Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 23 - Freunde

Bella Pov

Ich wartete äußerst nervös auf Peters Ankunft. Nach dem Gespräch mit Alice, rief ich ihn an und bat ihn zu einem Gespräch.Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht, was ich ihm sagen sollte. Die ganze Situation war so verfahren, dass es zum Haareraufen war. Aber in einem Punkt war ich mir sicher.
Ich würde Peter nicht benutzen, um mich über Edward hinwegzutrösten, dazu war er mir in den letzten Tagen zu sehr ans Herz gewachsen. Ohne jegliche Zurückhaltung hatte er mir seine Gedanken und Gefühle mitgeteilt, wohlwissend, dass er mit einer Zurückweisung rechnen musste. Das er den Mut hatte mir seine Liebe zu gestehen, war Balsam für meine Seele und die Frau in mir fand ihn durchaus attraktiv.

Aber es war noch viel zu früh für mich, um eine neue Bindung einzugehen und was das Körperliche anging war mir momentan ein großes Stück Schokolade sowieso lieber als Sex.
Mein Baby schien Süßes zu mögen genau wie sein Vater.....

Stop! Ich musste endlich damit aufhören ständig an Edward zu denken. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Tagsüber gelang es mir mittlerweile ganz gut, aber Nachts, wenn ich allein in meinem Bett lag, sehnte ich mich nach seinem warmen Körper der mich schützend umfing. Sein gleichmäßiger Atem hatte mir immer ein Gefühl der Sicherheit vermittelt und es fehlte mir, mich in seine Arme zu kuscheln und langsam in den Schlaf zu dämmern. Es war die Vertrautheit zweier Menschen die viele Jahre ihr Leben miteinander geteilt hatten, die mir abging. Mit jeder Faser meines Körpers vermisste ich ihn, vor allem sein süchtig machender Duft ging mir ab. Selbst seine dämliche Angewohnheit die Zahnpastatube in der Mitte zudrückem fehlte mir.

Was hatte ich mich immer aufgeregt! Ich vermisste es, dass er die Zeitung in tausend Teile beim lesen zerpflückte, sodass ich sie mir immer wieder frisch sortieren musste. ER fehlte mir. Auch wenn er sich verändert hatte, konnte ich mir wirklich nicht vorstellen jemals einen anderen Mann zu lieben.

Es klingelte an der Tür und ich ließ Peter in die Wohnung. Alice war wie immer bei Jasper und so waren wir ungestört. Peter trat lächelnd ein, sein schwarzes Haar war zerzaust und in diesen grünen Cullen-Augen stand ein leidenschaftliches Funkeln, während er mich von oben bis unten betrachtete.Es war mir fast schon unangenehm, so offen von ihm begehrt zu werden, schließlich sah ich ihn jahrelang nur als den "bösen" Onkel an. Doch ein Teil von mir, fühlte sich unglaublich geschmeichelt.

"Guten Abend Bella, schön dich zu sehen. Du siehst einfach tol aus."

Er grinste ziemlich verführerisch,sein Mund war zu einem sexy Lächeln verzogen.
Nun ja, auch wenn ich nicht in ihn verliebt war, aber blind war ich nicht. Auch wenn er Edward in keinster Weise ähnlich sah, der für mich der schönste Mann auf Erden war, so stand er ihm in Punkto Attraktivität kaum nach.

Peter hatte pechschwarzes Haar mit schon leicht ergrauten Schläfen, nur die grünen Smaragdaugen ließen die verwandschaftlichen Verhältnisse erahnen. Er hatte kleine Fältchen um die Augen, die sich beim Lächeln tiefer in seine Haut gruben. Alles in allem war er ein unglaublich attraktiver Mann, nicht schön im herkömmlichen Sinne, aber er hatte unheimlich fesselnde Gesichtszüge.

Ich erwiderte sein Lächeln und wir gingen in Alice kleines Wohnzimmer. Wir setzten uns auf dem Sofa einander gegenüber und er sah mich abwartend an.

"Nun", ich räusperte mich," du fragst dich bestimmt, warum ich dich so dringend sehen wollte."

Er nickte kaum merklich, sagte aber nichts.

"Ich möchte mit dir über uns sprechen," brachte ich schließlich heraus.

Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf.

"Das hört sich aber nicht gut an für mich," sagte er mit einem leichten Grinsen.

"Jetzt sei mal ernst. Das hier ist wirklich wichtig für mich."

Er seufzte und nickte dann.

"Peter, du hast mich mit deinem Liebesgeständnis sehr überrascht und ich hätte mich viel früher dazu äußern sollen. Aber ich war so verwirrt, ich konnte einfach nicht klar denken. Die Trennung von Edward war ist zu frisch. Es ehrt mich, dass du so tiefe Gefühle für mich hegst, aber ich kann sie leider nicht so erwidern, wie du es gerne möchtest. Es wäre nicht fair dir Hoffnungen zu machen. Auch die Zeit wird nichts daran ändern, dass mein Herz immer Edward gehören wird. Wir können keine Beziehung eingehen. Es wäre einfach der falsche Weg für mich."

Er sah mich sehr ernst an und nahm plötzlich mein Gesicht zwischen seine warmen Hände.

"Vielleicht solltest du einfach aufhören nachzudenken und dich fallen lassen. Du wärst vielleicht überrascht was passiert," wisperte er leise.

Ich verlor mich in seinen schönen Augen und wehrte mich nicht, als er begann mich zart zu küssen.
Der Kuss war liebvoll und sanft vom ersten Moment bis zum Ende. Seine Lippen bewegten sich geschickt auf meinen und forderten Erwiderung. Aber so schön es sich auch anfühlte, fehlte es doch an Leidenschaft. Er war sehr erfahren, aber mehr als ein angenehmes Prickeln löste der Kuss nicht in mir aus.

Er beendete den Kuss und sah mir in die Augen. Er wirkte irgendwie schockiert.

"Was ist denn los, Peter?"

Er schüttelte benommen den Kopf.

"Ich ... ich ...es war wunderschön dich zu küssen....aber...aber...", er brach ab, nicht imstande den Satz zu beenden. Ich tat das für ihn.

"Aber es war nicht so, wie du es dir neun Jahre lang ausgemalt hast,oder?"

Er nickte kläglich und sah mich an.

"Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Nicht das du nicht gut küsst, aber irgendwie hat was gefehlt."

Erleichtert sah ich Peter an.

"Wir sind einfach nicht füreinander bestimmt ,Peter. Aber irgendwo da draußen wartet auch auf dich die Richtige. Und jetzt da du weißt, dass es keine Liebe ist die du für mich empfindest, bist du vielleicht offener für andere Frauen. Es tut mir nur so leid das du neun Jahre deines Lebens an mich verschwendet hast."

Er grinste jungenhaft.

"Verschwendet würde ich es nicht gerade nennen. Du hast mir ein paar echt heiße Träume beschert. Außerdem bin ich schon auf meine Kosten gekommen. Es ist ja nicht so, dass ich zölibatär gelebt hätte."

Ich gab ihm einen spielerischen Klaps den er gutmütig hinnahm.

Er streckte die Hand aus und sagte.

"Freunde?"

Glücklich schlug ich ein und erwiderte.

"Freunde!"



Es war jetzt Samstag nachmittag und ich fuhr die Auffahrt zu Emmets und Rosalies Anwesen hoch. Heute würde die Partry stattfinden und Rose hatte mir versprochen, dass es zwanglos werden würde. Es gab keine Presse. Nur ein paar Bekannte der Beiden und natürlich das ganze Team der Fernsehshow. Zu meinem Leidwesen würde auch James mit von der Partie sein. Aber ich konnte Rose nicht darum bitten ihn auszuladen, ohne mein ganzes Privatleben vor ihr auszubreiten. Außerdem schien sich James wirklich bessern zu wollen. Er ging unglaublich liebevoll mit Victoria um, so ein Verhalten hatte ich ihm eigentlich nicht zugetraut.

Leider war Victoria so unglaublich schüchtern, dass er bei ihr keinen Schritt weiterkam. Sie übersah sämtliche Signale seinerseits, um ihr näher zu kommen. Wobei ich mir sicher war, dass ihr Selbstbewußtsein so klein war, das sie einfach nicht glauben konnte, ein Mann wie James würde sich für sie intererssierten.Dabei war es mehr als offensichtlich, dass er etwas für Vicky empfand.

Alice hatte Vicky quasi adoptiert und sie gestern zum einkaufen geschleppt. Sie wollte das allen die Spucke wegblieb, wenn sie die neue Victoria sahen. Es war wirklich süß wie überwältigt die Kleine davon war, dass dieser Wirbelwind das Zepter in die Hand genommen hatte.

Ich betrat das Hausund schon kam mir ein bezauberndes, blondgelocktes Mädchen entgegengerannt.
Das war eindeutig Maggie. Hastig atmend blieb der kleine Engel vor mir stehen und sah mich mit großen Augen an.

"Bist du die Tante von Luna", fragte sie mich völlig aufgeregt.

Ich ging vor ihr in die Knie und strich ihr über die Locken.

"Ja", lachte ich," ich bin die Tante von Luna. Dein Daddy wird sie ins Fernsehen bringen. Dann kannst du sie jede Woche sehen."

Mit riesigen Kulleraugen sah sie mich an und schlang dann ihre dünnen Ärmchen um mich.

"Ich mag dich sehr gern", flüsterte sie mir leise ins Ohr.

Gerührt drückte ich den kleinen Körper an mich und genoss die kindliche Zuneigung. Gab es denn etwas ehrlicheres als ein Kinderlächeln? Sie schenkten es einem ohne Hintergedanken und blickten einem so vertrauensvoll in die Augen.

"Weißt du was", flüsterte ich zurück," ich mag dich auch sehr gern."

Maggie nahm meine Hand und lief hüpfend neben mir her. Sie erinnerte mich mit ihrer Fröhlichkeit und Lebensfreude an Alice.

Maggie führte mich in den Garten.Dort saßen schon Rose und Emmet mit Victoria und James. Lächelnd erhoben sich erstere und boten mir einen Platz an.Ich sah mich um. Es war unglaublich schön hier. Das Anwesen wurde umsäumt von einem hübschen Park. Überall waren Bäume, bunte Blumenbeete und die Vögel zwitscherten fröhlich ihr Lied.

"Hast du dein Gepäck schon mitreingebracht," fragte mich Emmet.

"Nein, ich habe es noch im Auto gelassen. Es ist ja nicht viel und ich werde es später holen. Es ist wirklich traumhaft hier. Ein Paradies um ein Kind großzuziehen."

Emmet lachte.

"Ja, Rose hat sich sofort in das Haus und die Umgebung verliebt. Es ist ein schöner Ausgleich zum hektischen Stadtleben. Und was meine Rose will, bekommt sie auch."

Sie warfen sich einen liebevollen Blick zu und man konnte die tiefe Verbundenheit und Liebe zwischen den Beiden spüren. Maggies Stimme unterbrach die Stille.

"Vicky, Onkel James starrt dich die ganze Zeit an. Mummy hat gesagt, anstarren gehört sich nicht", quakte die Kleine.

Entsetzt warteten alle auf James Reaktion. Doch der lachte nur und verwuschelte Maggie die Haare.

"Du hast schon recht, Liebes. Das gehört sich nicht. Es liegt daran, dass ich Vicky so hübsch finde. Ich sehe sie gerne an."

"Hübscher als mich ", fragte Maggie kichernd.

"Niemand ist hübscher als du Prinzessin. Aber ich bin viel zu alt für dich."

Zufrieden setzte sich Maggie auf Vickys Schoß.

"Dann kannst du ihn haben," meinte Maggie großzügig.

Vicky küsste Maggie auf die Stirn und sah über ihren Kopf hinweg zu James. Ein Strahlen erhellte ihr Gesicht und die Beiden tauschten einen Blick der Bände sprach.

Selbst James schien sein Glück zu finden!

Ob ich jemals wieder einen Mann so ansehen würde? Ich wünschte Edward würde wieder zur Vernunft kommen und ich könnte ihm verzeihen. Doch gerade Letzteres schien mir unmöglich.

Am Abend mischte ich mich unter die Gäste. Alice und Jasper waren in der Zwischenzeit auch angekommen und unterhielten sich angeregt mit Emmet. Es war wirklich recht zwanglos.
Ein kleines, aber feines Büffet sorgte dafür, dass keiner hungern musste und das Personal versorgte jeden mit ausreichend Getränken. Die meisten kannte ich nicht, aber ich scheute mich nicht neue Bekannschaften zu machen.

Ich trat durch die Terasse nach draußen um frische Luft zu schnappen, mir war leicht übel und bevor ich mein Abendessen wieder loswurde ging ich lieber raus.Komischerweise wurde mir meistens erst am Abend schlecht statt morgens. Ansonsten hatte ich außer ein paar merkwürdigen Eßgewohnheiten keinerlei Beschwerden. Die Schwangerschaft verlief bisher problemlos, obwohl ich schon eine leichte Blutung gehabt hatte.

Aber der Arzt hatte mich beruhigt. Das passiere häufiger und solange die Blutung nicht zu stark sei bestehe keine Gefahr für das Baby. Trotzdem sollte ich immer nachschauen lassen. Das brauchte er mir nicht zweimal sagen.

Ich hatte schon die ersten Ultraschallbilder, die aber noch nicht viel zeigten. Faszinierend war nur, dass sich die Größe des Kindes von Besuch zu Besuch zu verdoppeln schien. Es war schon 8 cm groß und so langsam registrierte ich tatsächlich, dass ich schwanger war.

Während ich meinen Gedanken nachhing hörte ich Schritte hinter mir. Ein unvergleichlicher Duft umwehte meine Nase. Das konnte doch nicht sein, oder?

Ich drehte mich um und hyperventilierte fast.

Vor mir stand Edward.

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