Inhalt:

Edward Cullen ist ein erfolgreicher Staranwalt und seit fünf Jahren mit Bella verheiratet. Die beiden leben sich auseinander da er seine junge Frau zu oft alleine lässt. Als ihm auch noch seine attraktive Kollegin Tanya offen Avancen macht eskaliert die Situation. (Edward/Bella Pairing)Happy-End garantiert.

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Montag, 29. November 2010

Kapitel 46 - Heimkehr

Bellas POV


Es war schon spät in der Nacht, als wir endlich den Wagen vor unserem eigenen Haus parkten. Die Fahrt war eigentlich recht angenehm, bis auf die Tatsache, dass uns immer wieder das flatternde Geräusch des notdürftig zugeklebten Fensters störte. Zumindest hielt es den Wind ab und Edward drehte die Heizung bis zum Anschlag auf, damit ich ja nicht fror.

Müde betraten wir unser Heim erst, nachdem Edward die Alarmanlage entschärft  und das Innere durchsucht hatte. Er wollte eben auf Nummer sicher gehen und durchkämmte jedes einzelne Zimmer, während ich mit einer riesigen Taschenlampe an der Haustür wartete, bereit,  jedem eins mit dem überdimensionalen Ding überzuziehen.

Es dauerte nicht lang und er kam mit entspanntem Gesichtsausdruck die Treppen herunter.

„Es ist alles sauber!“, sagte er und ich musste lachen.

„Du redest, wie die bei der Polizei. Bist du sicher, dass du den richtigen Beruf hast?“, fragte ich schmunzelnd.

Er grinste jungenhaft.

„Wieso? Willst du mich etwa in eine Uniform stecken“, fragte er feixend und kam zu mir, um mich sanft in die Arme zu nehmen.

Ich sah zu ihm auf und bedauerte es wohl zum tausendsten Mal, dass ich so klein war. Irgendwann würde ich noch Genickstarre bekommen vom ständigen Aufblicken.

„Hmm “, überlegte ich, “ das wäre nicht übel. Du als sexy Polizist, der mich vor den bösen Buben beschützt.“

Die heitere Stimmung verschwand schlagartig. Tanya und ihre Attacken schwebten wie ein Damoklesschwert über uns und es waren uns nur kurze, unbeschwerte Momente vergönnt, bevor die Realität uns wieder einholte.

„Ich werde dich auch so beschützen, Bella. Fürchte dich nicht!“

„Wenn du bei mir bist, dann habe ich auch keine Angst. Nur wenn ich allein bin, beginne ich nachzudenken und male mir dabei die furchtbarsten Sachen aus. Woher hat sie nur all diese Informationen?“


„Sie ist Anwältin. Sie weiß genau, wohin oder an wen sie sich wenden muss, um das herauszufinden, was sie benötigt.  Sie kennt auch sämtliche legalen und illegalen Wege, um an die Informationen zu kommen. Anwälte wären die perfekten Verbrecher. Wir wissen genau, wie die Polizei arbeitet, welche Fragen gestellt werden und wie man es vermeidet, belastende Spuren zu hinterlassen. Für Tanya ist es wirklich kein Hexenwerk und dazu benötigt sie nicht einmal eine zweite Person.“

„Dachtest Du darüber nach, dass sie mit einer anderen Person zusammen arbeitet?

„Kurze Zeit, ja! Als die Geschichte mit deiner Wohnung passierte. Aber vielleicht engagierte sie einige Möbelpacker und behauptete, es wäre ihre Wohnung. Sie besorgte sich einen Schlüssel, wie, ist mir völlig unerklärlich, aber sie besaß einen.
Ein Schauder erfasste mich und schüttelte mich durch. Die Vorstellung allein fand dich schrecklich, dass sie in meine Wohnung und in meine Privatsphäre eingedrungen war. Dort hätte ich mich nie wieder sicher gefühlt.

„Ich muss die Wohnung noch kündigen “, sagte ich leise.

Er lächelte leicht.

„Heißt das, dass du nicht mehr dahin zurückkehrst?“, fragte er.

„Glaubtest du das etwa,  trotz der letzten Tage?“

„Du hast bis jetzt nicht gesagt, dass du endgültig bei mir bleibst.  Ich weiß, wir kamen uns wieder sehr nahe und es gibt nichts, was ich mir mehr wünsche, als wieder richtig mit dir zusammen zu sein. Aber ich verhielt mich wie der größte Trottel  und ich würde verstehen, dass du noch etwas Zeit brauchst, nachdem wir dies alles überstanden haben.“

Geknickt ließ er den Kopf hängen und ich nahm sein Gesicht zwischen meine Hände.

„Edward, ich liebe dich über alles.  Das habe ich immer und es wird sich auch niemals ändern. Selbst als du unsere Ehe beendet hattest, konnte dies meine Gefühle für dich nicht abtöten. Ich habe dir verziehen, weil du nicht der Einzige warst, der Fehler machte. Ich liess zu, dass wir uns entfremdeten, weil ich zu feige war, darüber zu reden. Lieber lebte ich  weiter in meinem Luftschloss  und verdrängte die Probleme, die wir hatten.
Du siehst also, ich habe auch Fehler gemacht.  Es wäre unfair, dir die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben, denn zum Ende einer Ehe gehören immer Zwei.“

Ergriffen senkte er den schönen Kopf und drückte mir ganz sanft seine warmen Lippen auf den Mund.  Zärtlich bewegten sie sich auf meinen und ein unglaublich süßes Gefühl ergriff mich.

Der Kuss war nicht leidenschaftlich, sondern voller Demut und Liebe. Diese Berührung sagte mehr aus, als Worte es jemals vermochten und ich schmiegte mich glücklich an ihn. In diesem Augenblick gab es keinen Raum für die schlimmen Ereignisse, die uns das Leben schwer machten, sondern es gab nur Edward und mich.

Engumschlungen gingen wir nach oben in unser Schlafzimmer.

„Soll ich dir ein Bad einlassen?“, flüsterte er an meinem Nacken.

Ich seufzte genüsslich. Es wäre ein absoluter Traum,  jetzt die steifen Glieder in das warme Wasser gleiten zu lassen und sich richtig zu entspannen. Das Baby und ich hatten es auch bitter nötig.

„Aber nur, wenn du mitkommst.“

„Da sag ich nicht nein. Ich lass schon mal das Wasser ein.“

Mit geschmeidigen Schritten betrat er das Bad und ich starrte ihm wie ein verliebtes Schulmädchen hinterher.

Selbst nach neun Jahren konnte ich es manchmal immer noch nicht fassen, dass dieser wunderschöne Mann ausgerechnet mir gehörte.

Ich schlüpfte aus meinen Schuhen und aus meiner Kleidung. Nackt lief ich zum Schrank, um mir einen leichten Bademantel herauszunehmen, den ich mir sogleich überwarf. Es war mir unangenehm, mich nackt zu zeigen, da meine Figur im Moment eher einem aufgeblasenen Marshmellow glich.

Leise folgte ich ihm ins Badezimmer und beobachtete, wie er einen wohlriechenden Badezusatz ins Wasser kippte und  schon bald bedeckten hohe Schaumkronen die Wasseroberfläche, während  Edward  begann, sich seiner Kleidung zu entledigen.
Achtlos warf er Hemd und Hose in die nächste Ecke und stand bald nur noch in Shorts vor mir.

Ich räusperte mich und er drehte sich zu mir.

„Da bist du ja“, sagte er lächelnd und streckte die Hand nach mir aus.

Ich ließ mich zu ihm ziehen und er spielte am Knoten, der den Bademantel zusammenhielt.

„Ich glaube, du brauchst das Ding nicht mehr“, flüsterte er mit heiserer Stimme.

Er zog an dem Knoten, bis der Bademantel weit auseinander klaffte. Etwas verlegen versteckte ich mein Gesicht an seiner Brust.
Er verstand meine Schüchternheit und half mir schnell in die Wanne. Vor Behagen begann ich zu schnurren, als das warme Wasser mich umhüllte und schloss genießerisch die Augen.

Ein leises Plätschern verriet, dass er auch in die Wanne stieg und schon saß er hinter mir.
Entspannt lehnte ich mich an seine Brust, die Ruhe und seine Umarmung in vollen Zügen genießend.
„Fühlst du dich jetzt besser?“

„Hmmm“, antwortete ich nur.

Er knabberte zart an meinem Ohr und ließ die Hände sanft über meinen Körper wandern. Ein paar Minuten lang verwöhnte er mich mit liebevollen Streicheleinheiten, bis ich seine Erregung unter mir wachsen spürte.

Wäre mein runder Bauch nicht gewesen, hätte ich mich jetzt umgedreht und ihn geküsst. Doch leider war meine Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt und so blieb ich sitzen. Doch seine zunehmende Größe unter mir  machte mich so unruhig, bis ich anfing, mich leicht hin und her zu bewegen.

„Bella, willst du mich umbringen“, brach es aus ihm heraus.

„Ich mach doch gar nichts“, sagte ich unschuldig.

Seine Geduld hatte Grenzen und diese war bis zur Neige ausgeschöpft.
Er stieg hinter mir aus der Wanne und riss ein Handtuch vom Haken. Lüstern betrachtete ich seinen Körper. Das Wasser, das seinen Körper hinab rann, ließ ihn glänzen und betonte jeden klar definierten Muskel. Während er sich hastig abtrocknete, beobachtete ich deren rhythmisches Spiel unter der Haut und der Anblick machte mich völlig wahnsinnig.

Er streckte die Hände nach mir aus, um mir behutsam aus der Wanne zu helfen. Fürsorglich trocknete er mich ab und ließ sich dabei reichlich Zeit, da er jede Stelle, die er erreichen konnte, mit zärtlichen Küssen bedeckte.
Die Scham über meinen veränderten Körper war schon längst vergangen und ich gab mich seinen Liebkosungen völlig hin. Er zeigte mir, mit jedem Kuss, wie sehr er mich liebte und vergötterte, daran änderte auch meine Schwangerschaft nichts.

„Du bist wunderschön “, flüsterte er mir mit unverhohlener Bewunderung zu.

Liebevoll strich ich über seine muskulöse Brust, hinunter zu seinem flachen Bauch. Mein Mund folgte meinen Händen und wir wechselten ins Schlafzimmer, um uns auf dem breiten Bett auszustrecken.

Wir nahmen uns viel Zeit, entdeckten unsere Körper neu und ließen uns von unserer Lust treiben. Als er endlich in mir war, fühlte ich mich ganz und gar mit ihm verbunden. Nicht nur unsere Körper bildeten eine Einheit, sondern  auch unsere Seelen verbanden sich mit einander.

Tief sah er mir in die Augen, während er sich bewegte, nahm jede Regung von mir war.

„Ich liebe dich, Bella!“, sagte er stöhnend und beschleunigte das Tempo seiner Hüften.

Mit zunehmender Geschwindigkeit trieb er sich immer wieder in meinen willigen Körper und brachte mich meinem Höhepunkt näher.

„Ich liebe dich auch“, erwiderte ich und strich leidenschaftlich über seine geschmeidigen Schultern.

Wild presste er seinen Mund auf meinen, küsste mich unaufhörlich und mit einem letzten Stoß brachte er uns beide über die Klippe.
Erschöpft und schweißgebadet lagen wir schwer atmend nebeneinander und erholten uns von dem erschütternden Höhepunkt.

„Wow“, keuchte er ,“ ich glaube, jetzt brauch ich eine Dusche.“

„Nimmst du mich mit? “, fragte ich ihn neckend.

Grinsend betrachtete er mich.

„Soll ich raten, wo das wieder endet?“

„Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich bin durchaus in der Lage, mich zurückzuhalten“, meinte ich gespielt hochmütig.

Er beugte sich über mich und biss mir knabbernd in die Unterlippe.

„Du weißt doch, was passiert, wenn du mich herausforderst, oder? Ich werde alles daransetzen, deinen Widerstand zu brechen“

„Das hoffe ich doch “, hauchte ich verführerisch und zog seinen Kopf wieder zu mir runter.


Am nächsten Morgen fuhr mich Edward in den Verlag,  da ich mich dort auch einmal wieder blicken lassen musste.

Ich freute mich wahnsinnig darauf, meine Alice wiederzusehen. Seit ihrer Verlobungsfeier fand der Kontakt nur noch telefonisch statt und es wurde Zeit, das zu ändern.

Nachdem ich sie in unserem gemeinsamen Büro nirgends entdecken konnte, ging ich zielstrebig zu Jaspers Räumlichkeiten. Leise klopfte ich an und wartete kurz.

Nachdem keinerlei Reaktion kam, öffnete ich die Tür und sah, warum die Antwort auf sich warten ließ.
Grinsend verschränkte ich die Arme vor der Brust und lehnte mich gemütlich an den Türrahmen, während ich die wilde Knutscherei der beiden beobachtete.

„Ihr Zwei solltet die Tür abschließen, wenn nicht wollt, dass Zuschauer euch beim Knutschen beobachten “, stichelte ich schließlich amüsiert.

Beide fuhren erschrocken auseinander und sahen mich verlegen an. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie sich von ihrer Überraschung erholten und Alice kam mit einem fröhlichen Quietschen auf mich zu.

„Bella, endlich bist du wieder da“, lachte sie fröhlich und nahm mich fest in den Arm.

Obwohl sie so klein war, besaß Alice Herkuleskräfte, zumindest kam es mir so vor, als sie mir schier den Atem abdrückte.

„Alice“, keuchte ich, “ du würgst mir die Luft ab.“

„Entschuldige“, sagte sie kichernd und ließ mich los.

Sie zog mich zu der Sitzgruppe am Fenster, wo wir es uns bequem machten.

„Willst du was trinken?“, fragte Alice.

„Ein Kaffee wäre toll, aber wenn es geht, koffeinfrei, “ antwortete ich und strich mir über den Babybauch.

Nachdem alle versorgt waren, sah Jasper mich ernst an.

„Habt ihr in Forks etwas Brauchbares rausfinden können?“

Beide waren in alles eingeweiht und reagierten äußerst bestürzt auf meinen Bericht der letzten zwei Tage.

„Himmel, Bella!“, sagte Alice entsetzt, “ Dass du dich noch allein aus dem Haus traust, finde ich bewundernswert.“

„Was bleibt mir anderes übrig“, meinte ich schulterzuckend, “ aber ich bin nicht so gelassen, wie es vielleicht auf euch wirkt. Ehrlich gesagt, habe ich eine Heidenangst vor Tanya.“

„Das ist doch verständlich. Wenn du Hilfe brauchst, oder jemanden, der dich begleitet, wenn Edward nicht da ist, dann kannst du auf uns zählen“, sagte Jasper “ Wir lassen dich keine Sekunde mehr aus den Augen, das verspreche ich dir.“

Dankbar sah ich Jasper an. Alice hatte wirklich Glück mit ihm.  Aus dem frivolen Schürzenjäger  hatte sie innerhalb kürzester Zeit, einen verantwortungsbewußten Partner und guten Freund gemacht.

„Ich finde es rührend, dass ihr euch so sorgt, aber es wird nicht nötig sein. Edward ist schon unterwegs und besorgt mir in diesem Augenblick einen Bodyguard. Er ist auch der Meinung, dass es zu gefährlich wäre, weiterhin allein unterwegs zu sein. Es passt mir überhaupt nicht, aber ich sehe ein, dass es riskant wäre, darauf zu verzichten.“

Jasper nickte zustimmend.

„An welche Sicherheitsfirma wendet er sich denn?“

„Keine Ahnung, wie die heißen. Er kennt den Besitzer durch Peter. Sie sind auf Personenschutz spezialisiert und  die Besten hier in Seattle. Er trifft sich mit ihm und wird ihn mir heute noch vorstellen“, stöhnte ich seufzend und verzog mein Gesicht zu einer Grimasse.

„Du wirst dich schon daran gewöhnen. Stell dir mal vor, Bella! Wir haben jetzt jemanden, der uns beim Shoppen die Tüten trägt“, freute sich Alice.

Jetzt musste auch ich lachen. Das war typisch Alice.  Alles, was ihr das Einkaufen erleichterte, war ihr willkommen.  Das dabei meine Privatsphäre den Bach runterging, war nebensächlich.

„Ich dachte, Jasper trägt dir deine Tüten“, ärgerte ich ihn grinsend und blickte auf sein entsetztes Gesicht.

Er war schon einmal das Opfer eines Einkaufmarathons geworden und hätte lieber an einem Überlebenstraining in der Wildnis teilgenommen, als das nochmals durchstehen zu müssen. So sehr er Alice auch liebte, aber shoppen mit ihr lehnte er kategorisch ab.

Er räusperte sich und wechselte sofort das Thema. Wir unterhielten uns noch eine Weile über eine neue Buchreihe, die ich nach meiner Schwangerschaft beginnen sollte und die Show, die am nächsten Wochenende starten würde. Alles verlief völlig reibungslos. Wenigstens im Berufsleben gab es keine Probleme, was mich sehr erleichterte.

Jasper gab mir noch den Tipp, in einem alten Zeitungsarchiv nach Artikeln zu suchen, die eventuell über Arthur Jenkins Tod berichteten.  Er nannte mir die Adresse und versicherte mir, dass dort alles archiviert wurde, was in den letzten dreißig Jahren in diesem Bundesstaat passiert war.
Dankbar für den Tipp  verabschiedete ich mich, da Edward mir per SMS mitteilte, dass er unten auf mich wartete.
Alice umarmte mich noch einmal und begleitete mich nach unten.
Alice umarmte mich noch einmal und begleitete mich nach unten.

Edward wartete schon, lässig an die Wagentür gelehnt und nickte Alice freundlich zu.

„Hey, Al“, rief er, "alles klar?“

„Du kennst mich doch, ich bin einfach nicht unterzukriegen“, grinste sie.

Beide kamen nach ihren Differenzen wieder bestens miteinander klar. Alice war nicht sonderlich nachtragend, denn sie war der festen Überzeugung, das Leben sei zu kurz, um sich ständig zu streiten.

„Pass mir gut auf Bella auf.“

„Keine Sorge, ihr wird nichts passieren. Und ab heute hat sie auch einen Leibwächter, der sie nicht mehr aus den Augen lässt.“

„Das habe ich befürchtet“, meinte ich grimmig und fing mir einen tadelnden Blick von Edward ein.

„Es ist doch nur zu deinem Besten, Liebling“, sagte er leicht beleidigt.

Schuldbewusst sah ich ihn an.

„Es tut mir leid, Schatz. Ich weiß, du meinst es nur gut.“

Er legte mir den Arm um die Schultern und gab mir einen Kuss auf die Schläfe.

Alice drückte mich noch einmal und nahm mir das Versprechen ab, gut auf mich und das Baby aufzupassen. Nachdem sie wieder zurück in das Verlagsgebäude lief, drehte ich mich zu Edward.

„Bereit, deinen zukünftigen Begleiter kennenzulernen?“

Ich nickte und wir stiegen ins Auto. Zügig reihte er sich in den fließenden Verkehr ein und fuhr geschickt durch die Straßen von Seattle. Unser Ziel befand sich direkt am Hafen, was hieß, dass wir durch die ganze Stadt fahren mussten.

„Wie heißt er denn?“, fragte ich neugierig
.
Er warf mir einen Seitenblick zu und grinste diebisch.

„Willst du mich gegen ein größeres Exemplar eintauschen?“, fragte er glucksend.

Er schien sich ja köstlich über mich zu amüsieren! Irgendwas war da im Busch, das erkannte ich jetzt genau. Wenn Edward dieses Grinsen zur Schau trug, heckte er etwas aus.

Nach circa einer Stunde hielt er vor einem etwas verfallenen Gebäude. Der graue Putz war schon schmutzig und ich rümpfte die Nase über den Fischgeruch, der von einem Kutter am Hafenrand herausströmte.
Unbehaglich sah ich mich um, das ohrenbetäubende Tuten eines einlaufenden Frachters ließ mich vor Schreck zusammenzucken und ich sah Edward ungläubig an.

„Bist du wirklich sicher, dass wir hier richtig sind? Die Gegend ist nicht gerade vertrauenerweckend.“

Er lachte nur.

„Vertrau mir einfach.  Wir sind hier in den besten Händen.“

Wir betraten das Gebäude und liefen einen dunklen, schmalen Flur entlang. Die Tapeten an den Wänden waren teilweise abgeblättert und der nackte Stein darunter großflächig zu sehen. Am Ende des Ganges standen wir vor einer Tür. Kein Schild ließ erkennen, wem dieses Büro gehörte und ich musste mich wohl oder übel überraschen lassen.

Wir traten ein und ich sah einen großen Mann mit dem Rücken zu uns am Fenster stehen. Langsam drehte er sich um und blickte mir entgegen.

„Hallo Bella, schön dich wiederzusehen.“

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