Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 53 - Die Ruhe vor dem Sturm

Edwards Pov

Überdeutlich konnte ich Rebeccas Augen erkennen und bekam einen leichten Schock.  Sie waren grün!

Dasselbe grün, welches mir entgegenblickte, wenn ich morgens in den Spiegel sah. Aber besaß sie nicht blaue Augen?  Wahrscheinlich benutzte sie während ihrer Zeit in der Kanzlei Kontaktlinsen, die ihre wahre Augenfarbe verdeckten.  Einem Unbeteiligten wäre sofort die Ähnlichkeit aufgefallen und ihre Tarnung  wäre womöglich doch noch aufgeflogen.

Es war erschreckend, dass sie uns hierher folgte.  Sie war wie ein dunkler Schatten, den man nicht loswurde und Peter neben mir fluchte gottlos, als ihm klar wurde, dass Rebecca tatsächlich seinen heißgeliebten BMW rammte.

Wir sahen ihr hinterher, wie sie die Straße entlang brauste und wir sie aus den Augen verloren. Es brachte nichts, die Verfolgung aufzunehmen, da sie schon längst über alle Berge wäre, bis wir unseren Wagen  auch nur gewendet hätten.

Was sollte das? Wollte sie uns warnen, nicht in ihrer Vergangenheit zu wühlen. Dazu war es längst zu spät! Ihr Geheimnis war aufgedeckt und es war nur noch eine Frage der Zeit,  bis wir sie finden würden. Selbst Rebecca musste irgendwann das Geld ausgehen, da sie keiner geregelten Arbeit mehr nachging. Wie sonst hätte sie die Zeit aufbringen sollen, uns auf Schritt und Tritt zu begleiten.

Erst in Forks,  als sie den Stein in unser Auto warf und jetzt hier, in ihrer alten Heimat Maryville. Der akute Geldmangel,  der sie früher oder später ereilen würde, war unsere Chance! Irgendwie musste sie an Bares rankommen und sie würde Fehler machen.

Peter stieg aus und begutachtete den Schaden, den Rebeccas Attacke verursachte.  Seine Hand strich über die gerammte Stelle und er schüttelte den Kopf. Ich stieg ebenfalls aus und sah es mir an.

„Autsch, da hat sie aber ganze Arbeit geleistet. Was hat sie nur dazu gebracht,  sich auf diese Art zu zeigen?“, fragte ich mich laut.

„Ich glaube, sie will uns damit sagen, dass sie sich von unserer Suche nach ihr, nicht einschüchtern lässt. Im Gegenteil! Ich fürchte, sie fühlt sich in die Ecke gedrängt und sieht jetzt Handlungsbedarf. Wir müssen sofort zurück nach Seattle, Edward.  Bella ist in höchster Gefahr und wir sollten sie keine Sekunde aus den Augen lassen.“

„Ich verstehe nur nicht, warum sie sich mit ihrer Rache, so auf mich fixiert hat. Ich kann doch auch nichts dafür, dass Carlisle meine Mutter derart unter Druck gesetzt hat. Es ist auch nicht meine Schuld, dass Mutter ihren Job verlor, von Jenkins verlassen wurde und  sie deswegen Rebecca  weggeben musste. Es wäre doch logischer, sich an Carlisle zu rächen.“

„Rebecca zäumt das Pferd von hinten auf. Sie will alle leiden sehen, die ihrer Meinung nach, an ihrem grausamen Leben schuld sind. Carlisle ist dafür verantwortlich und sie weiß genau,  wie sehr er dich liebt. Es gäbe keine grausamere Strafe für ihn, als zu wissen, dass durch sein Fehlverhalten, dein Leben mutwillig zerstört wird. Ihn zu ruinieren oder gar zu töten, wäre für Carlsile nicht das Schlimmste. Er hat so ein schlechtes Gewissen wegen allem, dass er eine Strafe sogar begrüßen würde. Aber, wenn er mitbekommt, wie du alles verlierst, was dir lieb und teuer ist, das wäre für ihn unerträglich und würde ihn zerstören.“

Peters Worte machten Sinn. Es machte ihr nichts aus, einen Unschuldigen zu zerstören, war sie doch selbst unschuldig gequält worden. Warum sollte es jemand anderem besser gehen, wie ihr selbst.

Hogans Geständnis,  dass er ihr ungeborenes Baby  abtreiben ließ,  erschütterte mich zutiefst und löste nackte Panik in mir aus. Ihr Baby war unschuldig gestorben, sie würde doch nicht mein Baby….

„Peter, fahr los! Ich rufe Jake an und sage ihm, er soll Bella nicht eine Sekunde allein lassen, bis ich zurück bin.“

„Du machst dir Sorgen um dein Kind, nicht wahr?“

Ich nickte nur und wir fuhren wieder los.

Jake versprach mir am Telefon, Bella mit seinem Leben zu beschützen und ich wurde ruhiger. Auf ihn konnte man sich verlassen. Selbst Rebecca konnte es mit Jake nicht aufnehmen.

Er erzählte nicht viel über seine Zeit außerhalb der USA,  doch ich ahnte, dass er schon mit weit schlimmeren Gestalten, als Rebecca, zu tun hatte.

Peter fuhr in einem Höllentempo zurück und wir beteten, dass Rebecca nicht vor uns dort ankam.


Mittlerweile waren mehrere Wochen seit Rebeccas Anschlag vergangen. Entgegen aller Befürchtungen, hörten wir nichts mehr von ihr. Es war, als wäre sie vom Erdboden verschluckt, selbst unsere Hoffnung,  dass sie eine Straftat begehen würde, um an Geld zu kommen, bestätigte sich nicht.

Pastor Hogan wurde verhaftet und saß in Untersuchungshaft. Die Chancen, dass er verurteilt wurde, standen gut, da sich plötzlich einige zu Wort meldeten und zumindest die körperlichen Misshandlungen bestätigten.

Ich verspürte Genugtuung bei dem Gedanken, dass dieses Schwein niemals wieder Hand an ein Kind legen würde.

Jetzt kehrte tatsächlich so etwas wie Ruhe ein und der Entbindungstermin rückte immer näher. Bella nahm stetig an Umfang zu und ich hatte meine helle Freude daran, sie deswegen aufzuziehen. Wir befanden uns alle in einer merkwürdigen Stimmung und konnten diese nicht einordnen. Wie die Ruhe vor dem Sturm! Etwas lag in der Luft, wie ein dunkles Omen!

Es war noch längst nicht ausgestanden, aber wir konnten zumindest phasenweise vergessen,  dass Rebecca im Hintergrund  lauerte und nur darauf wartete wieder zuzuschlagen.

Jake zog mittlerweile ins Gästezimmer unseres Hauses, weil ich abends oft spät nach Hause kam und sie dort nicht sicher war. Rebecca bewies bereits, dass verschlossene Türen, kein Hindernis für sie darstellten und ich wollte kein Risiko eingehen.

Meine Arbeit bei der Staatsanwaltschaft gestaltete sich anstrengender und zeitraubender als erwartet, doch sie machte mir auch einen Riesenspaß. Endlich tat ich das, weswegen ich diesen Beruf überhaupt ergriffen hatte.

Bella zeigte vollstes Verständnis für die vielen Stunden, die ich investieren musste und warf es mir nie vor. Dabei hätte sie jedes Recht dazu! Versprach ich ihr nicht, dass ich mir wieder mehr Zeit für sie nehmen wollte?

Doch sie meinte nur, dass sie es verstehen würde, da ich ja noch als Neuer galt und  mich erst bei der Staatsanwaltschaft etablieren müsse.
Was hatte ich nur für ein Glück, mit so einer Frau gesegnet zu sein!

Heute Abend wollte sie ein Essen für unsere Freunde geben. Sie war momentan dermaßen harmoniebedürftig, dass sie unbedingt einem unserer Paare in spe die Möglichkeit geben wollte, sich wieder näher zu kommen.

Sie gestand mir eines Abends, dass sie Alice, auf Leah „gehetzt“ hatte, damit die, unserer alten Freundin zu einem neuen Styling verhalf. Der Versuch war ein Erfolg auf der ganzen Linie und selbst ich musste zugeben, dass sie wirklich atemberaubend aussah.

Jake bekam jetzt jedesmal einen verträumten Ausdruck im Gesicht und machte sich zum Affen, bei dem Versuch sie zu becircen. Doch Leah war wütend, dass es  ihrem neuen Aussehen zu verdanken war, dass Jake sich plötzlich für sie interessierte.

Sie waren genauso stur wie Peter und Shelley. Auch die beiden würdigten sich keines Blickes mehr,  es herrschte Eiszeit zwischen ihnen.
Bella wollte die Situation etwas entspannen, indem sie alle bei einem gemeinsamen Essen zusammenbrachte. Doch ich bezweifelte stark den Erfolg ihres Ansinnens und befürchtete gleichzeitig einen Eklat.

Bella war aber nicht davon abzubringen und ich fügte mich.  Ich packte meine Unterlagen in die Aktentasche und verließ mit schnellen Schritten mein Büro. Ausnahmsweise war ich mal nicht spät dran und machte noch einen Abstecher in ein Blumengeschäft, um meinem Schatz einen schönen Strauß mit Sommerblumen zu besorgen.

Mit einem monströsen Strauß bewaffnet, dachte ich flüchtig an meinen damaligen Entschuldigungsversuch und daran, wie sie die Blumen zertrampelt hatte.  Grinsend hoffte ich, dass diese Blumen ein gnädigeres Schicksal ereilen würde.

Daheim betrat ich die Küche und beobachtete meine Bella dabei, wie sie konzentriert eine dunkle Masse, vermutlich Schokolade, in einem Topf  zum Schmelzen brachte.

Ihre Schwäche für Süßes,  hatte sie schon vor Jahren  zu einer Meisterin im zubereiten von Desserts gemacht und ihre Mousse au Chocolat war ein Traum. Sie naschte ein wenig aus dem Topf und schloss genüsslich die Augen.

Ich pirschte mich langsam an sie ran und küsste sie auf die zarte Haut ihres Nackens.

„Lass mir auch was übrig!“, flüsterte ich.

Sie drehte sich um und fiel mir um den Hals, sowie ihr Bauch das zuließ.

„Edward! Du bist ja schon da.“

Einen Arm um ihre Hüfte geschlungen, zog ich sie an mich, während ich den anderen versteckt hielt.

Ohne Eile fing ich an sie zu küssen, genoss ihren Geschmack und spürte noch einen Hauch der Schokolade auf ihrer Zunge. Selbstvergessen erwiderte sie die Liebkosungen  und stöhnte wohlig auf, als meine Hand zärtlich über ihren schmalen Rücken glitt.

„Wie lange dauert es noch, bis die anderen kommen?“, murmelte ich an ihrem Hals.

Vergessen waren die Blumen und alles andere. Was als Begrüßungskuss anfing, wurde schnell zu purer Leidenschaft, doch Bella schob mich schweren Herzens  wieder weg.

„Liebling, ich würde ja furchtbar gerne darauf eingehen, aber hast du vergessen, dass Jake auch hier ist?“

Peinlich berührt sah ich zur Tür und erblickte einen grinsenden Jake, der an der Türe lehnte.

„Schön zu sehen, dass die viele Arbeit dich nicht von den elementarsten Dingen abhält!“, witzelte er spöttisch.

„Du bist ja nur neidisch!“, zog ich ihn auf.

„Da könntest du recht haben. Leider will Leah immer noch nichts von mir wissen, daher sitze ich in dieser Hinsicht etwas auf dem Trockenen. Deswegen spanne ich eben ein bisschen bei euch. Sind diese Blumen für mich?“, feixte er.

„Tut mir leid, aber die sind für Bella! Hier mein Schatz!“

„Oh Edward, sie sind wunderschön!“, rief sie gerührt und vergrub die Nase in den Blüten, „ Ich stell sie gleich mal in eine Vase.“

Schon verschwand sie mit dem Strauß und kam mit einer Kristallvase zurück.

Danach halfen wir ihr beide bei den restlichen Vorbereitungen und bald schon waren auch Leah und Shelley anwesend. Alice und Jasper  trafen auch ein, nur Em und Rose konnten nicht, da Maggie krank war und sie die Kleine nicht alleine lassen wollten. Peter sagte telefonisch ab und ich konnte Shelleys Enttäuschung förmlich spüren. Sie tat mir leid und ich hielt Peter für einen Dummkopf.

Shelley war eine wunderbare Frau, doch aus irgendeinem Grund war Peter nicht bereit eine Beziehung einzugehen.

Bella war fuchsteufelswild über Peters Absage und murmelte etwas über die Blödheit der Männer. In diesem Fall musste ich ihr sogar recht geben.

Das Essen gestaltete sich dennoch sehr angenehm, was nicht zuletzt an Alice und Jasper lag. Beide strahlten soviel Glück aus, dass es geradezu ansteckend wirkte.  Das fröhliche Geplapper von der  schwarzhaarigen Nervensäge, vertrieb auch die letzten trüben Gedanken und selbst Shelley lachte herzlich über Alice Erzählungen.

„Wie war eigentlich deine Shoppingtour mit Leah“, wollte Jake neugierig wissen, „ sie erzählt so gar nichts darüber, obwohl das Ergebnis für sich selbst spricht.“

Er sah bewundernd zu Leah, die ein hübsches weinrotes Kleid trug, welches perfekt mit ihrer goldenen Haut harmonierte.
Alice grinste über beide Backen.

„Diesen Trip werde ich niemals vergessen. Noch nie habe ich erlebt, dass sich jemand so standhaft geweigert hat Spitzenunterwäsche anzuziehen. Aber ich habe es doch geschafft. Ich weiß gar nicht was du hast, Leah, die stand dir hervorragend!“, lachte Alice hinterhältig.

Jake verschluckte sich augenblicklich an seinem Wasser, während Leah so rot wurde wie ihr Kleid.

Ich grinste bewundernd und blickte auf Bellas zufriedenes Gesicht.  Es stand außer Frage, dass diese Bemerkung geplant war. Es war ein offenes Geheimnis, dass sie die zwei verkuppeln wollten und sie leisteten ganze Arbeit.

Ein leichtes Vibrieren meines Handys, ließ mich dieses aus der Hosentasche ziehen.  Es war eine Nachricht von Peter.

Er schrieb mir per SMS, dass er eine heiße Spur hätte und ich dringend zu ihm in die Wohnung kommen sollte. Desweiteren verlangte er absolutes Stillschweigen darüber und ich sollte mich so normal wie möglich verhalten. Ich würde schon eine Möglichkeit finden,  zu gehen, ohne den wahren Grund dafür zu nennen.

Etwas verdutzt starrte ich auf diese SMS. Sie klang so gar nicht nach Peter, aber er war seit der Geschichte mit Shelley sowieso etwas durch den Wind.

„Hört mal, ich muss noch mal weg. Es ist wirklich dringend, aber ich kann nicht darüber reden. Es geht um meinen Fall.“

Jasper sah mich durchdringend an. Ich mochte den Mann! Er war besonnen, klug und konnte gut die Stimmungen der Leute erfassen. Er merkte, dass ich log, sagte aber nichts.

Bella war gar nicht begeistert, auch ihre Toleranz hatte Grenzen.

„Edward, hat das nicht Zeit bis morgen. Du hast doch gesagt, heute kommt nichts dazwischen, du hast es versprochen.“

„Es tut mir leid, Liebling. Ich werde mich beeilen und so schnell wie möglich wiederkommen. Ihr werdet gar nicht merken, dass ich weg war.“

Ich fühlte mich gar nicht wohl dabei, ihr die Unwahrheit zu sagen, aber Peter bat mich nicht umsonst um Stillschweigen, also biss ich in den sauren Apfel und ertrug die wütenden Blicke der anwesenden Damen.

Entschlossen schob ich meinen Stuhl zurück und erhob mich. Bella stand ebenfalls auf.

„Ich begleite dich noch zur Tür“, meinte sie.

Dort nahm sie mich in den Arm und küsste mich zärtlich.

„Egal, was du auch vor hast, Edward. Pass bitte auf dich auf! Ich glaube dir nämlich nicht, dass du wegen dem Job weg musst. Es hat was mit Rebecca zu tun und ich glaube auch, dass du deine Gründe hast, nichts zu sagen. Tu mir einen Gefallen und spiel nicht den Helden! Das Baby und ich, wir brauchen dich nämlich noch.“

„Ich verspreche es dir! Wartet nicht mit dem Dessert auf mich, ich weiß nicht, wie lange es dauern wird.“

Nach einem letzten Kuss löste ich mich schweren Herzens von Bella und machte mich auf den Weg zu Peter.

Peters Wohnung lag im besten Viertel der Stadt und ich musste ein Stück weiter weg parken, da es wie überall in Seattle an Parkmöglichkeiten mangelte. Das kurze Stück zu ihm, ging ich zu Fuß und erreichte nach wenigen Minuten sein Apartment.

Die letzten Stufen nehmend, stand ich dann vor der Haustüre und wollte klingeln, als ich merkte, dass die Tür offen stand. Sie war leicht angelehnt und ich öffnete sie ganz. Bevor ich eintrat, rief ich nach ihm, ohne eine Antwort zu erhalten.

Was war hier nur los?

Besorgt betrat ich nun doch die Wohnung, die in völliger Dunkelheit lag. Ich betätigte den Lichtschalter und sah mich im Wohnzimmer um. Nichts!
Ich öffnete nun die Tür zu seinem Schlafzimmer und keuchte entsetzt auf.

Peter lag blutüberströmt auf dem Boden und rührte sich nicht. Ich kniete mich neben ihn und fühlte seinen Puls. Es war noch ein schwaches Puckern wahrzunehmen, doch die Menge an Blut die er verloren hatte, war enorm.  Der ganze Teppich war damit besudelt und ich sah Schussverletzungen an der Brust und auch am Kopf.

„Peter, scheiße, Peter!“, schrie ich voller Angst.

Er war so bleich und ich merkte, wie das Leben langsam aus seinem Körper wich. Hektisch und mit zitternden Händen, versuchte ich die Nummer des Notrufs zu wählen, als die Schlafzimmertür aufgestoßen wurde.

Jetzt brach förmlich die Hölle los. Männer stürmten hinein und schrien wild durcheinander. Ich spürte, wie ich von Peter weggezogen und mit dem Gesicht voraus auf den Boden gedrückt wurde.

Der raue Teppich rieb an meiner Wange und entsetzt spürte ich, wie kalter Stahl sich um meine Handgelenke schloss.
„Wir verhaften Se im Namen des Bundestaates Washington“, rief eine dunkle, männliche Stimme, „Sie haben das Recht zu schweigen. Sollten Sie von diesem Recht  keinen Gebrauch machen, so kann und wird alles was Sie sagen, vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, sich einen Anwalt zu nehmen. Sollten Sie sich keinen Anwalt leisten können, wird Ihnen vom Bezirksgericht ein Anwalt gestellt.“

Nachdem man mir meine Rechte verlesen hatte und der Kerl über mir, endlich sein Knie aus meinem Kreuz  nahm, wurde ich brutal hochgezerrt und abgeführt.

Mein Blick fiel auf Peter, der völlig leblos dort lag und von den Sanitätern versorgt wurde. Ich schwieg zu den Vorwürfen, viel zu geschockt, um meine Unschuld zu beteuern und ließ mich widerstandslos abführen.

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