Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 17 - Ein neues Leben

Bella Pov


Fünf Wochen waren nun schon vergangen, seit Edward unsere Ehe beendet hatte. Nachdem ich mich zuerst in meinem Schmerz gesuhlt hatte, ging es mir nach und nach besser. Ich war nicht zu einem Häuchen Elend mutiert und die Welt drehte sich weiter. Das hatte ich größtenteils Alice zu verdanken. Keine Minute hatte sie mich allein gelassen und sobald ich Gefahr lief, wieder in Selbstmitleid zu versinken, stand sie schon parat und steuerte dagegen.

Immerhin war ich jetzt stolze Besitzerin einer komplett neuen Garderobe, zehn Paar neuer Schuhe und von den Handtaschen mochte ich gar nicht reden. Noch nie war ich der Shoppingfreak gewesen, doch es hatte durchaus geholfen, mich zumindest zeitweise abzulenken.

Nach dem Schmerz kam die Trauer. Noch nie in meinem Leben war ich so unglücklich gewesen, noch nicht mal, als ich glaubte, Edward würde mich mit Tanya betrügen. Es war wohl die Endgültigkeit seiner Worte und Taten, die mich so aus der Fassung brachten. Er hatte mir meine Sachen per Kurier zuschicken lassen.Darunter befand sich auch ein kleines Kästchen. Als ich es öffnete und den Inhalt sah glitt es mir aus den Händen.Es war mein verschwundener Lippenstift, zusammen mit einer kurzen Nachricht.

"Das hab ich bei James im Büro gefunden. Ich glaube der gehört dir"

Das war Tanyas Werk! Nun wurde mir auch klar, warum ich auf der Party ohnmächtig wurde. Sie musste mir was in den Champagner gemixt haben und mir den Lippenstift entwendet haben, als ich bewußtlos war.Bestimmt hatte sie die Tasche an sich genommen und den Lippenstift herausgenommen.Oh Gott, zu was war diese Frau noch alles fähig?

Für Edward mußte das wohl der letzte Beweis meiner Untreue sein. Gegen soviel Mißratenheit, konnte ich mich kaum zur Wehr setzten. Tanya war mir immer einen Schritt voraus, wie eine Hellseherin sah sie jede meiner Reaktionen voraus. Edward tat mir fast schon leid! Er war völlig im Bann dieser Frau und das dicke Ende würde auch für ihn bald kommen, denn  Tanya liebte niemanden mehr als sich selbst.

Aber im Endeffekt war das ja nicht mehr mein Problem. Er hatte mich aus seinem Leben gestrichen! Die neun gemeinsamen Jahre schienen ihm nichts zu bedeuten, wenn er einfach so aufgab. Allerdings wusste ich, dass Untreue zu den Dingen gehörte, die er niemals verzeihen würde. Sein Vater hatte sich umgebracht, nachdem Edwards Mutter mit einem anderen Mann durchgebrannt war.
Er war daraufhin bei seinem Onkel Carlise und dessen Frau Esme in Forks aufgewachsen, wo wir uns kennenlernten. Er war zwei Klassen über mir und bis zu jenem schicksalhaften Tag , als er das Polizeirevier meine Vaters betrat, hatte ich ihn nur aus der Ferne bewundert. Er musste seinen Führerschein wegen überhöhter Geschindigkeit auf einer Landstraße abgeben.

Ich hatte an jenem Nachmittag Kaffe und Kuchen für meinen Dad gebracht und als ich ihn so unverhofft vor mir sah, fiel mir die Kaffetasse runter und das dunkle Gebräu verteilte sich auf seiner hellen Jeans. Es war mir natürlich unendlich peinlich und mein Gesicht verfärbte sich in sämtlichen Rotschattierungen. Edward war jedoch gar nicht böse und wollte zur Wiedergutmachung ein Date mit mir. Unser Kinoabend mit American Beauty und heißen Küssen. So hatte es angefangen.

Der Edward von damals, hätte mir geglaubt. Aber ihn gab es schon lange nicht mehr und es wurde Zeit, dass ich das endlich akzeptierte. Den heutigen Abend würde ich zum ersten Mal alleine sein, was auch gut so war. Ich liebte Alice sehr, aber sie war auf Dauer furchtbar anstrengend. Ein gemütlicher Abend vor dem Fernseher, war zur Abwechslung genau das Richtige. Seit der Trennung war sie ununterbrochen mit mir unterwegs, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Mittlerweile sehnte ich mich nach gepflegter Langeweile.

Außerdem mußte ich mir mal in aller Ruhe Gedanken machen wie es weitergehen sollte. Ich konnte nicht ewig mit Alice zusammenwohnen. Abesegen davon, schien es, als würde es zwischen ihr und Jasper ernst werden. Da wollte ich nicht dazwischenfunken.

Seufzend nahm ich die Fernbedienung und zappte durch die Fernsehkanäle. Es kam wirklich nur Mist, aber es reichte, um mich zu berieseln und von Edward abzulenken. Immerhin hatte ich es heute schon geschafft mal fünf Minuten nicht an ihn zu denken. Würde diese uneträgliche Sehnsucht nach ihm jemals weniger werden?

Träge stand ich auf und schlich zum Kühlschrank . Neuerdings hatte ich einen unglaublichen Heißhunger auf.....Na, ja eigentlich auf alles. Gierig nahm ich ein Stück kalten Braten und bestrich es gedankenlos mit Marmelade. Genüßlich biss ich hinein, bis mir klar wurde, was ich da tat. In meinem Gehirn drehte sich alles. Seit Tagen plagte mich auch eine leichte Übelkeit. Auch Schwindelattacken, die mir bisher fremd waren, gehörten mittlerweile zur Tagesordnung. Ich überlegte angestrengt wann ich das letzte Mal meine Periode hatte.

Oh Mann, ich war ja sowas von übefällig. Aber wie konnte das sein? Dann kam mir die Erleuchtung. Die Party! Was immer mir Tanya in den Drink gemixt hatte, es musste die Pille außer Kraft gesetzt haben.

Ein Baby! Panik durchfuhr mich. Wie sollte ich das alles allein schaffen. Ich wollte auf gar keinen Fall, dass er wegen dem Kind bei mir blieb. Er würde mir sowieso nur unter die Nase reiben, es wäre von James.

Musste er denn davon erfahren? Ich beschloss, es erst mal für mich zu behalten. Die Schwangerschaft war noch nicht mal sicher. Wahrscheinlich würde man auf dem Ultraschall noch gar nicht viel sehen, denn weit konnte ich noch nicht sein. Eine Welle der Freude durchströmte mich. Ich erwartete ein Baby von Edward! Jetzt wollte ich unbedingt, dass es wahr war. Zumindest hätte ich etwas, dass mir von ihm blieb.

Er wollte sich nicht von mir lieben lassen, aber unserem Kind würde ich alle Liebe dieser Welt schenken. Ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um dem kleinen Wesen das in mir wuchs, eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Irgendwas machte mich absolut sicher, dass ich sein Kind in mir trug. Ich wurde Mutter.

Am nächsten Morgen saß ich nervös in der Frauenarztpraxis, um mir die Bestätigung geben zu lassen.
Ich blätterte wahlos die Zeitschriften durch, um auf andere Gedanken zu kommen. Wenn ich nun doch nicht schwanger war? Würde ich das ertragen können?

Mein Name wurde aufgerufen und mit zitternden Knien begab ich mich in den Untersuchungsraum.
Freundlich wurde ich von einem älteren Herrn begrüßt, der mich bat, mich unten rum freizumachen.
Ich hatte es vorgezogen einen neuen Arzt zu konsultieren. Die Gefahr, dass ich in der alten Praxis jemandem begegnete, der Edward kannte, war zu groß. Das Letzte, was mir fehlte, war das jemand tratschte. Ich wusste natürlich, dass so ein Arztbesuch nichts ungewöhnliches war, aber mein letzter war noch nicht lange her und ich wollte vermeiden, dass er mißtrauisch wurde. Mit klopfendem Herzen saß ich auf dem Stuhl, während er mir den Stab für den Ultraschall einführte. Gleich würde man sehen, ob ich mich täuschte.

"Was haben wir denn da," sagte der Arzt freundlich," Ein kleines Pünktchen nur, aber unverkennbar vorhanden. Hier haben wir auch den Dottersack und die Fruchthöhle ist gut ausgebildet. Es sieht alles sehr gut aus. Herzlichen Glückwunsch, Mrs. Cullen, sie werden Mama."

Ich fing vor Freude an zu weinen.

"Ich danke Ihnen, oh mein Gott.... das ist ja unglaublich. Dieser kleine Punkt ist mein Baby?"

Fasziniert starrte ich auf den Bildschirm und obwohl man nicht viel erkennen konnte, durchströmte mich tiefe Liebe für dieses unschuldige Menschenkind. Ich war zwar unendlich traurig darüber, dass ich dieses Erlebnis nicht mit Edward teilen konnte, trotzdem sah ich jetzt zuversichtlich in die Zukunft. Endlich hatte ich wieder einen Lebensinhalt, etwas worauf ich mich freuen konnte. Ein neues Leben würde für mich beginnen.

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