Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 2 - Entäuschung

Das Klingeln des Telefons  riss mich aus meinen Gedanken.Ich sah auf das Display. Es war Edward. Ich wußte, was das zu bedeuten hatte. Wieder einmal würde es später werden im Büro. Edward war ein erfolgreicher Anwalt, einer der besten Strafverteidiger im ganzen Land, gleichzeitig hieß das aber auch, dass er sehr selten zu Hause war.Seufzend nahm ich den Hörer ab.

"Hallo Liebling. Was gibt es?"

"Bella Darling. Ich wollte dir nur sagen, dass du nicht mit dem Essen auf mich warten mußt. Es wird wohl sehr spät werden. Die Gegenseite hat, urplötzlich, noch einen Zeugen aus dem Ärmel geschüttelt.Jetzt müssen Tanya und ich unsere ganze Strategie umschmeißen. Wir können uns in diesem Fall keine Patzer erlauben."

"Ich verstehe.Die Arbeit geht natürlich vor."

Ich konnte die Bitterkeit in meiner Stimme nicht unterdrücken.Seit Wochen ging das nun schon so. Er kam kaum einen Abend vor 23 Uhr nach Hause, und dann war er meistens so müde, dass er mir nur noch einen kurzen Kuss gab und einschlief . Wann hatten wir das letzte Mal Sex gehabt?

Ich konnte mich nicht daran erinnern. Früher war das anders gewesen. Der Ort und die Zeit hatten keine Rolle gespielt, wenn er mich begehrte.

Ich wußte, er war schwer beschäftigt, seit er in der Kanzlei seines Onkels Partner geworden war. Partner bei Cullen&Cullen und das mit gerademal 28 Jahren. Es war ein riesiger Karriereschritt für Ihn. Nur ich blieb dabei auf der Strecke.

Ein weiterer Wermutstropfen war Tanya. Die unglaublich attraktive Rotblonde war ihm  damals als Co-Anwältin persönlich von seinem Onkel zugeteilt worden.

Seitdem arbeiteten die beiden Tag für Tag eng zusammen. Edwards Stimme riss mich wieder aus meinen Gedanken.

"Bella, bist du noch dran?" Er klang ungeduldig.

"Ja, ich bin noch dran," antwortete ich stockend.

"Soll ich dir das Essen warm halten?"

Gott, ich klang wie meine eigene Mutter.

"Nein,das ist nicht nötig. Wir lassen uns etwas vom Chinesen kommen. Ich muss jetzt los.Tanya wird schon ungeduldig. Diese Frau steht einfach immer unter Strom."

Unverhohlene Bewunderung klang aus seiner Stimme. Und schon hatte er  aufgelegt, bevor ich auch nur einen Ton erwidern konnte.
Ich spürte, wie eine einzelne Träne aus meinem Augenwinkel floss.

Seit fünf Jahren waren wir nun verheiratet, direkt nach dem College hatten wir diesen Schritt gewagt. Wie jung und idealistisch wir damals doch waren.

Edward wollte als Anwalt die Bösen hinter Gitter bringen und ich träumte von einer Karriere als Schriftstellerin. Die Realität hatte uns längst eingeholt. Sobald Edward in die Kanzlei seines Onkels eintrat, blieb nichts mehr übrig von seinen Idealen.Ob schuldig oder unschuldig  spielte keine Rolle mehr. Es ging nur noch ums Geld.

Geld und Macht. Die Dinge, welche Edward immer verabscheut hatte, waren nun zu seinem Lebensinhalt geworden. Er hatte sich so verändert , während ich auf der Stelle trat, seiner Meinung nach.

Aber ich fühlte mich wohl in meiner Haut. Ich arbeitete in einem kleinen Verlag als Kinderbuchautorin. Es war nichts weltbewegendes, aber ich hatte Freude daran.

Trotzdem fiel mir immer mehr auf, dass es Edward peinlich war, wenn  sich seine Kollegen und Freunde nach meinen Beruf erkundigten. Ich konnte nun mal keine Superkarriere vorweisen,  wie Tanya. Eine kleine Kinderbuchautorin  passte wohl nicht zu seinem Image als Staranwalt.Vielleicht verbrachte er deshalb soviel Zeit im Büro, weil er dort die Gesellschaft einer Gleichgesinnten genoss. Er und Tanya hatten viel gemeinsam. Beide waren clever, ungemein attraktiv und enorm ehrgeizig.

Langsam hatte ich wirklich Panik, ihn an diese Frau zu verlieren. Sie teilte alles im Moment mit ihm, außer das Bett.

Wie ein Schlafwandler ging ich in die Küche, um mein einsames Mahl zu verzehren. Danach bevorzugte ich eine Dusche, cremte mich sorgfältig ein und schlüpfte in meinen seidenen Pyjama. Schließlich stand ich unschlüssig mitten im Schlafzimmer.

Es war erst nach 21 Uhr, viel zu früh, um zu Bett zu gehen. Leicht drehte ich mich zur Seite und erblickte mein Spiegelbild.

Äußerlich betrachtet war ich hübsch. Lange dunkelbraune Haare mit einem rötlichen Stich; schokoladenfarbige, dunkle Augen und eine zarte, fast schon fragile Figur.

Doch war das wirklich ich? Die Person, die mir entgegenblickte, sah unglaublich traurig aus. Traurig und einsam. Vorsichtig setzte ich mich auf die Bettkante und wartete auf meinen Mann.

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