Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 58 - Mutter werden, ist nicht leicht!

„Rebecca ist, nun, sagen wir, sie schläft zur Zeit und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben“, antwortete sie mit leiser Genugtuung.

Sie trat näher und ich bemerkte erst jetzt die Schwesternuniform die sie trug.

„Ich habe mich schön gefragt, wie du um die Uhrzeit reingekommen bist.“

Sie strahlte mich an, als wäre sie meine allerbeste Freundin, was mir eine echte Gänsehaut bereitete.

„Ja, nicht wahr? Ich finde diese Uniform steht mir ausgezeichnet, ich habe wirklich den Beruf verfehlt. Was meinst du, wie vielen netten Ärzten ich darin den Kopf verdreht hätte?“, kicherte sie wie ein junges Mädchen.

„Ich bin sicher, sie wären dir reihenweise verfallen“, antwortete ich vorsichtig, während ich auf den Alarmknopf schielte, der leider mehr als eine Armeslänge von mir entfernt war. Ohne Schwangerschaftsbauch, stellte es kein Problem dar, ihn zu erreichen, doch jetzt musste ich mich halb aufrichten, um ihn betätigen zu können und das würde sie keinesfalls zulassen. Sie beobachtete mich genau, auch wenn sie scheinbar nachlässig durch den Raum wanderte. Schließlich setzte sie sich zu mir auf die Bettkante und verwehrte mir damit die Möglichkeit den Alarmknopf zu erreichen. Komischerweise verspürte ich keinerlei Angst, was wohl auf den Schock, sie plötzlich vor mir stehen zu haben, zurückzuführen war.

„Schau nicht wie ein weidwundes Reh, Bella! Ich werde dir nichts tun.“, sagte sie, „Wir wollen doch nicht, dass Junior Angst bekommt und zu früh kommt. Was glaubst du, wie ich erschrocken bin, als ich sah, dass dein Vater dich ins Krankenhaus fuhr. Es ist doch noch zu früh und ich habe sein Kinderzimmer noch nicht fertig eingerichtet.“

Jetzt hatte ich Angst! Diese Frau sprach von Joshua, als wäre er ihr Kind, als würde ich ihn allein für sie austragen. Sie wirkte gar nicht gefährlich wie sie so vor mir stand und doch wusste ich es besser. Sie würde keine Sekunde zögern, jeden umzubringen, der sich ihr in den Weg stellte. Vorsichtig, um sie nicht zu verärgern, lächelte ich sie an.

„Wie stellst du dir denn vor, wie es weitergehen wird?“

„Ganz einfach“, sagte sie, offenbar erstaunt darüber, dass ich noch nachfragen musste, „du bringst ihn auf die Welt und dann gibst du ihn mir. Du wirst mir doch recht geben, dass ich nach all dem Leid, das ich für Rebecca aushielt, eine Belohnung verdient habe.“

„Es tut mir sehr leid, was du durchmachen musstest, aber Edward hat dafür gesorgt, dass er bestraft wird. Sie haben ihn verhaftet und wenn er erst verurteilt ist, wird er nie wieder raus kommen.“

Sie verzog unwillig den Mund.

„Ich habe schon mitbekommen, dass er sich in meine Angelegenheiten gemischt hat. Es hat mich geärgert, dass er mir zuvor kam, denn für meinen lieben „Daddy“ habe ich mir was ganz Besonderes ausgedacht. Jetzt komm ich nicht mehr zum Zug und das ist höchst unerfreulich“, schloss sie missmutig.

Doch sofort wechselte ihre Laune und sie grinste mich an.

„Aber lassen wir das“, meinte sie großmütig, „sprechen wir lieber über das Baby. Meinst du, er wird mir ähnlich sehen?“, fragte sie aufgeregt.

Der Kloß in meinem Hals wurde immer dicker und ich wünschte sie wäre weit weg. Cassandra, denn sie war es ohne Zweifel, hatte völlig den Realitätssinn verloren, sowie das Empfinden für richtig oder falsch. Wie sollte man vernünftig mit ihr reden, wenn ihr scheinbar gar nicht bewusst war, dass sie etwas falsch machte. Ihre Verbrechen, waren für sie nur Mittel zum Zweck, um an das angepeilte Ziel zu kommen und nichts anderes. Dass sie dabei Menschen verletzte, ihren Ruf ruinierte oder ganze Leben zerstörte, war ihr völlig gleichgültig. Sie war eine Soziopathin, http://de.wikipedia.org/wiki/Soziopathie gnadenlos und ohne Mitleid. Nur das Baby schien sie zu berühren.

„Ich bin sicher, er wird eine gewisse Ähnlichkeit mit dir haben, schließlich bist du seine Tante“, sagte ich gedankenlos.

„Ich bin seine Mutter!“, schrie sie, „Hast du das verstanden! Gott hat mir mein Baby in deinem Bauch zurückgeschickt, weil sie ihn aus mir herausgeschnitten haben. Er will sich damit bei mir entschuldigen und es so wieder gutmachen. Du bist nur das Gefäß und sonst nichts.“

Sie hielt es für göttliche Fügung und dachte, ich trüge ihr verlorenes Kind aus. Pater Hogans religiöser Wahn hinterließ auch bei Tanya deutliche Spuren und machte sie nur noch gefährlicher und unberechenbarer, da sie es für göttliche Gnade hielt, dass ihr das getötete Kind, durch mich wieder zugeführt wurde. Ich musste versuchen, sie bei Laune zu halten, damit sie nicht auf die Idee kam, mich zu entführen, um die Geburt des Kindes woanders abzuwarten. Oder war sie sogar deswegen hier? Lieber Himmel, wenn mein Baby in ihre Hände fiel, war alles verloren. Ich musste versuchen sie abzulenken, vielleicht kam doch noch jemand in das Zimmer, oder ich konnte den Alarmknopf drücken. Vorsichtig schielte ich an besagte Stelle und Cassandra lachte teuflisch.

„Du brauchst gar nicht zum Alarmknopf zu schauen, meine Liebe. Ich habe das Kabel durchgeschnitten, es wäre also zwecklos ihn zu betätigen.“

Meiner letzten Möglichkeit beraubt, doch noch Hilfe zu holen, lehnte ich mich in den Kissen zurück und fing an zu beten. Ich war keine Atheistin, doch ich war noch nie sehr gläubig gewesen. Jetzt flehte ich ihn jedoch um Hilfe an, um mich und mein Baby vor dieser Frau zu schützen.

„Du siehst aus, als hättest du Todesangst, Bella. Das ist gut!“, sagte sie kalt, „Du solltest auch Angst haben, denn ich schwöre dir, wenn du das Kind nicht rausrückst, wenn es auf der Welt ist, dann wirst du den Tag bereuen, an dem du geboren wurdest. Das Kind gehört mir! Hörst du! Mir!!!“, schrie sie wie von Sinnen.

„Hast du keine Angst, dass der Wachmann dich hört?“

„Ha, glaubst du etwa, ich hätte mich nicht um ihn gekümmert? Er war so froh, dass eine nette Krankenschwester ihm einen Kaffee vorbeigebracht hat, um ihm die Müdigkeit zu vertreiben. Sein Pech, dass darin ein Schlafmittel enthalten war. Er schlummert selig vor deiner Tür und wird erst in ein paar Stunden aufwachen. Ich habe ihm die Kappe vor die Augen geschoben, damit es so aussieht, als ob er nur ein wenig döst. Niemand wird ihn ansprechen!“

Es war ja klar, dass sie an alles dachte.

„Was hast du jetzt vor?“, fragte ich zitternd.

„Krieg dich wieder ein und hör auf zu wimmern“, rief sie ungehalten, „ich wollte dich lediglich vorwarnen. Du kannst mir nicht entkommen und das Kind gehört mir, das wollte ich nur noch mal klarstellen. Schlaf schön, kleine Bella und pass gut auf mein Baby auf.“

So leise, wie sie wohl hineingekommen war, verließ sie das Krankenzimmer wieder und ließ mich verzweifelt und aufgewühlt zurück. Ich lag noch einige Minuten still, weil ich sicher gehen wollte, dass sie auch wirklich weg war, bevor ich mühsam aufstand, um aus meiner Handtasche das Handy rauszunehmen. Meine Hände zitterten so sehr, dass es mir auf den Boden fiel und ich es wieder aufheben musste. Erneut probierte ich es und diesmal klappte es auf Anhieb. Nach dem fünften Klingeln hob mein Vater endlich ab.

„Dad, hier ist Bella! Kannst du bitte kommen? Cassandra…..sie….sie war…hier…bitte“, stotterte ich nun. Mit dem Schock verschwand auch die Ruhe die in mir vorherrschte, während ihrer Anwesenheit. Diese Ruhe war wie weggeblasen und ich hyperventilierte fast vor Angst, konnte kaum noch atmen.

„Bella, ich bin so schnell es geht bei dir. Geh raus zu einer Schwester, hörst du! Du darfst jetzt auf keinen Fall allein sein. Was zur Hölle macht dieser verdammte Wachmann? Ist dieser Trottel nicht in der Lage eine Frau davon abzuhalten, in dein Zimmer zu kommen. Der kann was erleben! Ich lege jetzt auf, Schatz. Ich bin gleich bei dir.“

Ohne länger zu warten, öffnete ich die Tür und stand auf dem Krankenhausflur. Es war still, niemand war um diese Uhrzeit zu sehen. Der Wächter schlief selig, sein gleichmäßiger Atem verriet, dass es ihm soweit gut ging und ich lief bis zum Ende des Flurs zum Schwesternzimmer. Dort informierte ich die Schwestern und bat sie die Polizei zu rufen. Sie taten alles, um mich zu beruhigen, was in meinem momentanen Gemütszustand fast unmöglich schien.

Dad kam kurz drauf und nahm mich fest in den Arm. Sofort ging es mir besser, denn mein Vater wirkte wie immer unbesiegbar und war mein Fels in der Brandung.

„Mein armes Mädchen, es wird alles gut werden. Von jetzt an nimmt dein Daddy die Sache in die Hand. Ich lasse keinen von diesen Schwachköpfen mehr in deine Nähe und ich werde dich persönlich bewachen, bis Edward endlich raus ist.“

Vertrauensvoll schmiegte ich mich an meinen Vater und fühlte mich endlich wieder sicher. Man brachte mich in ein neues Zimmer, während Dad bei der Polizei, die in der Zwischenzeit eingetroffen war, die Anzeige machte. Charlie blieb den Rest der Nacht bei mir und ich konnte endlich beruhigt einschlafen.

Am nächsten Morgen wurde ich sanft von meiner Mutter geweckt, die neben meinem Vater stand und beide strahlten über das ganze Gesicht. Es war schon nach zehn und die Sonne stand hoch am Himmel. Irgendwas war passiert, denn das Lächeln meiner Mutter ließ selbst diese verblassen.

„Schätzchen, wie schön, dass du endlich wach bist. Ich habe mir solche Sorgen gemacht, aber dein dummer Vater“, sie warf ihm einen strengen Blick zu, „ließ mich gestern Nacht nicht mitkommen.“
Er ignorierte ihren vorwurfsvollen Blick und fuhr an ihrer Stelle fort.

„Bella“, sagte er, „wir haben wundervolle Neuigkeiten. Edwards Anwalt James, hat es tatsächlich geschafft die Anhörung vorzuverlegen.“

„Das ist ja wundervoll!“, rief ich begeistert und erleichtert zugleich, „Wann wird sie denn stattfinden?“

Er grinste.

„Sie ist schon durch“, lächelte er, „Dieser James scheint irgendwie ziemlich gute Kontakte zu dieser Richterin zu haben. Sie hat alle anderen Verfahren verschoben, um die Anhörung stattfinden zu lassen. Es dauert nur noch ein paar Stunden, bis alle Formalitäten durch sind und mit etwas Glück, ist er heute Abend draußen.“

Ich konnte nicht fassen was ich da hörte. Edward würde aus dem Gefängnis kommen und bald wieder an meiner Seite sein. Die Freude kam langsam, aber unaufhaltsam und das Lachen, welches in meiner Kehle steckte, brach unkontrolliert aus. Ich sprang aus dem Bett, ungeachtet meines enormen Umfangs und umarmte abwechselnd Charlie oder Renée.

„Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott!“, schrie ich ständig und hüpfte wie ein Pingpongball auf und ab, „Er kommt, er kommt tatsächlich. Ich kann es nicht glauben, das ist so wundervoll.“

„Bella, nicht so hektisch“, rief meine Mutter besorgt, „vergiss nicht, dass du kurz davor standest dein Kind zu bekommen.“

Prompt in dieser Sekunde durchfuhr mich ein stechender Schmerz und ich spürte wie mir etwas Feuchtes die Beine runterlief.

„Mom“, sagte ich,“ Mom, ich glaube meine Fruchtblase ist gerade geplatzt.“



Stunden später, erfasste eine Schmerzwelle nach der anderen meinen Körper. Die erhoffte PDA war nicht möglich, da der Herzschlag des Babies erhöht war und sie wollten kein Risiko eingehen. Also musste ich die Geburt ohne Schmerzmittel durchstehen. Zuerst tat ich das ab und sagte mir, wenn Millionen Frauen vor mir das durchgestanden hatten, dann wäre es für mich auch kein Problem.

„Ahhhhhhhhhhhh!!!“, schrie ich die nächste Wehe raus.

Es tat unglaublich weh, als würde mir jemand mit Stillettoabsätzen auf dem Handrücken rumtrampeln. Schweiß lief mir die Stirn hinunter und ich war völlig fertig.

„Wann kommt denn Edward endlich?“, fragte ich erschöpft. Seit meinem Blasensprung waren jetzt sechs Stunden vergangen und von ihm immer noch keine Spur. Ich brauchte ihn so dringend und bekam Panik, dass sie ihn nicht rechtzeitig auf freien Fuß setzten.

„Bella“, sagte Renée beruhigend, „Dad hat schon mit diesem James telefoniert und sie tun alles, um die Entlassungspapiere so schnell wie möglich zu bekommen. Es dauert nun mal etwas, aber er wird rechtzeitig zur Geburt da sein. Du hast noch Zeit; Liebes, die Wehen kommen erst alle zehn Minuten, das kann noch Stunden dauern.“

Großartig, genau das wollte eine Frau in so einer Situation hören!

„Dein Wort in Gottes Ohr“, stöhnte ich und versuchte mich zu entspannen. Sie flößte mir noch etwas zu trinken ein und hielt mir meine Hand. Ich war wirklich dankbar dafür, dass wenigstens meine Mutter bei mir war. Die zuständige Hebamme, war zwar furchtbar nett und half mir sehr, doch es war nicht dasselbe wie eine Mutter oder der Partner. Edward….

Ich hoffte so sehr, dass er rechtzeitig bei mir sein würde. Er würde es sich nie verzeihen, wenn er die Geburt verpasste, selbst wenn er gar nichts dafür konnte. Immer wieder sah ich auf die Uhr und je mehr Zeit verstrich und je stärker die Wehen wurden, umso mehr schwand meine Hoffnung, dass er es schaffen würde. Der Muttermund war schon sieben Zentimeter offen und es würde nicht mehr lange dauern, bis die Austreibungsphase begann. Die Schmerzen kamen in immer kürzeren Abständen und ich verspürte einen immer heftigeren Druck.

Gerade als die nächste Wehe mich aufschreien ließ, öffnete sich die Tür zum Kreissaal und ich sah einen bronzenen Haarschopf, der sich vorsichtig durch die Tür schob.

„Edwaaaaaard!“, schrie ich und versuchte den Schmerz kurz auszublenden, was mir aber nicht gelang.

„Bella!“, hörte ich seine geliebte Stimme und schon war er an meiner Seite. Er packte meine ausgestreckte Hand und hielt sie ganz fest, während ich dabei war, den Schmerz weg zu atmen. Er küsste meine Stirn und hielt mich so fest es ging. Als der Schmerz verebbte, sah ich weinend zu ihm auf, voller Glück, weil er endlich bei mir  war.

„Ich dachte schon du kommst nicht mehr!“, heulte ich total fertig.

„Pssst, nicht weinen, meinen Schatz. Jetzt bin ich ja da“, sagte er beruhigend und setzte sich nah zu mir. Sein Arm schlang sich um meine Schulter und er küsste mir abwechselnd das Gesicht und den Mund. Solange die Schmerzen nicht spürbar waren, konnte ich es sogar genießen in seinem Arm  zu liegen, doch kaum rollte die nächste Welle an, warf ich ihn fast vom Bett, so stark bäumte ich mich auf.

„Oh Gott, holt ihn endlich raus!“, schrie ich außer mir vor Schmerz, „Ahhhhhhhhhh…… das….tut….so…verflucht…weh.“

„Liebes, halt noch ein wenig durch, bald ist es vorbei“, versicherte mir Edward und wirkte völlig hilflos.

„Was weißt du denn schon“, brüllte ich ihn an, „du bist doch Schuld daran, dass ich solche Schmerzen habe. Ich schwöre……ahhhhhhh…..dir…Edward…..ahhhh Cullen….wir….werden…nie….wieder…Sex ….haben.“

Er hörte sich tapfer alle meine Beschimpfungen und Ausraster an, die in den folgenden zwei Stunden noch folgten, da meine Hebamme uns in den Gesprächen darauf vorbereitet hatte, dass er bei der Geburt eine „andere“ Bella kennenlernen würde. Trotzdem schien er überrascht, über meinen Wortschatz, der Ähnlichkeit mit dem eines Lastwagenfahrers hatte. Sollte er doch mal einen dreieinhalb Kilobrocken rauspressen, dann würden wir uns weiterunterhalten. Selbst Cassandra rückte in weite Ferne, ich wollte es nur noch hinter mich bringen und endlich mein Baby in den Armen halten.

„Bella, sieh jede Wehe als einen neuen Freund an, der dich unserem Baby näherbringt“, versuchte er mich aufzumuntern.

Während er das sagte, erschien es mir plausibel und es klang auch schön, doch bei der nächsten Wehe, packte ich ihn am Hemdkragen und zog ihn zu mir.

„Ach ja, dann nimm du sie doch“, schrie ich, „Ich hab auch so genug Freunde!“

Edward sah hilflos zur Hebamme, die ihn nur wissend angrinste, als wolle sie sagen -„Da müssen sie jetzt durch.“

Der Druck wurde immer stärker und die Hebamme befahl mir die Beine zu spreizen und mich leicht aufzusetzen. Das Kopfteil des verstellbaren Bettes wurde hochgezogen und ich saß mit angezogenen Knien da, Edward direkt hinter mir, um mich zu stützen und damit ich etwas hatte, an dem ich mich festhalten konnte. Renée die zwischenzeitlich das Zimmer verlassen hatte, kam mit dazu und hielt mir auch die Hand. Dad wanderte draußen umher und trieb mit seinen ständigen Fragen, ob das Kind jetzt endlich da sei, die Schwestern in den Wahnsinn.

„Miss Swan“, sagte die Hebamme, „Sie müssen jetzt tief Luft holen und fest pressen, sobald ich es Ihnen sage. Haben Sie verstanden? Und erst aufhören, wenn ich es Ihnen sage.“

Ich nickte aufgeregt, weil ich spürte, wie sich der Kleine so langsam seinen Weg nach draußen ebnete.

„So, jetzt ist es soweit! Pressen, ganz fest!“

Ich holte tief Luft und fing an zu drücken. Vor Anstrengung lief mir der Schweiß in Strömen runter und die Hebamme sagte endlich, dass ich aufhören sollte.

Das Ganze wiederholte sich noch mehrmals, bis die Hebamme ein Zeichen gab, dass die zuständige Ärztin auch dazukommen sollte. Das hieß wohl, es war bald soweit.

„Kommen Sie, Bella. Noch mal! Das Köpfchen ist fast draußen. Tief Luft holen und pressen.“

Ich presste was das Zeug hielt und hörte Edwards Stimme wie aus weiter Ferne.

„Liebes, du machst das toll. Ich liebe dich, hörst du, ich liebe dich über alles. Bald ist unser Schatz da, nur noch ein kleines Stück.“

Seine Worte verliehen mir enorme Kräfte und ich presste nochmal so fest ich nur konnte. Plötzlich war der Druck weg und ich hörte einen kräftigen Schrei.

„Sie haben es geschafft, Ihr kleiner Sohn ist endlich da“, lachte die Hebamme und legte mir mein Baby auf den Bauch.


Jetzt ist er endlich da, der kleine Joshua. Im nächsten Chap wird es kein Drama geben, sondern nur viel Liebe und Ruhe. Ach ja, noch eine Frage!

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