Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 24 - Unschuldig

Bella PoV

Ich konnte einfach nicht fassen, dass Edward sich einfach auf das Grundstück geschmuggelt hatte und jetzt in voller Lebensgröße vor mir stand. Groß, schlank und umwefend attraktiv. Er war mit Sicherheit nicht eingeladen, das hätten Rose und Emmet mir nicht angetan. Doch warum um alles in der Welt war er hier und vor allem wie kam er hier rein?

Seine Kleidung entsprach nicht dem Anlaß, er war sehr leger gekleidet. Er trug eine verwaschene Jeans und ein enges weißes Shirt. Es war schmutzig, als hätte er sich im Dreck gewälzt.

" Was machst du hier?" , fragte ich ihn scharf.

"Ich musste dich einfach sehen. Heute noch!" ,

Langsam kam er auf mich zu, während ich immer weiter zurückwich. Das durfte einfach nicht wahr sein. Ich musste träumen! Bei seinem Anblick wurde mir ganz anders zumute. Ich war so stolz auf mich gewesen, weil ich die Gedanken an ihn erfolgreich verdrängt hatte. Mir gelang es doch tatsächlich beinahe, mir einzureden, dass ich über ihn hinwegkommen könnte. Doch ich überschätzte mich maßlos.

Nie würde ich ihn vergessen können, dazu war er viel zu tief in meinem Herzen. Edward stand mir gegenüber und die Sehnsucht nach ihm war so groß, dass es mich fast zeriss. Er kam mir immer näher und schon bald befanden wir uns etwas Abseits auf der Terasse. Niemand würde uns hier sehen können!

"So, du wolltest mich also sprechen! Wie komme ich zu der Ehre? Bisher hast du es vorgezogen mir aus dem Weg zu gehen. Kein Kontakt mehr, waren das nicht deine Worte?"

"Ich weiß, was ich gesagt habe. Man kann doch seine Meinung mal ändern."

Er legte seine Hände auf meine Schultern und wollte mich an sich ziehen, doch mit einer flinken Bewegung schlüpfte ich unter seinen Armen durch. Hatte er jetzt endgültig den Verstand verloren? Glaubte er wirklich, er bräuchte nur zu winken und ich würde angesprungen kommen?

"Ich nehme mal stark an du hast keine Einladung," stellte ich fest.

"Nein, habe ich nicht", bestätigte er.

"Wie bist du nur hier rein gekommen?", wollte ich wissen, "Wohl kaum duch die Tür, so wie du aussiehst."

"Ich bin über die Mauer geklettert," gab er ohne schlechtes Gewissen zu.

Wütend sah ich ihn an.

"Lass mich das Ganze zusammenfassen. Du hast mir offenbar was Wichtiges mitzuteilen, denn es kann anscheinend nicht bis morgen warten. Du bist hier nicht eingeladen und du hast dir widerrechtlich Zutritt zu einem Privatgrundstück verschafft. Hab ich irgendwas vergessen?"

Völlig entnervt sah ich ihn an, als er mich ungeniert angrinste.

"Ich hab die Rosenbüsche ruiniert, als ich drauf gelandet bin."

Sauer packte ich ihn am Arm und zog ihn tiefer in den Schatten.

"Du könntest verhaftet werden. Was du hier tust, nennt man Hausfriedensbruch. Als Anwalt solltest du das eigentlich wissen."

Er strich mir leicht über die Wange und ich erschauerte wohlig.

"Aber doch nur, wenn du mich verpfeifst. Und das wirst du nicht tun?", stellte er mehr oder weniger befriedigt fest.

Oh, er war sich seiner Sache so sicher. Und ich dumme Kuh hatte nichts Besseres zu tun, als ihn schmachtend anzuschauen. IBei seinem Anblick bekam ich immer noch weiche Knie und der Mistkerl wusste das. Misstrauisch sah ich ihn an.

"Woher weißt du eigentlich von dieser Party?"

"Ich hab ein Telefongespräch zwischen dir und Peter belauscht. Er hat dir noch viel Spaß bei den McCarthys gewünscht. Seit wann bist du eigentlich so dick mit Onkel Peter befreundet? Ich dachte immer du magst ihn nicht."

Abwartend sah er mich an, aber ich ignorierte die Frage.

"Sag was du zu sagen hast und dann verschwinde."

Ich wollte absichtlich hart und spröde klingen, er durfte auf keinen Fall merken, dass ich kurz davor stand ihn anzuspringen. Gott sei Dank hatte ich mich noch gut im Griff. Ich musste endlich lernen einen Schlußstrich unter das Kapitel Edward zu ziehen.

"Bella ich habe nachgedacht. Es ist einfach so das du .... verdammt du fehlst mir unendlich," brach es aus ihm heraus.

Es schien fast so, als würde er schlagartig sämtliches Selbstbewußtsein verlieren und ich konnte hinter seine Fassade blicken. Was ich da entdeckte, erschütterte mich zutiefst. Er war genauso unglücklich wie ich. Konnte es sein, dass er tatsächlich anfing mir zu glauben? Vielleicht würden wir dann doch noch eine Chance zusammen haben?

Wenn er mir nur wieder vertraute, würden wir es schaffen. Davon war ich mehr als überzeugt. Vertrauen war das Wichtigste überhaupt in einer Beziehung. Sein Mangel daran hatte unsere Ehe scheitern lassen, ansonsten hätte Tanya es nie geschafft uns auseinander zu bringen.

"Oh Edward," wisperte ich. Es tat so weh. Aber in meinem tiefsten Inneren war ich nicht bereit ihm zu verzeihen. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass ich mich unbeschreiblich nach ihm sehnte.
Er zog mich eng an seinen muskulösen Körper. Ich spürte jeden Zentimeter seiner harten Muskeln und ich ließ es geschehen. Nur einen klitzekleinen Moment wollte ich seine Nähe spüren.

"Bella," flüsterte er heiser," ich möchte dich so gerne küssen. Ich werde noch wahnsinnig. Ich denke an nichts anderes mehr, als an dich. Ich hätte nicht so übereilt handeln dürfen und bereue mein Handeln zutiefst. Ich will dich zurück, mein Liebling."

Jedes Wort traf mich mitten ins Herz und ließ es bluten. Hätte er nicht früher seinen Kopf einschalten können? Ohne Vorwarnung presste er seine warmen Lippen auf meinen Mund. Ich ließ mich fallen und trieb auf einer Welle der Begierde. Hungrig trafen sich unsere Münder immer wieder, lösten sich um sich dann noch heftiger zu vereinen. Verzweifelt strichen wir über den Körper des anderen und drückten uns immer enger aneinander. Seine Zunge spielte bestimmend und leidenschaftlich mit der Meinigen. Er brach den Kuss ab, um heftig meinen Hals zu liebkosen.

"Liebes, komm zurück zu mir. Ich verzeihe dir die Sache mit James. Ich war ja nicht ganz unschuldig daran und hätte mich mehr um dich kümmern müssen. Wir fangen ganz von vorn an."

Heftig stieß ich ihn von mir weg.

"Ich hätte es wissen müssen", flüsterte ich zutiefst enttäuscht, " Du hast rein gar nichts verstanden, Edward.Verschwinde endlich aus meinem Leben und lass mir meinen Frieden," rief ich schluchzend.

Er sah mich an als verstünde er die Welt nicht mehr, als plötzlich eine Stimme erklang.

"Was ist denn hier los? Bella ist bei ihnen alles in Ordnung," fragte ausgerechnet James.

Wenigstens war er nicht allein, sondern hatte Victoria im Arm die in ihrem grünen Kleid wirklich bezaubernd aussah. Doch Edward schien bei seinem Anblick rot zu sehen.

"Du bist mit diesem Kerl hier? Und ich Idiot bettle dich auch noch an. Ich hätte mir ja gleich denken können, dass du keine Zeit verschwendest und dich gleich mit dem Nächstbesten vergnügst."

Verbittert verzog er seinen Mund zu einem gekünstelten Lächeln.

"Du weißt gar nichts, Edward. Das ist ja dein Problem! Aber ich bin es leid; dich ständig vom Gegenteil überzeugen zu müssen. Glaub doch was du willst. Wir sind geschieden und ich bin dir keine Rechenschaft schuldig."

James trat etwas näher.

"Ich glaube; ich sollte so langsam etwas klarstellen," sagte er plötzlich.

Ich schüttelte heftig den Kopf. Er würde doch nicht jetzt auf die Idee kommen die Wahrheit zu sagen. Dann wäre die letzte Chance hin, dass Edward mir von sich aus Glauben schenkte. Auch wenn ich nicht mehr daran glaubte, war da doch noch ein winzig kleiner Funke Hoffnung.

"Bella und ich hatten niemals eine Affäre. Sie hat mich von Anfang an abgewiesen und mir mit Konsequenzen gedroht, sollte ich sie nicht in Ruhe lassen."

Gepeinigt schloss ich die Augen. Jetzt war es raus.

Edward keuchte entsetzt auf.

"Nein," sagte er gequält," lieber Gott nein. Was soll das, warum sagen sie plötzlich so etwas? Hab ich mir die Sache im Hotel etwa eingebildet. Sie können mich nicht für dumm verkaufen."

Ich fing hysterisch an zu lachen. Er glaubte immer noch an einen Betrug.

"Das Ganze war eine Falle, Edward. Ein ausgeklügelter Plan, um euch zu trennen. Ich schäme mich, dass ich bei sowas mitgemacht habe. Ich hatte es als Spaß angesehen und die Konsequenzen nicht bedacht. Alles war geplant! Die Ohnmacht auf der Party, so kamen wir an den Lippenstift heran. Wir haben Bella unter einem Vorwand ins Hotel gelockt, wo ich schon auf sie gewartet habe. Im richtigen Moment hab ich sie gepackt und geküsst. Bella ist viel zu klein und zierlich, um sich ernsthaft wehren zu können. Dann kamen sie mit Tanya rein und die Sache war gelaufen."

Edward sah aus. als müsste er sich jeden Augenblick übergeben.

"Wer ist wir?" fragte er gefährlich leise.

"Tanya! Es war alles von langer Hand geplant. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich meines Lebens noch sicher bin, wenn sie erfährt, dass ich geredet habe. Aber ich möchte ein neues Leben anfangen und das geht nur, wenn ich reinen Tisch mache."

Er sah zu Vicky hinunter, doch die riß sich los und lief weinend weg. Das Ganze war wohl zu viel für sie.

"Entschuldigung, aber ich muss ihr nach, "rief er hastig und stürmte ihr hinterher.

Edward drehte sich langsam zu mir.

" Lieber Himmel, du hast die ganze Zeit versucht es mir zu erklären und ich hab dir nicht mal zugehört. Ich weiß nicht was ich jetzt sagen soll. Es gibt keine Worte, die das wieder gutmachen können."

Hart sah ich ihn an.

"Da hast du verdammt Recht! Nichts was du sagst oder tust, kann das gutmachen. Weißt du was mich am meisten schmerzt? Dass du einer Frau, die du gerade mal ein Jahr kennst, mehr geglaubt hast als mir. Ich habe neun Jahre das Leben mit dir geteilt, dich unterstützt wo ich nur konnte. Aber anstatt mir zu vertrauen, hast du mich eine Lügnerin geheißen und mich einfach abserviert. Nicht die winzigste Chance habe ich von dir bekommen. Dabei habe ich dich so sehr geliebt und ich tu es noch. Aber ich kann dir das nicht verzeihen. Wir sollten es so belassen wie es ist. Mein Leben verläuft langsam wieder in geordneten Bahnen und auch wenn ich ohne dich nicht glücklich bin, kann ich doch zumindest zufrieden sein. Es ist besser, als darauf zu warten, dass die nächste Tanya kommt und ich wieder um dein Vertrauen kämpfen muss."

Langsam lief ich an ihm vorbei und ließ ihn stehen.


Edward Pov
Das Ganze war ein verdammter Alptraum. Bella hatte die ganze Zeit die Wahrheit gesagt. Wie hatte ich nur an ihr zweifeln können? Grundgütiger! Alice hatte Recht behalten. Es war doch meine Bella. Der ehrlichste und liebste Mensch den es gab. Wie verblendet war ich nur gewesen, ihr nicht zu glauben.

Und dann war da noch Tanya.

Geschickt hatte sie ihre Intrigen gespinnt und ich war voll darauf reingefallen. Wie unglaublich naiv ich doch war, auf ein hübsches Gesicht reinzufallen. Warum hatte ich ihr nur dermaßen vertraut Eigentlich hatte sie doch nichts besonderes getan, um sich das zu verdienen. Sicher, sie hatte mich im Job immer unterstützt und mir zur Seite gestanden. Aber sie war mit ihren 24 Jahren noch ganz am Anfang ihrer Karriere und da wurde Einsatz erwartet.

Mörderische Wut machte sich in mir breit. Diese Hexe hatte meine Ehe auf dem Gewissen. Doch eine leise Stimme sagte mir, dass es nicht so einfach war. Diew Warheit sah anders aus. Bella hatte in jedem Punkt recht! Hätte ich ihr vertraut, dann hätten auch zehn Tanyas uns nicht trennen können.

Jetzt musste ich den Preis dafür bezahlen und mein Leben ohne meine Frau führen. Aber ich würde nicht aufgeben. Wir liebten uns immer noch immer und das war meine Chance sie eines Tages doch noch zurückerobern zu können.

Ich machte mich auf den selben Weg zurück wie ich gekommen war. Jetzt würde ich erst Mal Tanya einen Besuch abstatten.

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