Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 39 - Fragen über Fragen

Edwards Pov

Es war schon früh am Morgen, als ich mit Bella zusammen unser ehemals gemeinsames Haus betrat. Sie war totmüde, gezeichnet vom langen Tag und den Ereignissen der Nacht. Ich brachte sie hinauf in mein Schlafzimmer; sie war so kaputt, dass sie nicht einmal protestierte. Ich bezweifelte auch, dass sie registrierte, wo sie schlafen würde. So, wie sie war, legte sie sich der Länge nach auf die Laken und schlief augenblicklich ein.
Zärtlich küsste ich ihre Wange und beobachtete, wie sich ihre Brust gleichmäßig hob und senkte.
Die ganze Zeit über hatte ich mich  mit Äußerungen über den heutigen Abend zurückgehalten. Doch ich war besorgt, sehr besorgt.
Ich war lange genug als Anwalt tätig und mit den abscheulichsten Verbrechen konfrontiert worden. Was heute Abend passierte, war Psychoterror in der reinsten Form. Das eigene Zuhause war heilig!
Es war der Rückzugsort für alle Menschen, wo man sich fallenlassen konnte und sich sicher fühlte. Zu sehen, dass jemand Fremdes diesen Ort betreten hatte und sich an Möbeln und anderen Dingen zu schaffen machte, war beängstigend.
Die Sache mit dem Taufkleid war am Schlimmsten. Was bezweckte Tanya damit?
Es war alt gewesen und schon etwas vergilbt. Es schien fast so, als hätte sie ihr eigenes Taufkleid hergegeben, um es dem Kind zu schenken.  Wenn sie damit erreichen wollte, dass Bella total verängstigt war, dann hatte sie das geschafft. Mein nächster Gedankengang ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Was, wenn sie das Baby an sich nahm? Es wäre ihr zuzutrauen, dass sie in ihrem Wahn ein fremdes KInd entführte.
Tanya brauchte dringend Hilfe, das wurde mir mit jeder ihrer Aktionen klarer.
Ich fing an  zu zweifeln, ob es sich nur um verschmähte Liebe handelte. Da steckte noch wesentlich mehr dahinter. Sie schien ein bestimmtes Ziel zu verfolgen und ich würde herauskriegen, was es war. Es mußte doch irgendetwas aus ihrer Vergangenheit zu finden sein. Woher kam sie?  Niemals hatte sie etwas über ihre Familie erzählt, ihre Kindheit und wo sie aufgewachsen war. Nie ließ sie persönliche Fragen zu, sondern lenkte immer geschickt vom Thema ab. All diese Dinge fielen mir jetzt erst auf und ich schalt mich einen Dummkopf. Wie hatte ich nur so blauäugig sein können? Sicher, sie hatte sich ja nie was zu Schulden kommen lassen, aber ich hätte doch zumindest hellhörig werden müssen. Jemand, der nie was erzählte, hatte doch immer etwas zu verbergen.
Jetzt war ich froh, dass ich die Stelle als Staatsanwalt erst in zwei Wochen antreten würde. Somit hatte ich noch genug Zeit, um ein paar Nachforschungen anzustellen.
Um ihr das Handwerk zu legen, mußte ich etwas über die "wahre" Tanya herausfinden.
Ich strich Bella nochmals über ihr Haar und verließ leise das Schlafzimmer. Unten schnappte ich mir das Telefon und wählte Peters Nummer.
"Hallo," meldete er sich verschlafen.
Ich sah auf die Uhr. Es war jetzt vier Uhr in der Früh.
"Peter, ich bin es, Edward. Ich brauche dringend ein paar Informationen über Tanya."
Er stöhnte genervt und ich hörte neben ihm ein leises Murmeln. Oha, er war nicht allein. Kein Wunder, dass er so müde klang.
"Hat das nicht Zeit bis Morgen? Es ist mitten in der Nacht," murrte er.
"Nein, hat es nicht. Ich brauche jetzt deine Hilfe."
Kurz schilderte ich ihm den Verlauf des Abends und plötzlich war er hellwach.
"Verdammt, dass sie so verrückt ist, hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht. Wie kann ich dir helfen?"
Eine weibliche Stimme im Hintergrund stoppte meine Antwort.
"Peter, was ist denn los? Ist was passiert?"
War das nicht Shelley? Trotz dem Ernst der Lage konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der alte Fuchs hatte sie doch tatsächlich rumgekriegt! Ich bezweifelte jedoch, dass nun die Streitereien ein Ende finden würden. Dafür waren sie beide viel zu stur.
"Schlaf weiter, Shelley. Es ist alles in Ordnung," beruhigte Peter die Frau an seiner Seite.
Ein leises Rascheln war zu hören, eine Tür, die geöffnet und wieder geschlossen wurde und dann kurz Stille.
"So, ich kann jetzt frei reden. Was genau willst du wissen?"
"Ich brauche Tanya´s Akte. Ich muß wissen, wo sie studierte, wo sie bisher arbeitete, einfach alles, was du über sie hast. Ich brauche Anhaltspunkte, um ihren Werdegang zurückzuverfolgen. Nur so kann ich an Menschen herankommen, die Kontakt mit ihr hatten und sie von früher kennen."
"Frag doch James. Er scheint sie ja gut zu kennen. Gut genug, um mit ihr gemeinsame Sache zu machen."
Warum war ich da nicht selber draufgekommen?
"Danke für den Tip. Ich werde ihn gleich als Erstes in die Mangel nehmen. Das wäre jetzt alles. Falls ich noch was von dir brauche, dann melde ich mich bei dir."
"Okay, jederzeit gerne. Und paß mir gut auf Bella auf. Sie braucht dich jetzt mehr denn je. Ich will gar nicht daran denken, wie es ihr jetzt gehen muß. Halt sie gut fest, Edward. Sie ist ein echter Schatz."
Ich lächelte weich bei seinen Worten.
"Ich weiß! Ich werde niemals wieder den Fehler begehen, ihr nicht zu vertrauen. Ich habe meine Lektion gelernt und ich hege die Hoffnung, dass sie mir noch eine Chance gibt."
Versteh mich nicht falsch, mein Junge, aber du hast es echt verdient, dass sie dich so zappeln läßt. Also dann, wir hören uns."
"Okay, entschuldige bitte die Störung und grüß Shelley von mir," äußerte ich mit einem Grinsen. Die Bemerkung konnte ich mir nicht verkneifen.
"Ich werde es überleben und da ich eh schon wach bin...."
Ich konnte sein diabolisches Lächeln förmlich vor meinem Inneren Auge sehen.
"Verausgab dich nicht zu sehr," lachte ich.
"Ich gebe zu, dieses Teufelsweib hat mich völlig fertig gemacht. Aber einmal ist keinmal."
Nach diesen Worten legte er auf. Leise ging ich zurück ins Schlafzimmer und legte mich hinter Bella. Meine Arme umfingen sie und ich zog sie ganz nah an meinen Körper. Seufzend kuschelte sie sich an mich, erwachte jedoch nicht aus ihrem tiefen Schlaf. Nach wenigen Sekunden legte sich meine Anspannung und kaum schloß ich die Augen, war ich schon eingeschlafen.

Am nächsten Morgen stand ich früh auf, um zu duschen. Ich hätte zwar noch ein paar Stunden Schlaf vertragen können, aber die ungeklärten Fragen ließen mich einfach nicht los. Während das warme Wasser auf mich niederprasselte, dachte ich an Bella. Sie hatte vorhin wie ein Engel ausgesehen, als sie so ruhig schlief.
Fast schpon rechnete ich damit , dass sie von Alpträumen geplagt werden würde, doch glücklicherweise hatte nichts ihren wohlverdienten Schlaf gestört. Ein Geräusch hinter mir ließ mich herumfahren.
Bella hatte die Duschkabine aufgerissen und betrachtete ungeniert meinen nackten Körper. Sie trug nichts weiter, als einen alten Bademantel von mir und sah darin anbetungswürdig aus.
"Bella...was...was...machst du hier," stotterte ich.
Sie ließ den Bademantel von ihrem Körper gleiten und trat wortlos zu mir in die Duschkabine.
"Bella... was?"
Sie legte die Handflächen auf meine Brust und ließ sie liebkosend nach oben wandern.
"Wir wurden gestern unterbrochen ," wisperte sie verführerisch.
Ich schluckte hart und schloß bebend die Augen.
"Du... du weißt nicht, was du tust. Du bist verwirrt und...".
Sie legte einen Finger auf meine Lippen und umfaßte meine Länge.
"Psst...," flüsterte sie,  "nicht reden. Denk nicht nach. Ich will vergessen, Edward. Vertreib die dunklen Gedanken aus meinem Kopf." Mit jedem Wort strich sie mein Glied auf und ab und ich gab mich stöhnend geschlagen. Ihr Finger hatte meine Lippen verlassen und mit derselbigen Hand umschloß sie meinen Nacken. Sie zog mich zu sich hinunter, während ihr leicht geöffneter Mund feucht schimmerte. Mit einem Aufstöhnen verschloss ich diesen durch einem leidenschaftlichen Kuss. Sie drängte sich näher an mich, bis sich unsere Körper leicht berührten. Erregt rieben wir uns aneinander, bis sie mich an die Wand der Duschkabine drängte. Ihre Hand an meinem Nacken krallte sich an meinen Haaren fest und das Reiben an meinem Glied nahm an Intensität zu. Jetzt gab es auch für mich kein Halten mehr. Ich streichelte sie zwischen den Beinen, teilte die rosigen Falten und genoss es, die Weichheit und Feuchtigkeit wieder zu spüren. Völlig außer sich bewegte sie ihre Hüften, der Griff um mich wurde fester und ich merkte, es würde nicht mehr lange dauern. Das Wasser floß auf uns nieder, unser hastiger Atem und das Stöhnen waren die einzigen Geräusche, die im Bad zu hören waren. Mit zwei Fingern drang ich in sie ein, um es zu Ende zu bringen und als ich in sie glitt, spürte ich schon die ersten Zuckungen. Meine Zunge imitierte den Rhythmus und ich saugte mich an ihrer Zunge fest, als ein unglaublicher Orgasmus mich überrollte. Sie folgte mir sofort und hing schließlich bebend in meinen Armen. Das Wasser war nun kälter und kühlte unsere erhitzen Körper. Nach kurzer Zeit half ich ihr aus der Kabine und hüllte sie in ein großes, flauschiges Handtuch, während ich versuchte in ihren Augen zu lesen, was sie jetzt wohl dachte. Bereute sie es jetzt?
Sie bemerkte meinen Zwiespalt und legte die Hände an mein Gesicht.
"Ich bereue es nicht , falls du dich das fragen solltest."
Innerlich mußte ich schmunzeln. Sie kannte mich einfach zu gut!
"Edward, mir wurde seit gestern etwas klar. Ich will mich, uns, nicht länger quälen. Wir haben beide Fehler gemacht und du hättest mir wirklich vertrauen müssen. Doch ich lasse auch nicht außer Acht, dass  Tanya uns,  vom ersten Tag an, gegeneinander ausspielte. Sie manipulierte dich, nutzte deine Freundschaft aus, um dein Vetrauen in mich zu erschüttern. Du liebst mich, daran habe ich nie gezweifelt, aber jetzt habe ich auch dein Vertrauen wieder. Darauf können wir aufbauen."
Erleichtert und überglücklich drückte ich sie und unser Baby an mein Herz."Ich werde nie mehr an dir zweifeln, das schwöre ich dir. Bis an mein Lebensende werde ich dich lieben und beschützen. Tanya wird uns nichts mehr anhaben können."
Sie schmiegte sich an mich und schloß selig die Augen.

Etwas später saßen wir am Frühstückstisch, grinsten uns dümmlich an und fütterten uns gegenseitig. Wir benahmen uns wie Frischverliebte und irgendwie waren wir das ja auch.
"Was werden wir jetzt wegen Tanya unternehmen?" fragte sie neugierig.
Der Selbsterhaltungstrieb dieser Frau war eindeutig zu wenig ausgeprägt.
"WIR machen gar nichts. Ich verspreche dir, dich über alles auf dem Laufenden zu halten, aber ich möchte nicht , dass du dich an den Nachforschungen beteiligst. Tanya ist gemeingefährlich. Sie wird auch vor Mord nicht zurückschrecken. Nimm das nicht auf die leichte Schulter und schütze dich und das Kind."
Ich mußte jetzt sachlich sein, denn ein Verbot würde bei Bella nur das Gegenteil bewirken.
"Du hast Recht," bestätigte sie," es wäre besser, mich da ein wenig rauszuhalten."
"Hör zu, ich werde mich gleich mit James treffen. Er kennt sie schon länger und vielleicht kann er mir irgendwie weiterhelfen. Danach komm ich zurück und wir überlegen gemeinsam, was zu tun ist."
Nach einem letzten Kuss machte ich mich auf den Weg.

Es war etwa Mittag, als James sich zu mir an den Tisch setzte. Wir trafen uns in einem kleinen, unbedeutenden Restaurant, da ich nicht Gefahr laufen wollte, jemandem, den ich kannte, über den Weg zu laufen.
Er sah mich misstrauisch an.
"Was gibt´s denn? " fragte er mich, seine Augen zu schmalen Schlitzen zusammengezogen.
Ich kam ohne Umschweife zur Sache.
"Ich brauche Informationen über Tanya. Alles, was Sie über sie und ihre Vergangenheit wissen. Sie haben doch angeblich mit ihr studiert, da müssen Sie doch ein paar Dinge über sie in Erfahrung gebracht haben."
Er seufzte und schaute sich unbehaglich um.
"Ich dachte mir schon so etwas in der Richtung. Ich werde versuchen, Ihnen weiterzuhelfen, aber viel ist es nicht, das ich  über sie erzählen kann."
Er sah mich über den Tisch hinweg an und fuhr dann fort.
"Tanya hat nie viel über sich ausgeplaudert. Wir hatten damals eine kurze Affäre, die ich aber schnell habe ausklingen lassen. Sie war damals schon, nun, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll...
Also sie wirkte sehr verbissen. Ihre oberste Priorität war es, als Anwältin zugelassen zu werden. Damals schon sprach sie davon, eines Tages in der Cullen-Kanzlei zu arbeiten, was mich sehr wunderte. Wir waren gerade erst am Anfang, wer legt sich denn da schon so genau fest. Aber sie sprach nie von etwas anderem. Natürlich ist es die beste Kanzlei , aber es gab ja noch andere Alternativen. Doch keine kam für sie in Frage. Es schien; als wär sie besessen davon. Ich gebe zu, dass ich nicht minder intrigant war als Tanya, deswegen hatte ich auch keine Skrupel, ihr zu helfen. Es machte mir Spaß bei ihrem Schmierentheater mitzumachen und es  beeindruckte mich; dass sie ihr Ziel erreichte. Und sie kann verdammt verführerisch sein, wenn sie es darauf anlegt."
"Sie sind ein elender Mistkerl," presste ich heraus.
"Ich kann verstehen, dass Sie sauer sind. Und ich versichere Ihnen ,dass ich mein Verhalten zutiefst bedaure.. Victoria hat einen anderen Menschen aus mir gemacht und ich werde alles tun, um das wieder gutzumachen."
"Das glaube ich erst, wenn es soweit ist. Also haben Sie noch etwas für mich oder nicht?"
"Wie gesagt, was ihre Herkunft anging, schwieg sie wie ein Grab, aber einmal hatte sie sich verplappert. Sie erwähnte , dass sie in Maryville aufgewachsen sei. Das ist eine Kleinstadt, es sollte also möglich sein, dort jemanden aufzutreiben, der sie noch kennt. Tanya vergisst man nicht so leicht."
"Wem sagen Sie das," brummte ich.
Ich erhob mich wieder und blickte auf Foster nieder.
"Ich danke Ihnen für die Information, das weiß ich sehr zu schätzen. Aber glauben Sie deswegen nicht, dass alles vergessen ist."
"Das hatte ich auch nicht erwartet," erwiderte er ruhig.
Ich ignorierte seine letzten Worte und verließ das Lokal. Eigentlich hatte ich mir mehr erhofft, als diese dürftige Information über Maryville. Doch zumindest war es ein Anfang. Ich würde Tanya und ihre Vergangenheit bis ins letzte Detail auseinandernehmen und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Immerhin hatte sie sich an Bella vergriffen und das würde sie mir büßen.

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