Mit einem Freudenschrei stürzte ich auf den riesigen Kerl zu, der vor mir stand.
„Jacob Black!“, schrie ich voller Unglauben, “ was in aller Welt machst du hier?“
Freudestrahlend sah ich zu meinem alten Freund aus Kindheitstagen auf und studierte sein Gesicht.
Er hatte sich kaum verändert. Nur sein ehemals langes Haar, war jetzt einem modernen Kurzhaarschnitt gewichen.
Seine fast schwarzen Augen funkelten wie eh und je, sein voller Mund, wie immer, zu einem frechen Grinsen verzogen.
„Bella!“, sagte er und drückte mich vorsichtig an seine Brust, “ Wie schön dich zu sehen. Als Edward mir erzählt hat, dass ihr ein Baby bekommt, konnte ich es fast nicht glauben. Meine süße, kleine Freundin wird Mama.“
Kopfschüttelnd sah ich von meinem Mann zu Jake und wieder zurück.
„Ich verstehe das nicht. Ich dachte, ich würde hier meinen zukünftigen Bodyguard treffen. Mit dir hätte ich im Leben nicht gerechnet.“
Er lachte.
„Das mit dem Bodyguard stimmt schon. Ich habe dir doch damals gesagt, ich werde dir eines Tages auf Schritt und Tritt folgen. Die Sicherheitsfirma gehört mir und Edward hat mich als Leibwächter für dich engagiert.“
Fassungslos öffnete ich den Mund, um ihn gleich wieder zu schließen. Doch als ich Edwards unterdrücktes Gelächter bemerkte, konnte ich auch nicht mehr an mich halten.
Erleichtert, dass der Leibwächter mein alter Freund Jake war, stimmte ich in das Lachen der beiden ein.
Ich schmiegte mich an Edward und sah abwartend zu Jake.
„Und wie soll das jetzt funktionieren?“, fragte ich neugierig.
„Ganz einfach! Ich werde morgens auf dich warten, wenn du das Haus verlässt. Dann fahre ich dich den ganzen Tag durch die Gegend, bis ich dir den letzten Nerv geraubt habe und bringe dich dann wieder nach Hause“, grinste er.
Er war noch derselbe Scherzkeks wie früher.
Edward meldete sich jetzt nun zu Wort.
„Auch wenn es wie ein Scherz klingt, so wird es in der Art ablaufen. Er wird dein Schatten werden. Ich weiß, wie ungern du jemand Fremdes um dich hast, da habe ich mich an Jake und seine Firma gewandt. Nächste Woche fange ich wieder an zu arbeiten und jetzt ist mir wesentlich wohler bei dem Gedanken, dich in guten Händen zu wissen."
Edward machte sich einfach Sorgen um meine Sicherheit und dieses Wissen wärmte mein Herz. Ich sah zu Jake und war schon ein wenig verletzt. Er schien ja schon eine Weile in der Stadt zu sein und trotzdem wusste ich nichts davon.
„Wieso hast du dich nie gemeldet? “, schmollte ich beleidigt.
„Es war zu gefährlich. Meine Aufträge haben private Kontakte einfach nicht zugelassen.“
Ich merkte sofort, dass er dichtmachte und gab es auf ihn auszufragen.
Die Tür öffnete sich und eine junge Frau betrat den Raum. Es war Leah. Sie wurde damals von Jacobs Vater Billy aufgenommen und wuchs quasi wie eine Schwester mit Jake auf.
Ihre Augen leuchteten erfreut auf, als sie mich erblickte.
„Bella, Edward! Ihr hier? Jake, du Hornochse! Warum hast du mir nicht gesagt, dass die beiden kommen.“
Mit ausgebreiteten Armen kam sie auf mich zu und zog mich in eine liebevolle Umarmung, die ich nur zu gern erwiderte. Leah war mir immer eine gute Freundin gewesen. Leider war auch der Kontakt mit ihr eingeschlafen.
„Bella ist mein neuer Auftrag“, meinte Jake nur gleichmütig und sah Leah leicht verärgert an.
Oh oh, da lag eine ziemliche Spannung in der Luft, zwischen den beiden. Sie hatten schon immer viel gestritten und ich fragte mich ernsthaft, warum ausgerechnet sie für ihn zu arbeiten schien. Zumindest deutete der Terminplaner in ihrer Hand darauf hin.
„Also Leah, du arbeitest hier?“, vergewisserte ich mich.
„Eine andere würde es mit ihm ja kaum aushalten“, meinte sie lakonisch.
„Als ob dich auf Dauer jemand anderes ertragen könnte!“, schnappte er prompt zurück.
Okaaay, es war alles beim Alten.
Edward grinste über das ganze Gesicht und folgte amüsiert dem Schlagabtausch der beiden. Doch ich fragte mich mittlerweile schon, warum wir ständig von Paaren umgeben waren, die sich ankeiften. Erst Shelley und Peter, jetzt auch noch Jake und Leah. Gut, zwischen letzteren, gab es keinerlei Gefühle die sexueller oder romantischer Art waren, trotzdem könnten sie sich ruhig etwas besser verstehen.
Jake ignorierte Leah und wandte sich an mich.
„Wie sieht dein Zeitplan für Morgen aus?“
„Also, zuerst muss ich zum Gynäkologen“, sagte ich und Jake wurde blass, “ du musst nicht mit! Edward wird mich begleiten. Danach muss ich Besorgungen machen.“
„Hast du den Termin schon ausgemacht? “, warf Edward ein.
Ich schlug mir an die Stirn.
„Ach du grüne Neune, das hab ich völlig vergessen!“
Ich kramte mein Handy aus der Tasche und wählte die Nummer des Frauenarztes.
Die Sprechstundenhilfe nahm ab und ich bat sie um einen Termin für den morgigen Tag.
Ich horchte ihrer Antwort und drückte nach kurzer Unterhaltung das Gespräch weg.
„Sie können gerade keine Patienten empfangen“, sagte ich leise, “ In der Praxis ist vor ein paar Tagen eingebrochen worden. Sämtliche Akten wurden durchwühlt und die Praxis verwüstet. Es wird mindestens eine Woche dauern, bis sie wieder arbeiten können.“
Müde lehnte ich mich an Edward.
„Das war sie! Deswegen weiß sie auch das Geschlecht des Kindes. Sie ist eingebrochen, um an meine Akte zu kommen.“
Edward strich beruhigend über meinen Rücken, sein Gesicht hart und verbissen.
„Irgendwann wird sie einen Fehler machen und dann haben wir sie! “, stieß er hervor, “ Jake wird gut auf dich und das Kind aufpassen.“
Mein alter Freund nickte.
„Ich bin einer der Besten in meinem Job, Bella. Sie wird dir nicht zu nahe kommen.“
Die Wiedersehensfreude war eindeutig getrübt und wir verabschiedeten uns von Leah und Jake. Wir würden uns am nächsten Tag sehen.
Still fuhren wir nach Hause. Die unbeschwerte Stimmung war futsch und jeder hing seinen Gedanken nach, als mein Handy klingelte. Es war Dad.
„Hey, Dad was gibt ´s?“
„Bella, ist Edward zu sprechen?“
„Ja sicher, aber ich muss den Lautsprecher anmachen, er fährt gerade.“
Ich tat wie geheißen und schon hörte man die Stimme meines Vaters im Wageninneren.
„Edward, ich brauche dringend ein handschriftliches Dokument von Tanya. Ich möchte eine forensische Sachverständigenanalyse durchführen lassen, um das Papier mit Tanyas Handschrift zu vergleichen. Selbst wenn es nicht ihr Blut ist, können unsere Experten genau feststellen, ob Tanya und die Person, die euch den Stein ins Auto geschmissen hat, ein und dieselbe sind. Eine kurze Notiz würde schon reichen.“
Edward überlegte angestrengt, bevor er antwortete.
„Würde auch eine Unterschrift reichen. Sie hat nach ihrem Rauswurf sämtliche Unterlagen, Schriftstücke und Notizen mitgenommen. Es ist nicht das Geringste zurückgeblieben. Peter müsste jedoch noch einen Durchschlag von ihrem Arbeitsvertrag haben. Dort ist ihre Unterschrift drauf! Wenn das ausreicht, dann scanne ich den Vertrag und schicke es als Bilddatei ins Revier.“
„Nun, ein paar handgeschriebene Sätze wären natürlich besser, aber ihre Unterschrift tut es auch.“
„Ich schicke es dir zu, sobald Peter mir die Unterlagen bringt. Hast du was rausgefunden über das Blut?“
„Der Wisch ist noch im Labor. Morgen bekomm ich Bescheid, ob das Blut von einem Menschen stammt oder von einem Tier. Hoffen wir, dass sie in ihrem Wahn endlich einen Fehler gemacht hat. Psychopathen neigen dazu, nachlässig zu werden, wenn sie sich ihrer Sache zu sicher sind. Es ist, als ob sie wollten, dass man sie erwischt.“
„Ich danke dir sehr für deine Hilfe, Charlie“, sagte Edward ehrlich.
Dad schnaubte nur unwillig in den Hörer. Offensichtlich hatte er Edward immer noch nicht verziehen.
„Ich mache das nicht für dich, damit das klar ist. Es geht mir einzig um Bella und mein Enkelkind. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich dich höchstpersönlich zu Tanya bringen, damit sie ihre Freude an dir hat.“
Mir passte weder der Ton, noch die Art und Weise, wie mein Vater mit Edward sprach.
„Dad!“, rief ich wütend, “ Ich weiß, du bist sauer auf Edward, aber ich möchte dich wirklich darum bitten, nicht in diesem Ton mit ihm zu sprechen. Wenn ich ihm verziehen habe, dann kannst du das auch.“
„Entschuldige, Edward! “, grummelte mein Dad.
Der grinste nur.
„Ist schon okay! Ich kann ja verstehen, dass du mir nicht mehr traust. Aber ich werde dir schon noch beweisen, dass ich deine Tochter liebe.“
„Ich bezweifle nicht, dass du sie liebst. Aber deswegen werde ich dir trotzdem noch keine Absolution erteilen!“, stichelte er wieder.
„Dad!“
„Ist ja gut, ich hör ja schon auf! Ich muss jetzt auflegen, die Arbeit ruft. Meldet euch, wenn ihr das Dokument habt. Bis dann!“
Entschuldigend sah ich Edward an, doch der winkte nur gelassen ab.
„Mach dir keinen Kopf, Liebes. Er kriegt sich schon irgendwann ein. Wir müssen jetzt nach Hause, da Peter heute Abend zum Essen kommt.“
„Ist Shelley auch dabei?“
„Keine Ahnung. Er hat sie nicht erwähnt! Wir decken einfach mal für vier Personen.“
Der Tisch war gerade fertig gedeckt, als es an der Tür klingelte. Edward öffnete und ließ Peter ein.
„Heute allein hier?“, hörte ich Edward fragen.
„Shelley kommt nach“, antwortete sein Onkel merkwürdig verhalten, “ sie ist noch im Krankenhaus und schafft es nicht eher.“
Beide betraten das Esszimmer und gesellten sich zu mir.
„Bella, schön dich zu sehen!“, grüßte Peter mich herzlich und zog mich in eine kurze Umarmung.
Ich erwiderte sie und bat sie Platz zu nehmen.
Wir beschlossen mit dem Essen auf Shelley zu warten. Das arme Ding war nach einer langen Krankenhausschicht sicherlich völlig ausgehungert.
„Ich habe Neuigkeiten!“, rief Peter unvermittelt.
Mit Spannung erwarteten wir seine neuen Erkenntnisse.
„Ich war in Maryville und habe versucht etwas über Tanya rauszufinden.“
„Und, ist es dir gelungen?“, fragte ich begierig.
„Das kann man sehen, wie man will. Auf jeden Fall scheint sie tatsächlich dort gelebt zu haben. Ich war an der Highschool, um mich durch das Schularchiv zu stöbern und um alte Jahrbücher oder sonstiges zu finden. Was glaubt ihr, wie groß meine Überraschung war, als ich feststellen musste, dass die Schule vor ein paar Jahren neu errichtet wurde, weil die alte mit sämtlichen Unterlagen abgebrannt ist.“
Edward sog scharf die Luft ein.
„Verdammt!“, rief er, “ Tanya scheint ein richtiger Feuerteufel zu sein. Das heißt dann ja wohl, dass alle Unterlagen weg sind. Haben sie denn keine Computerdateien? Die können manchmal selbst ein Feuer überstehen?“
Bedauernd schüttelte Peter den Kopf.
„Leider nicht. In Maryville ist ein bisschen die Zeit stehengeblieben, es ist wirklich eine merkwürdige Stadt. Sie haben erst mit der Eröffnung der neuen Schule auf Computer umgesattelt, davor wurden alle Daten handschriftlich geführt. Sie hat mit dem Feuer sämtliche Spuren verwischt und ohne richtigen Namen wird es schwer.“
„Das bedeutet also, dass wir keinen Schritt weiter sind!“, meinte Edward und fuhr sich völlig frustriert durch sein Haar.
Peter grinste.
„Nicht ganz. Du kennst mich doch! Ich lasse mich von einem kleinen Rückschlag nicht beirren und habe ein paar Fragen gestellt. An der Schule arbeitet ein alter Hausmeister. Er macht den Job seit über vierzig Jahren, doch leider ist er sehr eigenbrödlerisch und verschwiegen. Ich habe ihm ein Foto von Tanya gezeigt und ich schwöre dir, er ist richtig zusammengezuckt bei ihrem Anblick.“
„Er kannte sie also?“
„Mit Sicherheit! Aber ich konnte ihm nichts entlocken. Er hat sofort abgeblockt und gesagt, er hätte sich nie um die Schüler gekümmert, die dort jeden Tag ein und aus gingen. Er wurde ziemlich nervös und hat irgendwas vor sich hin gemurmelt. Ich werde mir ein paar Tage frei nehmen und mit Shelley zusammen nochmals hinfahren. Vielleicht gelingt es ihr ja, mit ihrem weiblichen Charme, ein paar Türen zu öffnen.“
Just in diesem Moment schellte es.
Edward sprang auf und öffnete die Tür, um auch Shelley einzulassen.
Nur kurz danach saßen wir beim Essen.
Wir blendeten für kurze Zeit das Thema Tanya aus und genossen unser italienisches Nudelgericht.
Aufmerksam beobachtete ich Shelley und Peter. Beide wirkten sehr vertraut, trotzdem bemühten sie sich um Abstand. Was da wohl vorgefallen war?
Die Hände der beiden berührten sich zufällig, als sie gleichzeitig nach der Wasserflasche griffen und sie zuckten wie elektrisiert zusammen.
Auch Edward spürte die seltsame Spannung und warf mir bedeutsame Blicke zu.
Als wir endlich unser Dessert verschlungen hatten, konnte ich mir eine Frage nicht mehr verkneifen.
„Ihr wollt also zusammen nach Maryville. Wollt ihr dort als Ehepaar auftreten?“
Peter verschluckte sich an seinem Kaffee und griff sich hustend an seinen Hals. Er hatte einen Mordsbammel vor der Ehe oder was auch nur in die Nähe von einer festen Beziehung ging.
„Ich denke“, keuchte er, “ das wird nicht notwendig sein.“
Shelley warf ihm einen kurzen, schmerzerfüllten Blick zu, bevor sie antwortete.
„Ich glaube nicht, dass uns jemand ein verheiratetes Paar abkaufen würde. Wir streiten ständig und wenn die Geschichte mit Tanya nicht wäre, hätten wir mit Sicherheit, nicht den geringsten Kontakt miteinander“, sagte sie verletzt.
Peter presste die Lippen fest zusammen und erwiderte nichts darauf, was mich mehr als wunderte, denn normalerweise war er nicht so zurückhaltend. Er hatte an diesem Abend noch nicht eine freche Bemerkung ihr gegenüber gemacht und das machte mich stutzig.
„Shelley, hilfst du mir mit dem Abwasch?“, fragte ich.
Edward schaute erstaunt.
„Du brauchst doch nicht abzuwaschen, wir haben doch einen Geschirr…“.
Weiter kam er nicht, weil ich ihm unter dem Tisch, fest auf den Fuß trat.
„Obwohl“, meinte er hastig, um seinen Fehler zu überspielen, “ das gute Geschirr, sollte man vielleicht doch lieber mit der Hand spülen.“
Ich verdrehte nur die Augen. Auffälliger ging es ja nun wirklich nicht mehr.
Shelley half mir mit abräumen und stand mir dann in der Küche gegenüber.
„Was ist passiert?“, fragte ich sofort.
Kläglich sah sie mich an.
„Ich war so dumm, Bella!“, meinte sie unglücklich, “ Ich habe mich in Peter verliebt und war so blöd es ihm zu sagen. Ich dachte, ich springe endlich über meinen Schatten und riskiere etwas.“
„Er hat wohl nicht so reagiert, wie du es erwartet hast, nicht wahr?“
Sie lachte bitter.
„Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Sicherlich nicht, dass er sogar unsere Affäre auf Eis legt. Wenn er sich mit mir trifft, dann nur, um über die Ermittlungen zu sprechen. Er ist total auf Abstand gegangen.“
Mitfühlend sah ich sie an. Peter hatte Angst, da war ich mir sicher.
Neun Jahre hatte er geglaubt in mich verliebt zu sein, nur um dann festzustellen, dass es ein Trugschluss war. Er traute sich selber nicht mehr, was seine Gefühle anging und brach lieber den intimen Kontakt zu Shelley ab, als sich wieder in etwas zu verrennen. Nur, dass es mit Shelley völlig anders war. Sie war in ihn verliebt und die Anziehung war beidseitig.
„Du musst uns nicht helfen, wenn es zu schmerzhaft für dich ist.“
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, du bist meine Freundin. Nur weil ich mit Peter Probleme habe, werde ich dich nicht hängenlassen. Ich bin ein großes Mädchen und werde schon damit klarkommen. Die Hauptsache ist, dass Tanya endlich das Handwerk gelegt wird.“
Sie atmete tief durch.
„Ich werde mit ihm nach Maryville reisen. Wenn er sich zurückhalten kann, dann kann ich das auch“, sagte sie tapfer.
Nach dem Abwasch betraten wir das Wohnzimmer, wo es sich die zwei Männer schon gemütlich gemacht hatten.
Edward bat Peter um den Arbeitsvertrag für den Schriftvergleich.
„Ich schicke ihn dir per Fax. Ich werde jedoch noch meine Papiere durchforsten. Vielleicht finde ich noch irgendeine Notiz von ihr. Sie hat gerne kurze Nachrichten auf Zettel geschrieben, da wird sicher noch irgendeiner bei mir rumfliegen.“
Wir unterhielten uns noch eine Weile und schließlich verabschiedeten sich Peter und Shelley.
Bei einem kurzen Blick aus dem Fenster, sah ich noch, wie Peter seine Hand auf Shelley´s Arm legte.
Schnell zog ich die Gardine zu. Ich wollte nicht wie ein Spanner die Privatsphäre der beiden stören.
Edward, der hinter mir stand, schlang die Arme um mich.
„Die werden das schon hinkriegen! Peter ist ziemlich stur, aber irgendwann wird er merken, was sie ihm bedeutet.“
Ich lächelte leicht und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Du bist ja ein richtiger Romantiker“, sagte ich belustigt.
Grinsend schob er mich Richtung Treppe.
„Was soll ich sagen. Meine Frau färbt eben auf mich ab. Wir sollten jetzt ins Bett gehen und diese Romantik in mir ausleben. Ich bin noch neu auf diesem Gebiet und muss noch viel üben!“, hauchte er verführerisch.
Ich spielte an seinen Hemdknöpfen, bis einer nach dem anderen aufging. Die freigelegte Haut, bedeckte ich mit zarten Küssen.
Er stoppte mich, indem er meinen Kopf hochbog und leidenschaftlich seine Zunge in meinen Mund schob. In einem heißen Kuss verbunden, wollten wir in unser Schlafzimmer, als das Telefon klingelte.
„Nicht schon wieder“, stöhnte Edward auf, “ hat man in diesem Haus gar keine Ruhe mehr!“
Wütend ließ er mich los und stampfte zum Telefon. Er nahm ab und fauchte ein unfreundliches „Cullen“ in den Apparat.
Sofort danach schaltete er den Lautsprecher ein.
Es war mein Vater.
„Kinder, ich habe das Ergebnis der Blutuntersuchung!“
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