Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 18 - Endgültig

Bella Pov

Glücklich verließ ich die Arztpraxis. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie etwas Vergleichbares gefühlt, wie in diesem Augenblick. Ich würde Mutter werden!

Die Schwangerschaft tatsächlich bestätigt zu bekommen, war eine unglaubliche Erleichterung. Dieses winzige Pünktchen war für mich der Beginn eines neuen Lebens. Ich wusste, jetzt würde ich alles überstehen.

Trotzdem drehte sich alles in meinem Kopf. Wie sollte es jetzt weitergehen? Es gab so viele Dinge zu klären. Immerhin würde ich dieses Kind allein großziehen müssen, denn mit Edwards Untersützung konnte ich nicht rechnen.
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Ich bezweifelte nicht, dass er mir helfen würde, falls er mir überhaupt glauben würde, dass es seins war. Ich grübelte lange darüber nach, ob ich es ihm sagen sollte, entschied mich jedoch nach reiflicher Überlegung dagegen. Die ganze Nacht hatte ich mir um die Ohren geschlagen, um eine Entscheidung darüber zu treffen. Sollte ich oder nicht?

Schweren Herzens beschloss ich, Edward nichts über seine anstehende Vaterschaft in Kenntnis zu setzen, vorerst zumindest. Der ausschlaggebende Punkt dafür, war nicht Edward selbst, sondern seine Beziehung zu Tanya. Ich traute ihr nicht und war mir sicher, sie würde mein Baby als Bedrohung ansehen.

Ich hatte Angst!

Was würde Tanya tun wenn sie von dem Kind erfuhr? Ich musste mich und mein Baby vor dieser Frau schützen. Wer wußte schon, wozu diese Frau in ihrem Wahn noch fähig war?

Es tat mir in der Seele weh es Edward zu verheimlichen, aber im Moment sah ich keine andere Möglichkeit. Er würde mich bestimmt noch mehr hassen, wenn er es jemals erfuhr. Aber das musste ich in Kauf nehmen. Solange Tanya in seinem Leben war, würde ich unser gemeinsames Kind von ihm fernhalten.

Wie sehr wünschte ich mir, dass alles nur ein böser Traum war und ich jeden Moment wieder aufwachen würde. Ich vermisste Edward mit einer Intensität, die ich kaum beschreiben konnte. Allein der Gedanke an ihn schmerzte unglaublich und immer wieder war ich nahe daran, zum Hörer zu greifen und ihn anzurufen.

Aber ich tat nichts dergleichen. Durch dieses Tal musste ich durch und ich hoffte insgeheim, dass es eines Tages leichter sein würde und ich ohne Verbitterung an unsere gemeinsamen Jahre zurückdenken konnte.

Es war noch früh am Morgen, als ich den Wagen durch den Berufsverkehr lenkte. Ich war die erste Patientin gewesen, und das ganze Prozedere in der Praxis, hatte nur ein paar Minuten in Anspruch genommen. Der nächste Besuch würde dann ausführlicher sein. Urin abgeben, Blut abnehmen, Gewicht feststellen usw. Den Mutterpaß würden sie mir dann auch aushändigen und ich wäre ganz offiziell im Club der werdenden Mütter.

Unbändiger Stolz erfüllte mein Herz. Immer noch konnte ich mein Glück im Unglück kaum fassen. Mir wurde das größte Geschenk zuteil,  dass es für eine Frau geben konnte. Ein neues Leben, entstanden aus der Liebe zwischen Edward und mir. Und trotz aller Differenzen und dem furchtbaren Ende, hatte Edward und mich lange Zeit eine tiefe Verbundenheit zusammengehalten.

Es schmerzte wenn ich daran dachte das wir eine kleine Familie sein könnten. Aber Jammern würde mir jetzt auch nicht weiterhelfen. Ich musste mein Leben wieder in die Hand nehmen. Vielen anderen Frauen ging es nicht besser als mir. Ich würde den Spieß einfach umdrehen und das Ganze als Chance sehen.

Ich hielt an einer roten Ampel. Jetzt erst merkte ich das ich neben dem Gebäude stand in dem sich die Cullen-Kanzlei befand. Plötzlich trat Edward in Begleitung von Tanya auf die Straße. Er hatte den Arm um ihre Taille geschlungen und lenkte sie sicher zu seinem parkenden Wagen.

Als er ihr die Wagentür öffnete und wartete bis sie einstieg, ließ er den Blick schweifen und unsere Augen ketteten sich trotz der Entfernung ineinander. Er wirkte überrascht und schockiert zugleich, als er mich erkannte. Fünf Wochen waren seit der letzten Begegnung vergangen und ich hasste mich für die unbändige Sehnsucht nach ihm.

Er hielt mich mit seinen Augen gefangen und ich glaubte denselben Schmerz erkennen zu können, der auch in mir tobte. Aber ich bildete mir das bestimmt nur ein. Er hatte ja jetzt Tanya. Sie würde keine Zeit verlieren, um ihm ihre tröstende Schulter anzubieten. Hinter mir  begannen die Autos zu hupen und ich riss mich zusammen. Den Blick von ihm abwendend trat ich auf das Gaspedal uns fuhr davon.hupten schon die Autos.

Im Büro versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen. Diese unfreiwillige Begegnung, so kurz sie auch war, hatte mich mehr mitgenommen als ich mir eingestehen wollte. Doch ich schöpfte Kraft aus meiner neugewonnenen Stärke und begann hochkonzentriert zu arbeiten. Nicht mal Alice merkte mir was an.

Ihr würde ihr erst etwas später von der Schwangerschaft erzählen. Es war mir wichtig, dass sie endlich ihr eigenes Liebesleben in den Griff bekam. Durch ihre ständige Aufmerksamkeit ging es mir zwar deutlich besser, aber das Unterfangen Jasper zu verführen geriet dadurch ganz schön ins Stocken. Er hatte sie heute Abend zum Essen eingeladen und die Gute Alice war imstande und sagte alles ab, um die "werdende Mama" ja nicht allein zu lassen.

Sie hatte endlich etwas Glück verdient und ich wollte ihr nicht im Weg stehen. Alice hatte schon genug für mich getan, es war an der Zeit ihr etwas davon zurückzugeben.

"Und bist du schon aufgeregt?", fragte ich sie.

Aufgeregt war wohl das falsche Wort. Sie sah aus, als stünde sie kurz vorm Kollaps.

"Bella, ich habe solche Panik. Ich weiß einfach, dass es heute passieren wird."

"Das ist doch wundervoll! Du brauchst doch keine Angst zu haben. Wenn einer erfahren beim Sex ist, dann ja wohl Jasper. Denk nur an die Truppen?"

Die "Truppen" waren die endlosen Reihen von Blondinen, die hier wöchentlich ein und aus gegangen waren. Jasper war wirklich kein Kostverächter gewesen und sein Verschleiß an Frauen war enorm gewesen.

"Das ist ja mein Problem,Bella. Er hatte so unglaublich viele Frauen. Ich werde ihn im Bett bestimmt zu Tode langweilen!"

"Wie kommst du denn auf so einen Blödsinn? Er erwartet bestimmt keine akrobatischen Glanzleistungen von dir. Sei einfach so wie du beim Sex immer bist. Das ergibt sich dann ganz von alleine."

Aufmunternd sah ich sie an.

"Weißt du, das Problem an der Sache ist die Anzahl meiner Liebhaber", flüsterte sie leise.

"Ich versteh nicht ganz...?"

"Also was das betrifft, gab es nicht so viele", sagte sie kläglich und die Wangen färbten sich Rosa," tatsächlich gab es weniger als einen."

"Oh...oh...oh je ", rief ich aus.

"Das kannst du laut sagen. Was mach ich denn jetzt. Er wird schreiend aus dem Bett flüchten. Eine Jungfrau und das mit 26. Ich hab solche Furcht, dass er mich auslacht."

Liebevoll blickte ich Alice an. Das passte zu ihr. Sie hatte doch tatsächlich gewartet, bis sie ihre große Liebe traf.

"Alice, mach dir keine Sorgen. Er wird es wundervoll finden. Da bin ich ganz sicher. Ihr seit euch in den letzten Wochen doch so nah gekommen und deine Jungfräulichkeit,  wird ihn nicht abschrecken. Sei einfach ehrlich zu ihm und alles wird gut."

Sie schenkte mir ein Lächeln und wirkte gleich viel beruhigter.

Das Telefon unterbrach uns, und ich nahm genervt den Hörer ab.

"Bella Cullen!", meldetet ich mich schroff.

"Hallo Bella, hier ist Peter."

Edwards Onkel! Warum rief er mich an? Dann wurde mir klar warum. Es ging bestimmt um die Scheidung. Edward hatte wahrhaftig keine Zeit verloren.

"Bella ich sitze hier im Cafe, neben dem Verlag. Hättest du eine halbe Stunde Zeit für mich?"

"Ja natürlich", brachte ich heraus ," ich komme gleich."

Nachdem ich Alice die Situation kurz erklärt hatte, ging ich mit wackligen Knien ins Cafe. Er saß an einem Fensterplatz und sah mir schon entgegen. Als ich ihm endlich gegenüber saß, musterte er mich eingehend.

Schon immer hatte ich mich in Peters Gegenwart unwohl gefühlt. Das lag daran, dass er mich so offensichtlich nicht leiden konnte, auch wenn ich nie den Grund dafür herausfinden konnte. Edward hatte das immer als Unsinn abgetan. Noch ein Punkt wo er mir nicht geglaubt hatte.

"Hallo Bella", sagte er ungewöhnlich freundlich.

Ich antwortete nicht, sondern sah ihn nur auffordernd an.

"Du fragst dich sicher, warum ausgerechnet ich hier bin?"

Schweigend nickte ich. Reden konnte ich jetzt nicht.

"Nun ,du weißt ,dass Edward die Scheidung wünscht! Ich habe alle notwendigen Formalitäten in die Wege geleitet und ich brauche deine Unterschrift für die letzten Maßnahmen. Da du, laut deiner Anwältin auf alle Ansprüche verzichtet hast, wird das Ganze sehr schnell über die Bühne gehen. Sollte es von deiner Seite aus keine Besonderheiten mehr geben, ist der offizielle Scheidungstermin in sechs Wochen."

Er sah mir prüfend ins Gesicht und ich lächelte gezwungen.

"Es ist schon merkwürdig", brachte ich ganz leise hevor, " neun gemeinsame Jahre und innerhalb von wenigen Wochen ist alles vorbei. Als hätte es uns nie gegeben."

Ich spürte plötzlich Peters warme Hand auf meiner.

"Bella, ich möchte, dass du weißt, wie leid mir das alles tut. Auch wenn wir uns nie wirklich nahe waren, finde ich es schrecklich, dass Edward so übertrieben reagiert. Ich glaube dir, dass du ihn nicht mit Foster betrogen hast. Dafür bist du nicht der Typ. Was ich nicht verstehe, warum er so unbelehrbar ist. Er wollte nicht mal darüber reden. Ich hoffe, es ist dir ein kleiner Trost, dass es ihm wirklich sehr schlecht geht."

Ich lachte ein wenig verbittert.

"Warum sollte es ihm schlecht gehen? Er hat doch jetzt Tanya."

Das Peter nicht darauf einging, zeigte mir das ich Recht hatte. Tanya hatte bereits begonnen ihre Netze nach ihm auszuwerfen.

"Zeig mir, wo ich unterschreiben muss. Ich sollte jetzt wirklich zurück an die Arbeit."

Er seufzte und gab mir dide Unterlagen.

Danach stand ich auf und gab ihm die Hand.

"Ich danke dir für deine freundlichen Worte Peter. Das bedeutet mir wirklich viel."

"Ich hoffe, dass Edward eines Tages merkt, was für einen gravierenden Fehler er begangen hat", meinte er und stand ebenfalls auf.

"Wenn er das eines Tages feststellt, werde ich nicht mehr da sein. Diesmal ist es endgültig. Er hat es so gewollt."

Ich kehrte Peter den Rücken und verließ das Cafe. Die Tränen schluckte ich runter, denn geweint hatte ich weiß Gott genug.

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