Bella PoV
Edward saß hinter mir und schob mein Haar zur Seite. Den freigelegten Nacken, liebkoste er er mit seiner feuchten Zunge. In kleinen Kreisen neckte er die zarte Haut, während seine Hände zu meinem BH glitten und das Häkchen öffneten. Sofort schob er seine Hände nach vorne, wo meine Brüste auf seine großen Hände warteten. Aufstöhnend umfaßte er sie, hob sie an und massierte sie, bis auch mir ein langezogenes Stöhnen entwich.
"Oh Edward", wisperte ich, völlig in meiner Erregung gefangen.
Er ließ von meinem Nacken ab und drehte mich auf den Rücken. Bebend sah ich ihn an. Seine Augen waren vor Lust dunkel geworden, das erregte mich noch mehr. Die Spitzen meiner Brüste hatten sich verhärtet, warteten darauf, mit derselben Leidenschaft liebkost zu werden.
"Sag mir was du willst!", forderte er.
"Küß mich, küß mich hier", brachte ich stockend hervor und deutete auf meine Brust. Er neigte den Kopf und leckte zart über die Spitze, immer und immer wieder. Ich würde gleich explodieren.
"Nimm sie ganz, Edward. Nimm sie ganz in den Mund", befahl ich.
Er lächelte und öffnete den Mund. Gleich würde er........
Grrrrrhhhhhhhhhhhh!!!
Das ohrenbetäubende Klingeln meines Weckers, ließ mich senkrecht im Bett hochfahren. Schwer atmend sah ich mich um. Ich war allein.
Schon wieder ein so ein Traum!
Wenn das so weiterging ,war ich bald ein Wrack. Seit zwei Wochen ging das schon so. Jede Nacht hatte ich erotische Träume über Edward. Doch diese Fantasien plagten mich nicht nur Nachts. Auch Tagsüber überfielen sie mich völlig unvorbereitet.
Müde schlurfte ich ins Bad. Die kalte Dusche tat mir gut und langsam kam ich wieder zu Verstand.
Es waren halt die Hormone, sagte ich mir. Und die Tatsache, dass ich immer von Edward träumte, war doch auch völlig normal. Immerhin waren wir neun Jahre ein Paar! Außerdem, hatte ich nie einen Anderen, als ihn, im Bett gehabt. Wie sollte ich dann auch von einem anderen Träumen.
Im Schlafzimmer zog ich mich an. Ich betrachtete mich im großen Spiegel. Stolz fuhr ich mir, über den nun deutlich sichtbaren Bauch, der sich nach außen wölbte. Seit Edward davon wusste, hatte ich sämtliche weite Blusen in die tiefsten Tiefen meines Schrankes verbannt und trug figurbetonte Kleidung. Sollte ruhig jeder sehen, dass ich Mama wurde.
In der Küche machte ich mir ein leichtes Frühstück und schluckte brav die Schwangerschaftsvitamine und das Magnesium. Mein Blick fiel auf die Saftpresse und ich mußte grinsen. Die würde ich wahrscheinlich nie benutzen, trotzdem hatte ich sie schön ausgepackt und für Edward gut sichtbar, in die Ecke der Küchenzeile platziert. Mein Handy klingelte und ich sah auf das Display.
Alice! Ob Jasper den Antrsag schon gemacht hatte?
"Guten Morgen , meine Süße", sagte ich fröhlich.
"Hi Bells, schön das du in dieser Herrgottsfrühe schon wach bist", erwiderte sie, ebenfalls bestens gelaunt.
Ich sah auf die Küchenuhr. Acht Uhr. Für Samstag war das schon eine frühe Zeit, aber ich musste mich noch um die Deko für meine neue Wohnung kümmern. Was blieb mir anderes übrig, als früh aufzustehen, um dem Gedränge in den Kaufhäusern zu entgehen.
"Was gibt es denn, Alice? Ist irgendwas passiert", fragte ich neugierig.
Mir war jedoch klar, dass sie noch keinen Antrag bekommen hatte, dazu war sie viel zu ruhig.
"Jasper möchte ein Abendessen für Shelley veranstalten. Sie hat sich endgültig dazu entschlossen, New York den Rücken zu kehren und nach Seattle zu ziehen. Ihre Versetzung ins hiesige Krankenhaus ist genehmigt und sie wird schon bald hierherziehen."
"Das ist ja großartig!", rief ich erfreut. Ich mochte Shelley wirklich sehr gern. Sie sah toll aus, aber sie machte sich nichts daraus. Selten hatte ich so eine schöne Frau getroffen, die so absolut uneitel war. Ihr Charakter war lustig, bodenständig und doch selbstbewußt. Ich konnte es kaum erwarten sie Peter vorzustellen. Wer hätte gedacht, dass ich mal als Kupplerin tätig würde, dachte ich schmunzelnd.
"Wer kommt denn alles?" fragte ich.
"Du natürlich, die McCarthys sind eingeladen mit der kleinen Maggie und ich dachte du willst vielleicht noch jemanden mitbringen."
"Wie wäre es mit Peter?"
"Wenn du Peter einlädst, willst du bestimmt auch Edward fragen, stimmts," stellte sie fest.
Ich wand mich innerlich.
"Nun ja, er hat sich toll verhalten die letzten zwei Wochen und es wäre doch sehr auffällig nur Peter einzuladen. Findest du nicht?", versuchte ich mich rauszureden.
"Eigentlich nicht, aber wenn du dich damit besser fühlst, soll es mir recht sein. Du rufst die Zwei an, ja? Ich muß jetzt los, einkaufen."
Bums, hatte sie aufgelegt.
Kopfschüttelnd legte ich das Handy weg. Wenn Alice nur einkaufen konnte ,war sie glücklich.
Sollte ich Edward wirklich anrufen? Es würde eine offizielle Annäherung bedeuten. Doch war ich dafür schon bereit? Ohne lange zu überlegen, rief ich ihn doch an.
"Cullen", meldete er sich ziemlich verschlafen.
Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie er jetzt aussah. Das Gesicht eingedrückt vom Kissen, die Haare völlig verstrubbelt, eine großartige Imitation von Billy Idols Haarpracht.
"Guten Morgen Edward, stör ich?", fragte ich frech.
Sofort war alle Müdigkeit aus seiner Stimme verschwunden.
"Ist was passiert?," fragte er völlig aufgeschreckt.
"Nein, nein", beruhigte ich ihn gleich," ich hab nur nachher keine Zeit zum Telefonieren und wollte dich was fragen."
"Was denn?", fragte er neugierig.
"Alice und Jasper machen eine Art Willkommensessen für seine Schwester. Sie soll ein paar Leute hier kennenlernen. Hast du Lust mit Peter zu kommen."
"Natürlich hab ich Lust", hörte ich ihn begeistert antworten, "Soll ich dich abholen?"
" Das ist nicht nötig. Ich schreib dir noch ne Sms, um welche Uhrzeit das heute Abend stattfindet. Den Zeitpunkt hat mir Alice vor lauter Begeisterung noch gar nicht mitgeteilt", sagte ich lächelnd.
Er würde kommen. Es freute mich viel zu sehr, das war mir jetzt schon klar.
"Okay, ich sag Peter Bescheid. Sag mal, macht es Alice nichts aus , wenn ich mitkomme? Sie war nicht gerade gut auf mich zu sprechen. Zu Recht, wie ich zugeben muss."
"Wenn ich deine Anwesenheit ertragen kann, dann kann sie das auch", scherzte ich.
Er ging darauf ein.
"Ich kann mir ja immer noch ne Tüte über den Kopf stülpen, wenn euch mein Anblick zuviel wird", lachte er.
Von wegen, an dir werde ich mich nie sattsehen, dachte ich innerlich.
"Also, bis heut Abend."
"Bis dann, ich freu mich", flüsterte er in den Hörer.
Krampfhaft hielt ich mich daran fest, seine Stimme jagte mir schon wieder Schauer über den Rücken.
"Ja, bis dann", schloß ich etwas kühler.
Das konnte ja heiter werden.
Am Abend waren wir alle an einem großen Tisch versammelt und genossen die Vorspeise.
Emmet und Rose hatten die kleine Maggie dabei, die sich, wie konnte es auch anders sein, sofort in Edward verliebt hatte.
Es war bezaubernd mitanzusehen, wie er mit der Kleinen umging. Ich bekam den Hauch einer Ahnung , wie er als Vater sein würde. Nachsichtig und doch ernsthaft, hörte er dem fröhlichen Geplapper der Kleinen zu und man merkte, dass er sie trotz ihres Alters ernstnahm.
Nachdem wir Maggie endlich von seinem Schoß bekommen hatten,widmeten wir uns der Suppe.
Doch gedanklich war ich überall, nur nicht bei der Malzeit.
Edward beim Essen zu beobachten, hatte etwas ungeheuer sinnliches. Ich sah, wie er seine verführerischen Lippen langsam um den Löffel schloß und den köstlichen Geschmack auf der Zunge zergehen ließ. Die Augen hatte er verzückt geschlossen und mein eigener Löffel stand starr in der Luft , die Brühe schwappte gefährlich über den Rand. Nichts von alledem interessierte mich jetzt.
Er öffnete die Augen und merkte mein Starren. Fragend zog er die Augenbraue hoch und ich ließ hastig den Löffel in meinem eigenen Mund verschwinden.
Wie peinlich!
Als wäre ich am Verhungern attackierte ich die Suppe, nicht imstande ihm nochmal in die Augen zu sehen.
"Bells", sagte Alice in vorwufsvollem Ton," warum hast du mir nicht gesagt, dass du so hungrig bist. Ich hättte dir doch schon vorher eine Kleinigkeit gemacht. Du musst jetzt auch an dein Baby denken."
Ich hustete und verschluckte mich. Shelley klopfte mir auf den Rücken und langsam bekam ich wieder Luft.
Gütiger Himmel, ich mußte mich wirklich wieder in den Griff bekommen. Ich beschloss meine Hormone für den Rest des Abends zu ignorieren und mich Peter und Shelley zu widmen. Es lief überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Seit der ersten Sekunde gifteten sich die Beiden an. Die Blicke, die sie sich zuwarfen, waren die reinste Kampfansage.
Die Suppe wurde weggeräumt und wir warteten auf die Hauptspeise. Peter lehnte sich genüßlich in seinem Stuhl zurück und fixierte die arme Shelley, mit seinem berühmten Adlerblick. Mit diesem hatte er schon so manchen Staatsanwalt erzittern lassen.
"So, sie sind also Krankenschwester. Wechseln sie nach Seattle, weil ihnen in New York die Patienten davongelaufen sind?"
Entsetzt schnappten wir alle nach Luft. So eine Unverschämtheit! Schnell blickte ich zu Jasper, doch der sah nur grinsend zu und beobachtete Shelley. Die war von der Attacke völlig unbeeindruckt.
"Wissen sie Peter, es wurde langsam langweilig nur die Patienten in New York zu quälen. Ich dachte, ich setzte meine Fähigkeiten auch hier in Seattle ein. Haben sie vielleicht Interesse. Ich könnte ihnen einen Einlauf verpassen. Vielleicht lernen sie dadurch ein paar Manieren", schoß sie prompt zurück.
"Mit meinen Manieren ist alles Bestens", antwortete er träge und verzog seinen Mund, zu diesem sexy Cullen Lächeln. "Sie können ruhig die ganzen Damen fragen, die in den Genuß meiner Gesellschaft gekommen sind. Es hat sich noch keine beschwert."
"Nun, da werd ich mich wohl mit diesen Informationen begnügen müssen. Denn eins ist sicher. Sie werden ganz sicher nie rausfinden, was ich tatsächlich von ihren Fähigkeiten halte. Ich glaube sogar, dass sie völlig überschätzt werden."
Peters Blick verfinsterte sich und ich sagte grinsend.
"Gut pariert, Shelley. Es kommt nicht oft vor, dass Peter sprachlos ist."
Genüßlich beobachtete sie ihn und ich merkte zu meiner Verblüffung, dass doch ein sichtbares Interesse in ihren Augen zu lesen war. Auch Peter ließ kaum den Blick von Shelley.
Eine Stunde und fünf Hitzewellen später waren wir alle satt und zufrieden. Ein lockeres Gespräch war im Gange, selbst Alice und Edward schienen sich wieder halbwegs zu vertragen. Was mich überraschte, war, dass die Männer, alle so einen guten Draht zueinander hatten, obwohl sie alle so verschieden waren.
Spontan hatten sie sich zum nächsten Footballspiel verabredet, das demnächst übertragen wurde.
Ich sah sie schon gröhlend, mit einem Bier in der Hand vor dem Bildschirm sitzen. Gott, war definitiv ein Mann!
Alice und ich wollten abräumen, als Shelley uns aufhielt.
"Nichts da, Bella du bist schwanger und brauchst deine Ruhe und Alice, du bedienst uns schon den ganzen Abend. Es wird Zeit, dass ich auch meinen Beitrag leiste. Ich bring das Geschirr weg und spüle. Und keine Widerrede."
Sie hatte ihren schönsten, strengen Krankenschwesterton eingesetzt und niemand traute sich zu widersprechen.
Plötzlich meldete sich Peter zu Wort.
"Ich helfe Ihnen. Ich will mir ja von ihnen nicht nachsagen lassen, ich sei ein Pascha", sagte er zur Überraschung aller.
"Was ist ein Pascha", fragte Maggie, die sichtlich müde in Rosalies Arm hing.
"Das ist nicht wichtig, Schätzchen", sagte ich," die sind schon ausgestorben."
Mit der Antwort zufriedengestellt, kuschelte sie sich wieder an ihre Mutter. Es wurde eine Menge gelacht am Tisch und ich war seit langem wieder richtig glücklich. Edwards und meine Blicke kreuzten sich immer wieder. Eine zarte Aufregung erfaßte mich. Ich fühlte mich wieder wie damals, als ich Edward kennenlernte. Das flaue Gefühl im Bauch, wenn ich an ihn dachte, hatte definitiv nichts mit der Schwangerschaft zu tun.
Immer öfter ließ ich den Gedanken zu, dass wir eine Familie sein würden, doch ich wollte nichts überstürzen. So sehr ich mir auch wünschte zurückzukehren, es wäre jetzt der falsche Zeitpunkt.
"Wo bleiben denn Peter und Shelley, man hört gar nichts mehr?", fragte Alice verwundert.
"Ich seh mal nach, ich wollte mir eh kurz die Beine vertreten", sagte ich und stand auf.
Ich ging den Flur hinaus in Richtung Küche und öffnete leise die Tür. Was ich da sah, ließ mich beinahe in einen Lachkrampf ausbrechen. Die Zwei standen sich gegenüber, jeder von ihnen das Ende eines Geschirrtuches in der Hand und funkelten sich an.
"Ich hab gesagt, ich trockne ab", rief Peter mit zusammengepreßten Lippen.
"Nein, das ist meine Aufgabe. Rücken sie das Geschirrtuch raus, sonst..."
"Sonst was?", sagte Peter und zog sie am Tuch ein Stück näher.
Nase an Nase standen sie sich gegenüber und vergaßen plötzlich das Reden.Starr sahen sie sich an, bis Shelley nachgab.
"Bitte, tun sie was sie nicht lassen können. Ich gehe zurück ins Eßzimmer."
Sichtlich verwirrt ließ sie das Tuch los und wollte sich abwenden. Peter zog sie jedoch sofort an der Hüfte zurück und preßte sie an seinen Körper.
"Du gehst nirgendwo hin!", wisperte er und küßte sie leidenschaftlich.
Sofort schlang sie die Arme um seinen Hals und erwiderte seine Liebkosung ohne Zögern.Ich schloss leise die Tür und drehte mich um, nur um erschrocken zurückzuzucken. Edward stand genau hinter mir.
"Ich schätze, ich werde jemanden brauchen der mich nach Hause fährt", sagte er grinsend.
Peter hatte ihn mitgenommen und es sah ganz danach aus, dass er sich eine neue Mitfahrgelegenheit besorgen musste.
"Du Ärmster, ich kann natürlich nicht zulassen, dass du laufen musst."
Immer noch grinsend sah er mich an.
"Bietest du dich als Chauffeur an?"
"Nun, ich denke, das läßt sich einrichten."
Lächelnd zog ich ihn mit und wir gingen gemeinsam zurück.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen