Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 27 - Geständnis

Bella PoV

Mittlerweile war ich aus Forks zurückgekehrt, da mir die Situation mit der Show Kopfzerbrechen bereitete. Nie hätte ich erwartet, dass wir mit solchen Schwierigkeiten konfrontiert werden würden.
Kaum eine Berühmtheit wollte als Gaststar fungieren.

Es würde das Ende bedeuten, bevor es überhaupt begonnen hatte. All unsere Mühe wäre umsonst, die viele Arbeit die wir hineingesteckt hatten und das Herzblut. Die Show wäre in beruflicher Hinsicht mein Durchbruch, ein Scheitern konnte ich einfach nicht akzeptieren.

Entschlossen betrat ich den Sender und machte mich auf die Suche nach Emmet. Schließlich efuhr ich, dass er noch nicht im Haus war. Ich beschloss ich in die Kantine zu gehen, um einen Kaffee zu trinken. Eine Tasse pro Tag, gönnte ich mir trotz Schwangerschaft, da ich ohne bestimmt Entzugserscheinungen bekommen hätte. Edward hatte sich immer über meine Kaffeesucht amüsiert. Jetzt war niemand mehr da, der sich darüber lustig machen konnte.

Suchend glitt mein Blick über die Tische und blieb an Vicky hängen. Die saß traurig über einem unbenutzten Frühstückstablett und starrte Löcher in ihre Tasse. Ich beschloß mich zu ihr zu setzen, da ich sowieso mit ihr reden mußte.

"Hallo Vicky" , sagte ich leise und setzte mich ihr gegenüber.

Verblüfft sah sie auf und ein klägliches Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.

"Du bist zurück" , stellte sie fest.

Es schien, als wäre sie nicht sehr begeistert mich zu sehen.

"Vicky, ich bin dir eine Erklärung schuldig. Wegen dieser Sache mit James. Du musst mich jetzt wohl hassen, aber ich bitte dich mir zuzuhören."

Sie schüttelte den Kopf.

"Ich hasse dich nicht. Wie könnte ich denn, da du das Opfer in dieser Situation bist. James hat mir alles erzählt. Er war sehr ehrlich, hat alle Schuld auf sich genommen und sich entschuldigt."

"Hast du ihm denn verziehen?", fragte ich neugierig.

"Wir sehen uns privat nicht mehr", erwiderte sie knapp.

"Oh, das ... nun ja... also...ich kann nicht behaupten, dass ich das schlecht finde. Ich weiß nicht ob sich ein Mensch so schnell, so extrem ändern kann. Immerhin hat er mit Tanya gemeinsame Sache gemacht. Hat er dir erzählt welchen Vorteil er von der Geschichte hatte?"

"Das hab ich ihn auch gefragt. Er meinte, es war einfach ein Spaß für ihn, eine Abwechslung im langweiligen Alltag. Ich kann mit so einem Menschen nicht zusammen sein. Vielleicht bin ich für ihn auch nur eine Abwechslung, ein neues Spielzeug, um sich die Zeit zu vertreiben. Ich weiß sowieso nicht, was er an mir findet und kann mir nicht mehr vorstellen, dass er es ehrlich meint."

Traurig sah ich sie an. Tanya hatte nicht nur mein Leben zerstört.

Ihre Intrigen zogen viel weitere Kreise, als bisher angenommen. Falls James echte Gefühle für Vicky hatte, was ich im Gegensatz zu ihr durchaus glaubte, dann war er auch ein Verlierer bei diesem Spiel. Nun, mein Mitleid hielt sich in Grenzen. Warum sollte es ihm besser gehen wie mi`r?

Nur Victoria tat mir unendlich leid. Rose hatte mir erzählt, dass sie bisher nur von Männern ausgenutzt worden war. Sie war mehr das Mädchen von nebenan, keine großartige Schönheit, aber immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Das hatten die Kerle immer ausgenutzt, während sie sich meistens noch anderweitig amüsierten.

"Hör zu, du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen. Vielleicht renkt sich das alles wieder ein. Ich hab eigentlich keine sonderlich gute Meinung über James, aber ich bin mir sicher, er hat nicht mit dir gespielt. Ich kenne ihn und seine Verhaltensmuster ein wenig. Wie er mit dir umgegangen ist, war keine Lüge. Er hat dich gern."

Sie lächelte ein wenig und erschrak im nächsten Augenblick.

Als ich mich umdrehte, sah ich auch wieso.

James kam mit entschlossenen Gesichtsausdruck direkt auf unseren Tisch zu. Er stand bald vor Victoria und fixierte sie mit seinen stechend blauen Augen. Victoria sah ihn wütend an.

"Was willst du denn noch von mir? Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt. Es ist vorbei, ich will dich nicht mehr sehen" , sagte sie erstickt.

Man merkte ihr an, wie schwer ihr die Worte fielen. Obwohl sie sich erst kurz kannten, hatte sie tiefe Gefühle für ihn entwickelt. Das war wohl die beühmte Liebe auf den ersten Blick.

"Ich weiß was du gesagt hast, aber ich werde nicht aufgeben. Du bist mir wichtig!",sagte er eindringlich.

"Ich glaub dir kein Wort. Wahrscheinlich war ich nur die nächste Herausforderung in deinem "langweiligen" Alltag. Warum dann nicht mal eben die kleine graue Maus verführen", sagte sie sarkastisch.

"Du bist keine graue Maus. In meinem ganzen Leben hab ich nie eine schönere Frau kennengelernt."

Sie schnaubte wütend.

"Hör auf mich zu verarschen. Ich hab einen Spiegel zu Hause und weiß wie ich aussehe. Glaubst du ich sehe nicht, dass ich mit keiner deiner Ex-Flammen mithalten kann. Du willst mich doch gar nicht" , rief sie schluchzend.

Ein Funkeln trat in James Augen. Plötzlich stellte er sich auf den Tisch und rief die Menge in der Kantine zur Ruhe auf. Geschockt warteten Vicky und ich was als Nächstes passieren würde.

"Ruhe Leute, ich habe eine Mitteilung zu machen", schrie er und fing an jugenhaft zu grinsen.

Oh du meine Güte, mir schwante Böses.

"Ich habe eine liebenswerte, wundervolle und wunderschöne Frau tief verletzt und möchte sie hiermit um Verzeihung bitten."

Er hielt inne und sah der erstarrten Victoria in die Augen.

"Vicky, ich weiß ich habe viel Mist gebaut. Aber ich schwöre dir, dass meine Gefühle für dich ehrlich sind und keine Lüge. Vom ersten Moment an hab ich mich zu dir hingezogen gefühlt. Dein Lächeln hat mich mitten ins Herz getroffen und ich wusste, dass du die Eine bist. Ich verlange nicht , dass du mir sofort verzeihst, aber gib mir wenigstens eine Chance dir zu beweisen, was du mir bedeutest."

Offen sah er sie an und wartete auf ihre Reaktion.

Zittrig lächelte sie ihn an, völlig überwältigt. Dass er sich selbst vor allen Leuten bloßstellte und eine öffentliche Abfuhr riskierte, beeindruckte sie wohl sehr. Auch ich war erstaunt über seine Courage, da ich wusste, wie wichtig ihm sein Ruf und die Darstellung nach außen war.

"Ich denke, ich kann das einrichten" , antwortete Vicky ihm unter Tränen.

Er stieg von Tisch und nahm sie in die Arme. Leidenschaftlich küsste er sie vor aller Augen, während die Leute in Jubel ausbrachen.

"Was ist denn hier los", hörte ich Emmetts Stimme fragen.

"James ist verliebt, dass ist los", antwortete ich trocken, während Besagter Vicky packte und sie aus der Kantine zog. Die Zwei würden wir wohl heute nicht mehr zu sehen bekommen.

"Wir müssen reden, Emmett! Jasper hat mich darüber informiert, dass es Schwierigkeiten mit den Gaststars gibt."

Er strahlte über beide Backen.

"Das hat sich erledigt! Ich muss schon sagen, dein Ex hat sich ganz schön ins Zeug gelegt für dich."

Verwirrt sah ich ihn an.

"Was meinst du damit? Ich hab Edward nichts davon erzählt, das würde mir im Traum nicht einfallen."

"Also irgendjemand hat es ihm erzählt. Bella, unsere Probleme sind gelöst. Wir haben genug Promis um zwei Staffeln damit zu drehen."

"Aber was hat Edward damit zu tun?"

"Er hat wohl einen Rundruf gestartet. Edward kennt einen Haufen Berühmtheiten, schließlich ist er selbst sehr bekannt. Er hat allen klargemacht, dass es gut fürs Image ist, bei uns aufzutreten. Jetzt können wir uns kaum noch retten vor Angeboten. Ein großartiger Kerl, weiß gar nicht was du hast" , schwärmte er.

Mir war als würde der Boden unter mir weggezogen. Er mischte sich schon wieder in mein Leben ein. Als wäre das nicht genug, schleimte er sich auch noch bei meinen neuen Freunden ein. Ich stand auf.

"Wohin willst du?"

"Ich werde meinem liebsten Ex- Mann einen Besuch abstatten."

"Das ist eine großartige Idee. Bedank dich auch in meinem Namen", sagte Emmett eifrig.

Ruhig, Bella! Tief atmete ich ein und verkniff mir eine blöde Antwort gegenüber Emmett. Er war halt zu gutmütig und glaubte unbesehen, dass es reine Nächstenliebe war, die Edward dazu getrieben hatte.

"Ach ja, noch etwas" , warf er noch ein," sag ihm es ist kein Problem, wenn er unser erster Gast in der Show ist."

Ich stieß einen Wutschrei aus, drehte mich auf dem Absatz um und verließ die Kantine, bereit Edward langsam und genüßlich den Hals umzudrehen.



Edwards PoV

Während ich aus dem Fenster sah und meinen Kaffee genoss, dachte ich lächelnd daran, wie Bella auf meine Hilfe reagieren würde. Sie würde toben, vor allem wenn sie erfuhr ,dass ich auch als Gaststar auftreten würde. Ein breites Grinsen zierte mein Gesicht. Es würde bestimmt nicht mehr lange dauern, bis sie auftauchte. Bella war wie ein offenes Buch für mich. Sie würde nicht die Selbstbeherrschung aufbringen, das zu ignorieren.

Erheitert dachte ich daran, was sie mir wohl an den Kopf werfen würde, als auch schon die Tür zu meinem Büro aufgerissen wurde. Es war tatsächlich Bella. Das hatte ja nicht lange gedauert, dachte ich amüsiert. Wie eine Rachegöttin stand sie vor mir und funkelte mich mit mörderischen Blick an.
Gott, sie war atemberaubend, wenn sie sauer war.

"Edward Anthony Cullen! Was fällt dir ein, dich in mein Leben einzumischen. Ich verlange, dass du das rückgängig machst", schrie sie völlig irrational.

Ich lächelte sie unschuldig an.

"Was meinst du denn genau? Soll ich die Leute dazu bringen wieder abzusagen, oder geht es um meine Teilnahme an der Show?"

Ich konnte mir ein weiteres Grinsen nicht verkneifen, als ich sah wie sie empört nach Luft schnappte.

"Oh...du...du...bist unglaublich", schrie sie unbeherrscht.

Ich fing an zu lachen, was sie noch mehr in Rage brachte, aber sie sah einfach zu süß aus. Dieses kleine Persönchen, mit einer merkwürdigen Bluse bekleidet, war einfach zu niedlich, wenn sie versuchte autoritär zu wirken.

"Da erzählst du mir nichts Neues. Schließlich hast du mir das oft genug gesagt", reizte ich sie weiter.

"Ich will nicht das du da auftrittst. Das mit den Gästen ist jetzt nicht mehr zu ändern, aber dich will ich nicht dabeihaben."

"Du hast ja nur Angst."

"Ich hab keine Angst vor dir, Edward Cullen. Ich bin es nur leid, ständig kämpfen zu müssen. Ich habe jetzt ein neues Leben. Alles was ich wollte, war es allein zu schaffen, aber du musst ja den großen Retter spielen."

Langsam ging ich auf sie zu und blieb vor ihr stehen.

"Oh, doch. Du hast Angst! Du fürchtest dich davor, dass du mir auf Dauer nicht widerstehen kannst. Ich wollte dir ehrlich nur helfen, um dir zu beweisen, wie toll ich es finde, was du jetzt auf die Beine stellst."

Sie seufzte leise, plötzlich schien ihre ganze Wut verpufft.

" Wir können so nicht weitermachen, Edward! ", rief sie erschöpft aus, "Das zermürbt mich. Ich brauche jetzt meine ganze Kraft und kann die Streitereien mit dir nicht gebrauchen."

Ich kam ihr noch näher. Der wundervolle Duft der von ihr ausging betörte mich, ließ mich all meine Selbstbeherrung verlieren. Ohne an die Konsequenzen zu denken, zog ich sie an mich.

"Lass mich los, Edward!"

Auch sie rang nach Fassung, bewegte sich aber kein Stück von mir weg.

"Ich kann nicht," flüsterte ich ," ich kann einfach nicht loslassen."

Ich senkte den Kopf und nahm ihren Mund. Sie schmeckte so unglaublich gut, ihr Körper paßte sich meinem komplett an. Während meine Zunge ihre liebkoste, glitt meine rechte Hand zu ihem Po und presste sie nah an mein Becken. Sie erwiderte den Kuß nicht, hielt aber ganz still. Merkwürdig, dachte ich, sie fühlte sich irgendwie anders an.

Ich vertiefte meine Liebkosungen, legte mir ihre Arme um meinen Hals und packte sie an den Hüften. Meine Zunge stieß in immer wilderem Rhytmus gegen ihre, heftig rieb ich meinen Körper an ihrem.
Plötzlich stieß sie mich schweratmend von sich.

"Faß mich nicht mehr an, oder du wirst es bereuen. Du kannst nicht mehr da weitermachen, wo wir vor Tanya aufgehört haben."

" Waum denn nicht? Ich weiß, dass du mich noch willst, das konnte ich deutlich spüren. Lass uns neu anfangen. Wir nehmen uns Zeit füreinander, gehen auf Reisen, machen all das was wir immer vorhatten."

" Das geht nicht," schrie sie.

"Warum denn nicht, zum Teufel!", schrie ich in derselben Lautstärke zurück.

"Weil ich schwanger bin, du Holzkopf."

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