Bellas Pov
Ich lag in Edward´s Armen und ließ mich trösten. Der Schock, über diese Enthüllung, saß tief und ich fing an, die Tragweite von Shelley´s Worten zu begreifen.
Peter räusperte sich und ich richtete mich wieder etwas auf. Ich sah Edward an und merkte, dass auch er schwer mit den neugewonnenen Informationen zu kämpfen hatte.
"Das war jetzt ziemlich unerwartet," sagte er.
Peter lachte kurz und grimmig.
"Das kannst du laut sagen. Hört mir jetzt alle genau zu. Es ist wichtig, dass ihr jetzt die Nerven behaltet und nicht überstürzt handelt. Tanya, nennen wir sie doch weiter so, ist gefährlich. Du solltest momentan nicht nach Maryville fahren, auch wenn die Neugier dich fast umbringt."
"Aber warum? " fragte ich ungläubig.
"Bella, überleg doch mal. Sie ist nicht dumm, sie wird sich bestimmt daran erinnern können, dass sie sich gegenüber James mal verplappert hat. Dass Edward mit ihm geredet hat, wird sie sich also denken können. Es wäre zu gefährlich, jetzt in die Höhle des Löwen zu gehen. Wer weiß, was sie noch alles plant. Laßt ein paar Tage Zeit verstreichen, bis sie sich wieder sicher fühlt."
"Was sollen wir dann in der Zwischenzeit tun?" warf Edward ein.
Peter lächelte und sah kurz zu Shelley, die ihn bewundernd anstarrte.
Wenn er den Anwalt rausließ, war er schon sehr beeindruckend und ich konnte mir vorstellen, dass viele Geschworene, sich von seiner dunklen, beruhigenden Stimme einlullen ließen.
"Wir durchforsten die Vergangenheit der echten Tanya Denali. Tanya überläßt nichts dem Zufall und es war sicher geplant, dass sie ausgerechnet die Identität, dieser bedauernswerten, jungen Frau angenommen hat."
"Willst du etwa damit sagen, sie hat diese Frau umgebracht, um selbst ihren Platz einznehmen," rief ich entsetzt und er nickte.
Soviel Kaltblütigkeit machte mir Angst und ich mußte Edward Recht geben. Hier ging es schon lange nicht mehr um verschmähte Liebe. Aber welche Motivation steckte hinter ihren Handlungen?
Ich begann mich zu fragen, was Tanya passiert war, dass sie einen solchen Hass entwickeln konnte. Die Vergangenheit hinter sich zu lassen und das Leben einer anderen zu leben, bedeutete nur, dass sie ein Ziel besaß, dem sie alles unterordnete.
Dadurch wurde alles nur noch mysteriöser.
Shelley ergriff das Wort.
"Ich will ja nicht aufdringlich sein, aber ihr packt das Alles total falsch an."
Synchron hoben Edward und Peter ihre Augenbrauen und sahen sie arrogant an.
"Ach was," spottete Peter," willst du uns vielleicht an deinen Überlegungen teilhaben lassen? Wo wir doch so hilflos sind ohne dich."
Wütend sah sie ihn an und ignorierte Edward und mich.
"Das ist mal wieder typisch für dich! Du denkst, du bist der Nabel der Welt und dein Jurastudium befähigt dich dazu, alles zu wissen. Aber manchmal ist es besser, seinem gesunden Menschenverstand zu folgen. Ich muß keine Anwältin sein, um eine Analyse dieser Ereignisse zu erstellen und auch du kannst dir nicht sicher sein, dass deine Vermutungen sich als richtig erweisen," schoss sie zurück.
Er hob abwehrend die Hände.
"Bitte, krieg dich wieder ein. Dann spuck aus, was du zu sagen hast. Ich bin schon gespannt, was du dir in deinem hübschen, kleinen Köpfchen zurechtgelegt hast," grinste er und wirkte dabei unglaublich selbstgefällig.
Shelley stand kurz vor einer Explosion und auch in mir staute sich die Wut, als ich sah, dass auch Edward seinen Onkel verstehend angrinste.
"Haltet die Klappe, ihr Hornochsen. Ohne Shelley wüßten wir nämlich gar nichts. Nur durch ihre Hilfe ist klargeworden, wie gefährlich Tanya tatsächlich ist und ihr solltet dankbar sein, dass sie ihr hübsches, kleines Köpfchen eingeschaltet hat," schnappte ich sauer.
Ich erhaschte einen dankbaren Blick von meiner Freundin und Edward senkte verlegen den Blick.
Peter seufzte resignierend und riskierte einen kurzen Blick zu seiner Angebeteten. Auch wenn er sich wie ein Idiot benahm, man merkte trotzdem diese unterschwellige, erotische Spannung zwischen den Zweien. Es war längst nicht vorbei, selbst wenn sie steif und fest das Gegenteil behaupteten.
Auffordernd sah ich sie an und Shelley versuchte erneut, ihre Sicht der Dinge darzustellen.
"Es ist doch so. Bisher habt ihr immer nur über Tanya und ihre Vergangenheit geredet und dabei etwas wichtiges außer Acht gelassen. Sie hat einen Grund für ihr Handeln und zwar einen solch starken, dass sie selbst vor kriminellen Taten nicht zurückschreckt. Sie ging sogar soweit, dass sie ihre eigene Persönlichkeit ablegt, um sich über Jahre hinweg gezielt, an eure Familie ranzumachen. Sie hat Jura sicher nicht studiert, weil sie sich damit ihren Lebenstraum erfüllt, sondern um die Möglichkeit zu bekommen, sich bei euch einzuschleichen. Sie hätte natürlich auch nur Sekretärin werden können, aber da wäre der Kontakt nur begrenzt gewesen. Nein, es mußte schon eine Position sein, in der sie über eine gewisse Macht vefügte.Also, fassen wir zusammen. Sie änderte ihren Namen, sie plante von Anfang an, in die Kanzlei zu kommen und sich hat sich gezielt an Edward rangemacht. Selbst vor Mordanschlägen und Einbruch schreckt sie nicht zurück. Jetzt stellt sich für mich nur eine Frage."
Sie machte eine Pause und sah jedem von uns fest ins Gesicht.
"Was haben die Cullens ihr angetan, dass sie solchen Hass für euch verspürt? "
Wie vom Donner gerührt blickten wir sie an und verstanden ihren Hinweis.
Wir mußten auch die eigene Vergangenheit unter die Lupe nehmen, um das Puzzle zusammensetzen zu können.
Edward stand auf und lief im Wohnzimmer auf und ab.
"Ich verstehe nicht, wie wir das anstellen sollen. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was passiert sein könnte und ich habe sie vorher nicht gekannt, da bin ich mir sicher."
"Es ist bestimmt nicht deine Vergangenheit die Shelley meint," äußerte ich vorsichtig und sah dann zu Peter.
Mit seinen 43 Jahren war er der Älteste von allen. Vielleicht wußte er mehr, als er zugab.
"Ich kann euch da wirklich nicht helfen. Tanya ist auch mir völlig unbekannt. Eine alte Liebschaft ist sie auch nicht, daran würde ich mich erinnern. Wenn es eine Leiche im Cullen-Keller gibt, sollten wir uns eventuell mit Carlisle und Esme unterhalten. Shelley könnte Recht haben! Der Grund für ihr Handeln, liegt wohl noch viel weiter zurück als wir annahmen."
Entschuldigend drückte er Shelley´s Hand, was sie sich auch ohne Widerspruch gefallen ließ.
Nun meldete sich Edward zu Wort.
"Ich danke dir Shelley, wir haben uns zu sehr auf Tanya versteift und dabei das Weitere aus den Augen verloren. Deine Ansicht zeugt von großer Logik, du wärst bestimmt auch eine gute Anwältin geworden," sagte er freundlich.
Die winkte nur ab.
"Ach was, ich quäle lieber weiter meine Patienten im Krankenhaus. Ich steh der Sache nur etwas objektiver gegenüber, weil sie mich nicht direkt betrifft. Wer sind denn Carlisle und Esme?"
Auf Edwards Gesicht erschien ein strahlendes Lächeln.
"Sie haben mich aufgezogen, nachdem mein Vater Selbstmord begangen hatte. Carlisle ist mein Onkel und einer der anständigsten Menschen die es gibt. Wenn er etwas weiß, dann wird er es uns sagen," schloß er.
"Nun, dann wird es vielleicht Zeit, ihnen einen Besuch abzustatten," warf ich ein.
"Es wäre schön sie wiederzusehen. Die Beiden fehlen mir schon sehr und seit unserer Trennnung, hatte ich keinen Kontakt mehr mit ihnen."
Edward küßte mich leicht auf die Stirn.
"Wir können morgen früh fahren, wenn du willst. Es wird uns gut tun hier rauszukommen, außerdem ist Forks um diese Jahreszeit besonders schön."
Strahlend schmiegte ich mich an ihn.
"Und ich kann Mum und Dad wiedersehen. Sag ihnen aber bitte nichts über die Sache," bat ich ihn flehend.
Wieder hatte Shelley einen Einwand.
"Bella, dein Dad ist doch Polizeichef in Forks, oder?"
Irritiert sah ich sie an und verstand dann, was sie mir sagen wollte.
"Du meinst, wenn es damals einen Vorfall gab, könnte Dad unauffällig an die betreffende Akte kommen," schlußfolgerte ich.
Sie nickte eifrig und Peter sah sie fassungslos an.
"Verdammt, Shelley Whitlock! Dich möchte ich echt nicht zum Feind haben," rief er bewundernd.
"Dann streng dich an und versuch mich zufriedenzustellen, dann wirst du keine Probleme mit mir haben," zwitscherte sie und klimperte übertrieben mit ihren Wimpern.
Edward und ich brachen in Lachen aus. Die Anspannung löste sich mit jeder Minute mehr, weil wir endlich einen Plan hatten.
Peter und Shelley verabschiedeten sich schließlich und wir brachte sie zur Tür. Als diese sich hinter ihnen schloß, waren wir allein. Sofort umarmte mich Edward von hinten und zog meinen Rücken an seine Brust. Die Nase vergrub er in meinem Nacken und seufzte zufrieden.
"Endlich allein!," flüsterte er und fing an mein Ohrläppchen anzuknabbern.
"Edward," hauchte ich und drehte mich zu ihm.
Er öffnete die Lippen leicht und fixierte mich mit seinen grünen Augen.
"Wir könnten da weitermachen, wo wir vorher aufhören mußten."
"Wie kannst du jetzt bloß an Sex denken?" fragte ich ihn halb lachend, halb verzweifelt.
"Das ist allein deine Schuld. Wärst du nicht so verführerisch, könnte ich mich auch zurückhalten," schmollte er.
"So, ich bin also zu verführerisch für dich," lächelnd betrachtete ich seine Züge," dann sollte ich dich in Ruhe lassen und gehen. Ich will ja nicht, dass du unnötig leidest."
Ich wollte mich abwenden, da zog er mich schon zurück in seine Arme.
"Untersteh dich," wisperte er leidenschaftlich," du bleibst schön wo du bist."
Ein heißer Kuss verschloss meinen Mund und er dirigierte mich langsam über die Treppen in unser Schlafzimmer.
Die Jalousien waren noch halb runter gelassen und die wenigen Sonnenstrahlen die durchkamen, tauchten den Raum in ein diffuses Licht.
Edward fing wieder an die Knöpfe meiner Bluse zu öffnen, während ich ihm erregt dabei zusah. Es war mir egal, ob die Situation dem angemessen war. Immerhin wurden wir von einer Irren verfolgt. Die Sehnsucht, Edward wieder ganz zu spüren, fegte alle Bedenken hinweg.
Langsam schob er den Stoff über meine Schultern und bedeckte diese mit kleinen Küssen. Seine Finger spielten am Rand des Büstenhalters und zogen die Umrisse meiner Brust nach, ohne die Haut direkt zu berühren. Seine weichen Lippen glitten langsam über meinen Hals hinunter, zu eben dieser Stelle und er nahm meine Brustspitze in den Mund. Trotz dem feinen Seidenstoff, konnte ich die Berührung spüren und legte den Kopf in den Nacken. Meine Hände hielten seinen und verhinderten, dass er sich zurückzog. Er dachte aber gar nicht daran und öffnete den Haken, um meine Brust vollends zu entblößen. Der BH fiel unbeachtet auf den Boden und er umspielte mit der Zunge zärtlich die Spitze , die sich erregt aufgerichtet hatte. Er umkreiste sie und schob mich dabei in Richtung Bett.
Wir legten uns hin und Edward war halb über mich gebeugt. Er ließ nicht von meiner Brust ab und jedes Kreisen seiner Zunge, verstärkte das Pochen in meinem Schoß. Ich nahm seine Hand und schob sie zwischen meine Beine, in der Hoffnung , so etwas Erleichterung zu finden. Durch den Stoff des Rocks massierte er mit der Handfläche meine Mitte und ich fing an meine Hüften nach oben zu bewegen. Mein Verstand verabschiedete sich endgültig, als er hastig den Rock mitsamt Slip wegzog und anfing mich direkt zu liebkosen.
Er war immer noch vollständig bekleidet und ich zerrte unkoordiniert an seinem Hemd, bis ich es schließlich auf bekam. Seine breite Brust streichelnd, setzte ich gleichzeitig meinen Mund ein, um ihn zu verwöhnen. Er stöhnte leise, als meine Zunge, liebkosend feuchte Kreise zog, während ich mir an seinem Gürtel zu schaffen machte.
"Zieh die Hose aus," bat ich rau und schob sein Hemd hinunter.
Endlich beide nackt, gab es kein Halten mehr. Wir setzten Hände, Mund und Zunge ein, um den Anderen zu streicheln, tauschten langsame, tiefe Küsse und brachten uns damit fast um den Verstand.
Er setzte sich auf und kniete aufrecht vor mir. Meine Hüften packend, zog er mich ganz nah an seinen Körper und ich konnte ihn an meinem Eingang fühlen. Erregt kostete er die Sekunden aus, bevor er in mich eindrang und ließ sich vorsichtig in meinen Körper sinken. Als er endlich in mir war, öffnete ich die geschlossenen Augen und blickte ihn fest an.
Er begann sich zu bewegen und jeder Stoß seiner Hüften, war der pure Genuß. Nach nur wenigen Minuten erreichten wir gemeinsam einen unglaublichen Höhepunkt.
WIr brauchten ewig um uns zu erholen und als wir Beide wieder fähig waren zu reden, spachen wir gleichzeitig.
"Ich liebe dich," brach es aus uns heraus.
Liebevoll lagen wir uns noch den restlichen Tag in den Armen, liebten uns und vergaßen für ein paar Stunden die Gefahr, in der wir uns befanden.
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