James uns das Essen verdorben hat, müssen wir nicht hungern."
Lachend hakte sie sich bei mir unter und wir schlenderten die nächste Fastfood-Bude an. Ich war zwar wieder beruhigt, doch ein ungutes Gefühl blieb trotzdem zurück, wenn ich an James und seine Absichten bezüglich meiner Frau dachte.
Tanya PoV
Genüsslich zündete ich mir eine Zigarette an und sah grinsend zu James, der nackt neben mir im Bett lag.
"Na, dass lief doch gar nicht so schlecht! Die Saat ist geplanzt, jetzt muss das böse Monster Eifersucht, nur noch wachsen."
James grinste teuflisch neben mir und in seinem Blick lag Bewunderung.
"Du weißt, dass du ein kaltherziges, berechnendes Biest bist, oder?"
Lachend drückte ich die Zigarette aus und schwang mich über seine Hüften. Mit einer einzigen Bewegung, nahm ich ihn in mir auf und sein lautes Stöhnen, klang wie Musik in meinen Ohren. Der Kerl fraß mir aus der Hand und würde noch sehr nützlich für mich sein.
"Oh James, nicht mehr lange und Edward wird ganz mir gehören. Wenn er dieses Miststück endlich verstoßen hat, werde ich die neue Mrs.Cullen sein."
Langsam beobachtete ich ihn und beschleunigte meine Bewegungen. Er genoss unseren Ritt genauso wie ich!
"Was machst du, wenn ich dich verpfeife? Für den Fall, dass unser Plan tatsächlich funktionieren wird", fragte er mich interessiert und führte meine Hüften auf und ab. Ich keuchte da ich den Orgasmus nahen fühlte, während meine Hände sich um seinen Hals legten und leicht zudrückten.
"Wenn du mich verrätst, wirst du es bereuen James", flüsterte ich gefährlich leise und unterbrach einen Moment meine Bewegungen.
"Willst du mich vielleicht umbringen?" , grinste er.
Kalt sah ich ihm in die Augen und fing wieder an, ihn zu vögeln.
"Du solltest es lieber nicht darauf ankommen lassen", stöhnte ich und nach einer letzten Bewegung, überrollte mich mein Orgasmus.
Edward, bald wirst du mir gehören, dachte ich und sank erschöpft zusammen.
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